24 Tage Reise nach Sizilien&Kalabrien
Sizilien/Kalabrien 2009 auf einer größeren Karte anzeigenVORWORT Nach 3 Haupturlauben in alle Teile Griechenlands wollten wir heuer einmal wo anders nach schönen Plätzen suchen. Sogar das Land selbst war heuer noch einen Tag vor unserer Abreise nicht fixiert. Da wir ja keine Fähre gebucht und flexibel sind, war das ja kein Problem. Dieses Jahr begleiteten uns unsere Freunde Klemens&Manu mit Ihrer Tochter Sanja. Klemens hatte schon früher mit Selbstausbauten Campingerfahrungen gesammelt, seine Frau und Sanja hatten aber erst einen Frankreich Urlaub hinter sich. Mit den EVTO´s auf Reisen gehen ist aber eine andere Sache, das wurde gründlich vor unserer Reise ausdiskutiert. Wie immer wollten wir auch in diesem Urlaub Freistehen und soviel wie möglich abseits der Hauptverkehrsrouten unterwegs sein.
Wie Euch der Titel unseres Reiseberichtes bereits verrät wurde Süditalien unser diesjähriges Reiseziel. In der letzten Woche musste ich noch einige Arbeiten am WoMo durch führen. Auch Klemens bekam seinen Rimor erst 2 Wochen vor unserem Urlaub. Da er das WoMo aus Deutschland importierte verzögerten diverse Amtswege die österreichische Zulassung bis knapp vor Urlaubsantritt, was natürlich für eine gewisse Nervenanspannung schon von Beginn an sorgte. Aber das macht nichts, denn so konnte uns dann auf der Reise selbst nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringen.
Am Sonntag den 29. Juni starteten wir dann die Motoren und fuhren gleich mal am ersten Tag eine Menge Kilometer, aber lest jetzt selbst weiter!
1. Tag (Tageskilometer 748km) - Wir verlassen um 10.30 Uhr den Stellplatz in Sollenau. Unser heutiges Etappenziel haben wir sehr hoch gesteckt. Wir wollen noch heute bis Ravenna fahren, insgesamt 748 Kilometer! Sowohl Klemens als auch wir hatten die grüne Versicherungskarte vergessen, wie soll es anders sein irgendwas fehlt immer! Also fährt jeder getrennt nach Hause und wir treffen uns eine halbe Stunde später in Wiener Neustadt am Merkurparkplatz. So, jetzt gehts los. Nix da, kurz vor der Autobahnauffahrt in Neudörfl kommt Klemens drauf noch keine Autobahnvignette am neuen WoMo zu haben. Wir als langsameres Fahrzeug fahren einstweilen weiter. Kurz nach dem Wechsel taucht dann schon der Rimor mit dem großen ÖCT Logo am Alkofen im Rückspiegel auf. Ab jetzt geht's durch bis Carnia Tolmezzo. Dort machen wir bei einem Autogrill eine kurze Pause (450km).
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Ab Padovo wechseln wir die Autostrada Richtung Bologna, es ist 18.15 Uhr. Bei Ferrara nochmals eine Rast an einem Autogrillparkplatz wo wir uns einen Toast genehmigen. Bei Ferrara Süd verlassen wir für heute die Autostrada und zahlen 25,70 EUR Maut. Dann geht's weiter die SS16 Richtung Ravenna wo wir dann nach Porto Classe fahren. Hier gibt es außerhalb und weit weg vom Meer einen gratis Stellplatz mit Ver/Entsorgung. N 44.37861° O 12.23472° Wir aber fahren wieder ein Stück zurück und kurven dann laut Navi in Richtung Meer. Direkt in Classe hat man zwar keine Chance am Meer zu stehen, aber wir finden in unmittelbarer Nähe einen gratis Stellplatz. N 44.38768° O 12.31320° Es ist 21.15 Uhr und wir haben 748km runtergespult.
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Kein Verkehr und auch keine Staus, es lief wie am Schnürchen. Während Manu, Klemens und Sanja noch einen Bummel durch das Dorf machen wollen, es findet auch gerade ein Openair Konzert statt, sind Eva und ich zu müde. Wir gehen duschen und ich schreibe an diesem Bericht. Bald darauf kamen die Anderen aber auch wieder, Sanja war müde geworden. Morgen wollen wir dann weiter die Küste hinunter tuckern. Eigentlich wollten wir schon schlafen gehen, aber das Treiben der dubiosen Typen rund um unsere Womo´s machte uns nervös. Also starten wir wie unsere deutschen Nachbarn kurz vor Mitternacht und fuhren zu dem Platz am Stadtrand. Den Hänger sicherten wir in dem sich Klemens ganz knapp drauf stellte. Jetzt sitzen wir noch gemütlich zusammen! N 44.37861° O 12.23472° Gute Nacht!
2. Tag (Tageskilometer 425km) Nach ein paar Stunden Schlaf und Ver/Entsorgung verlassen wir Classe auf der Autostrada in Richtung Ancona. Unser Duci ist auch wieder durstig, diesmal um 5 Liter mehr als der Ford von Klemens. (60 Liter). Verschiedene TMC Meldungen veranlassen uns bei Rimini Nord die Autobahn zu verlassen. Laut Warntafel soll sich eine Kuh auf die Autobahn verirrt haben. *gg*. Ob die 30km Umweg was gebracht haben, können wir nicht sagen, aber vertrauen wir mal dem IGO. Immer wieder erhaschen wir von der Autostrada Blicke auf die Küste. Mal fahren wir näher an der Küste dann wieder etwas weiter im Landesinneren. Bei San Giorgie reicht's dann mit Autobahn, wir wollen endlich baden. Wir bezahlen 11,10 EUR Maut und folgen dem Hinweisschild Porto San Giorgio. Dort parken wir uns am Lugomare Gransci direkt am Strand ein. N 43.17367° O 13.80237°. Hier können wir das erste Mal in diesem Urlaub ins Meer hüpfen. Wir glauben in einer Badewanne zu liegen so warm ist das klare Wasser. Wir spielen mit Sanja, "fang den Ball". An dieser Stelle möchte ich erwähnen wie brav Sanja ist, denn die Menge Kilometer im WoMo sind ja für ein Kind ganz schön anstrengend!
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Nach der Badepause erfolgen noch eine Jausenzeit und ein Kaffeetscherl, dann rollen wir die Küstenstraße weiter in Richtung Gargano (Fieste). Auf dieser Strecke wollen wir einen schönen Übernachtungsplatz finden! Die folgenden Kilometer sind sogenannte leere Kilometer! Wir haben absichtlich den Weg nach Pescara über die SS16 gewählt. Ein Horror der Verkehr.
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Ein Ort reiht sich an den nächsten, überall hunderte Ampel die nicht verkehrsflüssig geschaltet waren. Dann kam noch die Bahnlinie dazu. Diese läuft kerzengerade meist nur 100m neben dem endlos langen Sandstrand dahin. Kaum mal eine Unterführung mit mehr als 3m zu finden!
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Wenn man durch eine solche mit dem Wohnmobil bis an den Strand kommt ist alles verbaut mit Apartments, Hotels oder Camping. Kurz vor Pecara entrinnen wir dann dem ärgsten Abendstau indem wir wieder auf die Autobahn Richtung Bari nehmen. In Termoli fahren wir dann ab (9,20 EUR Maut) und kommen um 21.30 Uhr auf einem schönen Platz in Marina Chieuti an. N 41.92230° O 15.16477° Hier stellen wir uns 2m oberhalb des Sandstrandes hin und sind froh das diese stressige Fahrt (netto Fahrzeit 6,53 Std.) heute ein Ende gefunden hat. Jetzt sitzen wir noch gemütlich zusammen und lauschen dem Meer. Für Bilder des Stellplatzes war es bei unserer Ankunft leider schon zu dunkel. Werden morgen nachgeliefert. Gute Nacht!
3. Tag (Tageskilometer 236) Wir haben eine wunderbare, ruhige Nacht hinter uns. Der idyllische Platz hat inzwischen einiges an Leben bekommen. Viele Einheimische nutzen das Wetter zum Baden, dennoch ist es sehr schön hier und ich kann diesen Platz empfehlen. N 41.92230° O 15.16477°
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Wir lassen den heutigen Tag mal gemütlich angehen und das glasklare Wasser und Sonne genießen. Gegen 13.00 Uhr brechen wir dann Richtung Gargano auf. Vorher aber schreit unser WoMo wieder nach Diesel. (52 Liter zu 1,112 EUR) Am Gargano selbst glauben wir in Griechenland zu sein, so sehr ähnelt diese Landschaft hier der griechischen. Mein Herz schlägt heute erstmals im Urlaubstakt.
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Bei Ischitella verlassen wir die SS89 und fahren durch die Berge zur Küstenstadt Rodi. Zur Stadt hinunter gilt LKW Fahrverbot über 3,5t. Klemens fährt als Vorhut hinunter, weil ich Angst habe mit dem Hänger nicht mehr nach oben zu kommen. Als Klemens das OK gibt fahren auch wir hinunter. Es ist teilweise sehr steil und eng. Ja so liebe ich es! *gg*
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Rodo selbst gibt meiner Meinung nach nicht viel her. Am kilometerlangen Strand mit hunderten Sonnenschirm ist aber kaum was los, auch hier dürfte die Saison noch nicht begonnen haben. In weiterer Folge fahren wir die alte Küstenstraße durch eine wunderschöne Landschaft, Bademöglichkeiten findet man hier aber kaum. Auch mit freistehen wird man hier nicht viel Glück haben, Campingplätze hingegen gibt es wie den Sand am Meer.
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Bei Fiesta versucht Klemens mit Manu einen Weg zu einer Kirche zu finden, während ich mich am Hausstrand von Fieste kurz ins Wasser schmeiße. Danach verlassen wir Fiesta in Richtung Mattinata. Wir fahren kilometerlang durch den Nationalpark Garganos. Auch hier eine Traumlandschaft mit Wald, Wiesen und Bergen. Freilaufende Schweine, Kühe, Esel und Schafe können wir auch sehen. Wer zur Abwechslung mal eine Übernachtungsmöglichkeit im kühlen sucht wird hier sicher fündig.
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Kurz vor Mattinati will das Navi links steil zum Meer hinab, der Wegweiser zeigt nach rechts. Wir überlegen bei einer kurzen Rauchpause mit grandiosem Blick die Steilküste hinunter und entscheiden dem Navi zu glauben. Sogar mit dem ersten Gang musste ich dauernd bremsen, so steil ging es bergab. Ich hoffte nur nicht mehr nach oben zu müssen, denn das wäre unmöglich gewesen.
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Aber nach einigen Kilometer Abenteuerfahrt war es vorbei und wir kamen wieder auf die SS89. Bei einem Sosta Camper Stellplatz konnten wir für 2,50 EUR Ent/Versorgen. Eine Nächtigung (Strom extra) würde dort 12 EUR kosten. Es war zwar schon spät und kurz davor dunkel zu werden, aber auf einem offiziellen Stellplatz, nein danke das ist einem EVTO nicht würdig! *gg*
Wir gaben Barletta als nächstes Ziel ein und glaubten bis dahin einen schönen Platz am Meer zu finden. Aber dieser Wunsch wurde nicht erfüllt. Wir fuhren 100km entlang der Küste, oft keine 100 Meter vom Meer entfernt. Alles mit Schrebergärten verbaut und kurz vor dem Strand hoher Sandberge. Auch der Gestank war zeitweise ekelig.
Hundemüde kamen wir um 22.00 Uhr in Barletta an. Wir rollen hinunter zum Hafen. Viel Verkehr und überall saßen italienische Familien entlang der Uferpromenade, das Parkplatzangebot war rar. Wir fanden dann doch ein Lücke, aber nicht zusammen. Schon etwas nervlich belastet startete ich nochmal durch und fuhr ca. 1 km die Strandpromenade weiter, als die endete geht eine Einbahnstraße weiter. Wir rollten dann direkt am Sandstrand mit Blick auf das offene Meer aus. N 41.33081° O 16.25543°
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Hundemüde stellten wir um 22.30 Uhr unsere Motoren ab. Dieser Platz ist das Liebesnest der Italiener, überall PKW´s mit angelaufenen Fensterscheiben! *gg* Eva kocht noch Spaghetti und wir sitzen noch bis weit nach Mitternacht zusammen. Danach träumten wir von der wunderschönen Tour am Gargano.
4.Tag (Tageskilometer 194)
Schon ab 8.00 Uhr morgens schreibe ich mit einem Tag Verspätung an diesem Bericht. Es hat schon knapp 30°. Schnell mache ich noch ein Stellplatzfoto was gestern aufgrund der Dunkelheit nicht mehr möglich war. Heute müssen wir unsere Route vorsichtig planen. Denn wie schon von Camperfreunden per SMS, E-Mail und auch im Forum berichtet streiken das gesamte Tankstellennetz Italiens die nächsten 2 Tage. Bis Freitag 7.00 Uhr soll es keinen Sprit geben. Wir planen eine Burg zu besichtigen und danach einen Stellplatz am Meer zu suchen. Gesamtkilometer ca. 210 km und uns steht ein 3/4 Tank zur Verfügung. Sollten wir es schaffen wollen wir dort an einem schönen Platzerl mal für 2 Tage relaxen und ich kann vielleicht mal den Roller auspacken und die Gegend erkunden.
Zumindest in BARLETTA keine Spur von Tankstellenstreik. Von 4 Tankstellen haben alle vier geöffnet. An einer tanken wir voll! Wir kämpfen uns durch den Mittagsverkehr und fahren auf die A14 Richtung Bari. Bei Bari nord gibt es eine Tankstelle für Ver/Entsorgung. Und tatsächlich auf den Autobahntankstellen wird gestreikt! Dank unserer vollen Tanks nehmen wir das aber gelassen. Nur den Benzinkanister für Generator und den Roller haben wir vergessen zu füllen.
Bei TARUNTO endet die Autostrada. Nachdem wir die Maut von 8,70 EUR entrichtet haben (den Kampf mit den Mautautomaten gibt es inzwischen nicht mehr! *gg*) sollten wir uns rechts Richtung MATERA halten. Unser Navi sagt links. Na super, jetzt geht es steil bergauf wieder 6km Richtung Bari zurück. Bei MOTTOLA können wir dann aber wieder umkehren. Eine brennende Wiese nimmt uns kurz die Sicht, die Flammen kommen schon bis zur Leitschiene. Weiter geht´s dann immer wieder nach REGGIO CALABRIA.
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Bei PISTICCI nehmen wir die Ausfahrt und folgen den Schildern Richtung Mare. 2,5km vor dem Meer entdecke ich noch eine Brunnenwand. Nachdem ein Italiener dort aus einer frisch abgefüllten Plastikflasche trinkt, bin ich sicher es handelt sich um Trinkwasser. Auf einem Feld kehren wir um, ich lass dort auch den Hänger und Eva stehen! *gg*
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Danach füllen wir unsere Frischwassertanks auf, somit ist für mindestens 2 Tage vorgesorgt. Als wir am Meer ankommen klappt uns das Kiefer nach unten. Ein paradiesischer Traumstrand, das Meer wie in der Karibik. Wir beschließen einstimmig zumindest bis morgen zu bleiben! N 40.29364° O 16.77886°
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Unser WoMo´s parken wir am hinteren Ende des Strandabschnittes ein. Auch hier sind sehr wenige Leute unterwegs. Ist es tatsächlich noch Vorsaison oder schlägt sich auch hier die Wirtschaftkrise im Tourismusbereich nieder? Wir wissen es nicht, sind aber froh über die Einsamkeit! Ich packe noch schnell den Roller aus dem Hänger und dann geht’s ab ins Wasser. Die rote Flagge ist gehisst und es ist sehr wellig, was uns aber Spaß macht! Eva macht Bekanntschaft mit einem Italiener der sehr gut deutsch spricht, kein Wunder war er doch jahrelang in Ulm. Er wohnt hier ganz in der Nähe und ist mit einer Art Rechen am Muschel sammeln, was Eva´s Aufmerksamkeit erregt hatte. Diese verwenden Sie dann für Spaghetti di Mare. Später bemerke ich einen "gravierenden" Nachteil, unser 3 Stick für Internet funktioniert hier leider nicht!
5. Tag (Tageskilometer 266) Wir verlassen den schönen Strand, tanken noch Wasser und wollen heute noch nach Sizilien. Eingabe ins Navi lautete REGGIO DI CALABRIA (392km). Unser Problem ist noch die volle WC Kassette (Manu und ich haben Durchfall) und der Tankstellenstreik, aber beides löste sich bald. Auch heute sehen wir kaum geschlossene Tankstellen. Bei MONTALBANO fahren wir noch zu einem Penny Markt und füllen unsere Vorräte auf. Klemens und ich schlendern durch einen Trödlermarkt.
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Um 11.45 Uhr verlassen wir die Region BASILIKATO und kommen endlich nach Kalabrien. Wir nehmen dann die Abfahrt FALERNA und suchen einen Badeplatz. In der Ortschaft NOCERA SCALO finden wir einen schönen Sandstrand. N 39.01657° O 16.11190° Gerade als wir baden gehen wollen hat sich ein Alfa Romeo im tiefen Sand eingegraben. Ich entschließe mich kurzer Hand zu helfen und schaffe es tatsächlich mit einem kräftigen Ruck den netten Italiener aus seiner Lage zu befreien. Dann kann auch ich endlich meinen verschwitzen Body abkühlen. Das Meer ist sehr unruhig und wir haben eine Menge Spaß in den Wellen.
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Es wäre hier sicherlich problemlos zu übernachten, wir wollen aber weiter. Der Weg ist unser Ziel, deshalb verschieben wir die Überfahrt nach Sizilien auf morgen. Unser neues Ziel lautet TROPEA! *gg* Die A13 ist hier in Kalabrien gratis, was uns natürlich besonders freut und auch landschaftlich ist es hier sehr schön. Wir nehmen die Abfahrt PIZZO und rollen weiter nach TROPEA. Dann wird es bald sehr eng, eigentlich abenteuerlich die Durchfahrt durch die Altstadt.
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Das Tagesabenteuer kam aber erst in TROPEA. Die Abfahrt zum Porto war für LKW über 8m gesperrt. Naja, die habe ich mit Hänger auch, aber ich bin ja kein LKW *gg*! Also runter geht's, schon bei der ersten Haarnadelkurve konnte ich wegen Gegenverkehr die Kurve nicht so anfahren wie ich das gerne getan hätte. Ich stand bei der Leitschiene an, der Hänger fast 90° hinter mir. Ich sprang aus dem Wagen hängte bergab den Hänger ab, was nur durch die Hilfe von Klemens möglich war. Dann mal abwarten bis sich der Stau aufgelöst hatte und mit dem WoMo wieder vor den Hänger gefahren. Als ich ausstieg um den Hänger wieder anzukuppeln blieb ich mit meiner Hose an der Handbremse hängen und löste diese. Mein WoMo rollte bergab. Klemens wollte auf der Beifahrerseite aufspringen aber ich schaffte es noch ins Führerhaus zu kommen und die Handbremse wieder anzuziehen. Na bumm, das wär's beinahe gewesen! Mir schlottern jetzt noch die Knie! Eine alte Italienerin meinte dann zu Eva, auf keinen Fall weiter zu fahren! Eva stieg nicht mehr ins WoMo, also fuhr ich alleine hinunter zum Hafen.
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Die nächste Kehre konnte ich dann ohne Gegenverkehr ganz außen anfahren und schaffte es in einem Zug. Unten parkte ich dann ein und erholte mich mal von dem Schock. Leider ist hier das Halten von Wohnmobilen verboten. Weiter vorne sah Klemens dann ein Parkplatzschild und fuhr dahin um Infos einzuholen. Das war eine gute Idee! Für 15 EUR inkl. Strom/Duschen stehen wir jetzt Mutterseelen alleine im Stadion von Tropea. Damit ist zwar mein Ziel keinen offiziellen Stellplatz anzufahren nicht mehr erreichbar, aber "what shalls", wer steht schon im Stadion von TROPEA! *gg* N 38.67942° O 15.90474 Dieses ca. 40 m hoch gelegene malerische Örtchen am Tyrrhenischen Meer zählt mit seinen vielen kleinen Buchten, weißen Sandstränden und dem kristallklaren zu einem der schönsten Orte an der italienischen Mittelmeerküste in Kalabrien. Es liegt direkt am bekannten Capo Vaticano. Postkartenverdächtig ist auch die Sicht aus der Altstadt auf das türkisblaue Meer und die Wallfahrtskirche Santa Maria dell´Isola.
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Keine 100m vom Stadion ist der Hausstrand, welchen wir dann auch gleich nützen! Jetzt sind wir frisch geduscht und werden die Stadt erkunden. Soweit wir bisher sehen konnten geht es hunderte Stiegen außen die alte Stadtmauer hoch, na Bravo! Es sind genau 206 Stufen als wir keuchend oben ankamen. Aber es war den Aufstieg wert!
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Eine tolle Stadt mit typischem italienischem Flair. Zahlreiche Cafés, kleine Geschäfte und verwinkelte Gassen laden zum Flanieren und Verweilen ein. An einem klaren Tag (natürlich nicht in der Nacht *gg*) reicht die Sicht von Tropea aus sogar bis nach Sizilien.
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Überall Lokale, deren Preise für Speis und Trank nicht schreckten. Pizzen zwischen 5 und 8 EUR, Fisch und Kalamari zwischen 8-10 EUR. Ein Becher mit 3 Wunschsorten leckerem Eis kostete nur 3,5 EUR und Bier welches in Italien normalerweise empfindlich teuer ist sahen wir um 2 EUR. Es war nicht leicht bei dieser Vielfalt an Lokalen eines auszuwählen. Wir trafen dann aber glaube ich eine gute Wahl. Auf jeden Fall ein heißer Tipp, diese Stadt sollte man auf keinen Fall verpassen!
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Sodale, jetzt ist es schon nach 3.00 Uhr früh, ich hau mich jetzt in die Heia. Bevor es morgen weiter geht nach Sizilien werde ich am Vormittag mit dem Roller nochmals zur Stadt hoch fahren um am Tageslicht zu fotografieren denn die Wallfahrtskirche Santa Maria dell´Isola konnten wir heute nicht mehr sehen! Noch ein Schlusswort, bis heute haben wir knapp über 2000km gefahren und unsere Wohnmobile schnurren wie zufriedene Kätzchen!
6. Tag (Tageskilometer 178km) Wie gestern angekündigt mache ich heute mit dem Roller die Gegend unsicher, Klemens ist mit dabei. Zuerst fahren wir hoch in die Altstadt Tropea´s um zu schönen Aufnahmen bei Tag zu kommen. Auch die Haarnadelkurve die mir fast zum Verhängnis wurde inspizierte ich nochmal. Folgende Bilder zeigen Euch Tropea bei Tag (Bilder im Großformat könnt Ihr in meiner Bildgalerie im Forum ansehen).
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Unweit des Zentrums befindet sich die auf einem Felsen gelegene Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola. Dann fuhren wir per Roller das Capo Vatikano ab. Dabei wurde der Sprit knapp, aber wir konnten noch rechtzeitig eine Tankstelle erreichen. Dann ging es steil zur Küste hinunter. Ein Blick auf ein riesiges Hotelareal mit traumhafter Anlage öffnete sich uns. Auch einigen "Tierchen" begegneten wir.
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Wenn man an dem Club links vorbei fährt kommt man an einen Campingplatz der meiner Meinung nach sehr schön liegt und einen Traumstrand hat. LA SCOGLIERA in San Nicolo di Ricardi am Capo Vaticano. Der Platz hat einen Traumstrand mit türkisblauem Meer gegenüber Äolischen Inseln. Diesen Platz können wir für entspannende Tage sehr gut empfehlen.
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Um ca. 15.00 Uhr bezahlen wir 15 EUR im Forza Tropea Stadion und fahren Richtung Sizilien. Unsere Navi´s spielten wieder einige male verrückt und die Routenführung steil über Berge lässt es uns einige male verzweifeln. Über Klaus bekomme ich von Hartmut noch die Koordinaten des Abfahrthafens in Villa San Giovanni, diese führen uns bis fast zur Kasse. Wir bezahlen 80 EUR (Klemens ohne Hänger 65EUR) für die Hin/Rückfahrt und müssen nur wenige Minuten warten bis wir auf das Schiff fahren können.
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Es ist 19.30 Uhr und 45 Minuten später fahren wir in MESSINA an Land. Der Hafen und die Stadt ist ein einziges Verkehrschaos und wir sind froh das wir diese Gegend hinter uns brachten.
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Dann überraschte uns die Finsternis und so konnte ich mit meinem Auge nicht die Küste nach einem interessanten Platzerl am Meer Ausschau halten, welche laut diversen Reiseberichten hier sowieso noch nicht zu finden sind. Also nehme ich mein schlaues Bücherl aus der WOMO Reihe zur Hand, diesmal leider nicht von Schulz sondern von Hubert&Gudrun Kügler. Ein Badeplätzchen in SAN MARCO wählen wir aus. N 37.80013° O 15.24679° Als wir dort ankamen war es bereits 23.45 Uhr. Nun der Sandstrand ist weit weg, aber als Übernachtungsplatz eignet er sich. Hundemüde schmissen wir uns nach einer kleinen Jause ins Bett. Plötzlich ertönte laute Technomusik und die Pkw´s um uns wurden immer mehr. Gegen 2.00 Uhr früh klopfte ich bei Klemens und fragte ob wir weiter fahren. Die Beiden waren einverstanden, denn als wäre die laute Musik (kann man das so nennen?) nicht genug fressen uns auch noch die Gelsen auf. Wir fahren nach unserer ÖCT Liste einen Stellplatz in RIPOSTO (14km) an. Im nächtlichen TAORMINA (Küste) und verfranzen uns dank IGO wieder mal. Ich muss mal wieder den Hänger abhängen, worin ich seit diesem Urlaub mittlerweile Routine habe. Der Platz bietet Ver/Entsorgung ist aber total vermüllt. N 37.72079° O 15.21419° Egal wir schlafen hier, denn an ein Weiterfahren wollten wir um 3.00 Uhr früh nicht mehr denken. Gute Nacht!
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7.Tag (Tageskilometer 160km) Wir verlassen den ekeligen Platz ohne Bademöglichkeit und finden in der Nähe einen kommerziellen Stellplatz ohne Ver/Entsorgung, der jedoch nicht vermüllt ist. Stellplatz RIPOSTO N 37.70785° O 15.21577°. Der Platz ist gratis, gepflegt und man hat Sicht auf den ÄTNA.
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Wir fahren weiter in Richtung CATANIA, auch dort dasselbe Bild wie in Messina. Verkehrschaos pur und es sieht aus wie in den Slums. Diese Stadt wurde bereits 7x vom Ätna zerstört und wieder aufgebaut. Das Wahrzeichen ist der LAVAELEFANT. An eine Besichtigung war bei dieser Hitze nicht zu denken, wir wollen ans Meer. Was man hier aber nicht kann. Der Lido von CATANIA ist mit hunderten PKW´s zugeparkt und millionen Menschen entlang des Kilometer langen Strand, welcher auch keinen "wilden" Zugang hat. Nichts wie weg hier.
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Wir wollen unser Glück in Augusta versuchen, einer Landzunge die ins Meer geht. Diesmal ein Tipp von Womonet. Aber die Koordinaten enden in einer Einbahn mitten in der Stadt. Ich darf mal wieder den Hänger abhängen um zurück fahren zu können. Schön langsam reicht's uns allen! Ich schalte das Navi aus und will meine Spürnase einsetzen und erkundete die weiteren Küstenabschnitte. Aber keine Chance, überall wo es Sandstrände gibt ist alles verbaut uns Massentourismus. Wir sind schon nahe am verzweifeln und denken drüber nach ob die Überfahrt auf Sizilien die richtige Entscheidung war! Ich war heute schon soweit meine Prinzipien zu brechen und einen Campingplatz anzufahren. Aber 37 EUR für einen ** mit nur 100m überfüllten Strand akzeptierten wir dann doch nicht.
Es ist bereits 17.00 Uhr als wir in Calabernardo dann endlich fündig werden. Ein kleiner Familienstrand mit Sand und Felsen. Keine VER/ENT. N 36.87544° O 15.13761° Endlich, hier schlagen wir unsere "Zelte" auf. Als erstes kühlen wir unsere verschwitzten Körper im glasklaren Meer. Hier bleiben wir also mal bis morgen. Die Temperatur ist angenehm, dank des Windes. Aber der Wind bringt noch etwas, Schwefelgeruch. Hier riecht es teilweise wie im Heilbad Bük (Ungarn). Hier mündet ein Fluss im Meer. Dieser kommt vom Ätna und führt Schwefel mit. Am Fluss selbst kann man das sehr stark riechen, aber auch im WoMo riecht man es.
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8.Tag (Tageskilometer mit dem Roller 25km) Wir haben endlich mal ausgedehnt und ruhig schlafen können! Vorerst ist mal rasten und entspannen angesagt um die Anstrengungen der letzten Tage zu verdauen! Naja, den ganzen Tag faul rumliegen, das ist wie Ihr wisst nicht meines. Ich hole den Roller vom Hänger und erkunde die Gegend. Unweit unseres Platzes kann ich noch einen Stellplatz entdecken. N 36,52.1549` O 15,8.2357` Hier ist Platz für max. 3 Wohnmobile. Hafenrestaurant in 250m. Ich fahre dann weiter in das Städtchen NOTO und düse durch die Gassen. Nette Gebäude kann man dazwischen immer wieder finden, der Stand selbst gefällt mir nicht.
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Dann fahre ich hoch in die Berge, nach AVOLA ANTICA, einem wunderschönen Hügel mit Blick auf das Naturschutzgebiet von Cava Grande del Cassibile. Das Avola Antica befindet sich zwischen den wichtigen Städten von Noto und Syrakus an der Küste Riviera Barocca. Avola ist auch bekannt für die Produktion von Mandeln und dem Traubenwein nero d’Avola.
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Steil geht es die Serpentinen hoch und die Ausblicke werden immer schöner. Es dürfte auch um 2-3 Grad kühler sein. Einfach geil diese Landschaft hier. Dank des Statives kann ich auch für Bilder mit mir selbst sorgen, denn sonst ist hier niemand.
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Ich komme an Höhlenhäuser vorbei die ich natürlich auch näher inspiziere. Durch die dicken Felsmauern dürften es die früheren Bewohner sicherlich sehr Kühl im Sommer und kuschelig warm im Winter gehabt haben. Ich klettere soweit wie möglich ins innere der Höhlenräume.
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Nach einigen Kilometer komme ich dann oben in AVOLA ANTICA an. Leider zeigt meine Spritnadel wieder fast leer an, so das ich mich nicht weiter in das Hinterland fahren traue, zu groß ist die Angst vor einem leeren Tank. Also genieße ich bei einer Zigarette die Aussicht und mache noch ein paar Bilder, bevor ich mich dann auf den Rückweg mache.
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9.Tag (Tageskilometer 86km) Heute steht Kultur am Tagesprogramm, deshalb stehen wir schon etwas früher auf und prodeln nicht lange herum. Wir verlassen CALABERNARDO um 10.00 Uhr. In AVOLA erspähe ich noch einen Wasserhahn, den wir schon dringend brauchen. N 36.90433° O 15.13701°. Auch Obst,Gemüse und Brot kaufen wir hier gleich ein.
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Wir rollen dann etwas über 30km zurück nach SIRACUSA. Die Stadt ist eine der bedeutungsvollsten und historischen Städte auf Sizilien. Die Stadt befindet sich an der südöstlichen Küste der Insel und ist als Perle der Griechen bekannt geworden. Im 2. Jahrhundert vor Christus wurde hier Weltgeschichte geschrieben, als die Stadt zwischen die Fronten des punischen Krieges geriet. Bei der endgültigen Eroberung durch die Römer wurde auch Archimedes, der berühmteste Bürger von Syrakus und Mathematiker von Weltrang, getötet. Dort soll es laut Reiseführer eine archäologische Ausgrabungsstätte geben. Der Verkehr in der Stadt ist wie üblich schlimm. Kurz vor dem Eingang zu den Ausgrabungen winkt uns ein Junge zu einem Stellplatz. Kosten pro Stunde 2,00 EUR und bis 19.00 Uhr geöffnet. Wir stellen unsere WoMo´s in den Schatten und ziehen bei 31° im Schatten los.
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Im westlichen Teil von Syrakus findet man den archäologischen Park von Neapoli (Parco Archeologico della Neapoli) mit dem griechischen Theater, der Altar des Hieron, das römische Amphitheater sowie das Ohr des Dionysius (Orecchio di Dionisio) eine in den Felsen geschlagene Grotte die einem Ohr ähnlich sieht. Nach ca. 100m vom Parkplatz entfernt erreichen wir den Eingang zum Archäologischen Park von Syrakus. Die Kasse ist leider zur Zeit am anderen Ende, Manu übernimmt das für uns und besorgt die Eintrittskarten (8 EUR p. Person, Sanja ist frei).
Wir beginnen unseren Rundgang mit dem römischen Amphitheater, welches noch erstaunlich gut erhalten ist. Das Bauwerk mit elliptischem Grundriss ist das dritt größte nach Rom und Verona. Die Arena ist durch ein hohes Podium eingefasst, auf diesem liegt die erste Reihe der Stufen für die Zuschauer. Der obere Ring war durch einen Säulengang gekrönt, von dem heute noch einige Säulen stehen.
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Nach einer kurzen Rast gehen wir weiter durch den wunderschön naturbelassenen Park. Klemens witzelt einmal, hier sehe es teilweise wie aus der Filmkulisse Jurissic Park aus. Ich muss sagen das diese Definition tatsächlich zutrifft. Wir wandern dann weiter zum Teatro Greco, das zu den größten der Antike zählt.
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Weiter oben erreichen wir die Latomia del Paradiso, ein allerdings eher höllischer Ort wenn man der Geschichte lauscht welche uns Manu aus Ihrem Reiseführer vorliest. Ein Steinbruch, in dem Sklaven und Kriegsgefangene unter Tage arbeiteten und der auch als Gefängnis benutzt wurde. Diese Zellen sind bis heute gut erhalten und wir nutzen sie für kühlende Ruhepausen nützen.
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Weiter gehts zum nächsten Höhepunkt, Dem „Ohr des Dionysios“. Es ist eine künstliche, in den Fels gehauene Höhle. Sie ist etwa 64 m lang, über 20 m hoch und bis zu 11 m breit. Beachtlich ist die Akustik dieser Höhle. (Testvideo aus dem Internet. An dieser Stelle folgt später mein Video einer Gesangsdarbietung) Dionysios war ein mächtiger Tyrann und machte Syrakus zur größten Stadt und gewaltigsten Festung der damaligen griechischen Welt. Diese Höhle wurde in der griechischen Antike angelegt und hat die akustische Merkwürdigkeit, dass auch sehr leise gesprochene Worte von einer am Eingang stehenden Person vernommen werden. Die Klänge werden circa 16fach verstärkt. Es wird erzählt, der griechische Tyrann Dionysios habe dort Gespräche von Gefangenen belauscht. Und wehe dem der ein falsches Wort in den Mund nahm!
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Unser TIPP: Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle zumal man mehrere Stunden dort verweilen kann und sich in alte Zeiten zurückversetzt fühlt, und dort alles in mitten der Natur anzutreffen ist. Nach diesen Erlebnissen verlassen wir den Park in Syracus und stärken uns außerhalb mit getoasteten Brötchen und leckerem Eis. Eigentlich haben wir schon müde Beine und die Hitze schafft uns auch. Trotzdem wandern wir noch in die Stadt um die Kirche santuario madonna delle lacrime zu besichtigen. Die Kirche wurde ab dem Jahre 1994 erbaut. Die zu deutsch 'Heiligtum der heiligen Jungfrau der Tränen' genannte Wallfahrtskirche ist knapp 75 Meter hoch. Beachtlich ist, dass der Bau aus Spannbeton gefertigt wurde. Damit setzt er sich deutlich gegenüber den anderen Kirchen in der Stadt ab. Auch im Inneren ist die eher karge Einrichtung ein deutlicher Widerspruch zu den anderen Gotteshäusern in der Region. Ein Teil wird gerade renoviert und ist eingerüstet.
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Geschafft kommen wir nach mehr als 3 Stunden zu den WoMo´s zurück, bezahlen 6 EUR und nehmen die Autobahn Richtung GELA. An der Ausfahrt ROSOLINI verlassen wir die gratis (noch!) Autostrada Richtung Ragusa. Hier tanken wir Diesel für die WoMo´s und Benzin für Roller und Generator! Nach weiteren 4km biegen wir ab nach PACHINI. Dort rollen wir nach dem kulturellen Abstecher an einem feinen Dünensandstrand direkt am Meer in POZZALLO aus und lassen diesen wunderbaren, erlebnisreichen Tag ausklingen. N 36.72657° O 14.90687° Zum Abendessen bestellen wir in der nahen Pizzeria 5x Pizza und genießen diese mit Blick auf das Meer bei unseren Wohnmobilen. Mit Sanja am Sozius erkunde ich noch die Stadt, dort gibt es alles was man so braucht. Wir kaufen Zigaretten und einige Päckchen Panne für die Sauce. Sanja strahlt am ganzen Gesicht, es ist Ihre erste Rollerfahrt und Sie findet das cruisen total cool! *gg* Somit geht ein weiterer Tag unseres wunderschönen Abenteuerurlaub zu Ende. Hat ich anfangs noch meine Zweifel ob Italien das richtige Reiseziel gewesen ist, sind diese jetzt komplett verflogen! Ich hätte es bitter bereut heuer wieder nach Griechenland zu fahren!
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10.Tag (Mit Roller 15km)) Eigentlich wollten wir heut bald weiter fahren. Aber Sanja erbricht seit gestern Abend, heute ist Durchfall dazu gekommen. Allerlei von zu Hause mitgebrachte Medikamente helfen nicht. Um 8.00 Uhr morgen ist Manu&Klemens dann mit Ihr zum Arzt gefahren. Wir warten hier und sind guter Hoffnung dass es kein schlimmer Virus ist. Denn gestern konnten wir beim Besuch der Ausgrabungsstätte mitten im Lokal ein kleines Mädchen am Nebentisch beobachten welches von einer Sekunde auf die andere zu Erbrechen begann!
Wussi´s sind mit dem "Krankensessel" Sanja eben wieder vorgefahren. Es ist eine Irrfahrt wenn man hier krank ist. Beim Arztbesuch wird die E-Card nicht akzeptiert! Man muss nach erfolgter Behandlung zur Post (und nur dahin!) einen Erlagschein einzahlen (bei Sanja waren es 15 EUR). Dieser muss dann beim Arzt vorgezeigt werden (mache ich dann per Roller mit Klemens). In der Apotheke haben Sie dann für 3 verschriebene Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen 14 EUR bezahlt.
Sanja geht es inzwischen scheinbar besser, bricht nicht mehr ist aber noch leicht grün im Gesicht. Wir werden jetzt den weiteren Verlauf abwarten und entweder noch heute weiterfahren oder erst morgen. Weitere Fixpunkte auf unserer Reise sind noch AGRIGENTO, SELENUNTE, TAORMINA und der ÄTNA. Dazwischen noch viele male baden!
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Gegen Mittag fahre ich mit Klemens in die Stadt POZZALLO um die restlichen Medikamente zu besorgen und dem Arzt den Beleg der Einzahlung zu bringen. GPS Daten der Medical Center N 36.73493° O 14.85562° Ich nutze die unfreiwillige Fahrpause und schaue mir den Sosta Camper direkt am Ortsbeginn von POZZALLO. Ich begrüße den freundlichen Chef und erzähle Ihm vom ÖCT und die Aufzeichnungen für unsere Camperfreunde. Er ist begeistert und ladet uns auf einen Espresso ein. Noch läuft die Nebensaison und die Nacht kostet nur 12 EUR, ab August dann 15 EUR mit Strom, Ver/Ent und einem schönen Sandstrand. Der Platz ist nett und man findet überall schatten spendende Pinienbäume vor. GPS N 36.73134° O 14.86234° Diesen Platz können wir für diejenigen welche nicht gern freistehen und keinen 5 Sterne CP Platz brauchen ohne Bedenken weiter empfehlen.
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In weiterer Folge erkunden wir dann noch die Innenstadt. Pozzallo liegt 30 km südöstlich von Ragusa direkt an der Küste des Mittelmeers. Wir fahren durch die Gassen. Klemens meint ich hätte mich inzwischen an den Fahrstil der Italiener angepasst. Auch per Roller kann ich manchmal nicht auf Fahrverbote halten und im Stau vordrängeln finde ich echt lustig! *gg* Ich besorge mir dann einen 5L Reservekanister, beim alten habe ich leider den Verschluss verloren.
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Nun haben wir unsere Rollertour beendet und warten weiter ab wie bei Sanja die Medikamente wirken. Erst dann entscheiden wir ob wir noch heute oder erst morgen unsere Tour fortsetzen können!
11.Tag (167km) Sanja geht es bereits wieder besser und wir können unsere Reise fortsetzen. Unser nächstes Ziel ist AGRIGENTO. Wir fahren um 9.00 Uhr weiter. Die Insel wirkt zu Beginn noch sehr fruchtbar, wird dann aber zunehmend karger. In VITORIA erspäht Klemens eine Wasserstelle, eigentlich kaum zu übersehen. Gleich 6 Wasserhähne mit frischem Wasser stehen hier zum auffüllen unserer leeren Wassertanks zur Verfügung. Das hier auch die Einheimischen Ihre Wasserflaschen und Kanister füllen zeigt von der Qualität. GPS N36.95837° O 14.55265°.
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In weiterer Folge kommen wir in die Stadt GELA. Schon am Stadtrand schaut uns diese Stadt nicht gut an. Eine riesige Gasfabrik verbreitet hier einen penetranten Geruch. Auch die Innenstadt selbst gibt meiner Meinung nach nichts her. Aber wer Geld benötig kann hier an diversen Bankomaten für Nachschub sorgen. Auch Einkaufmöglichkeiten gibt es hier genug, was wir auch tun. Da die ersten 2 Tage unser Kühlschrank nicht wirklich gut funktioniert hat, mussten wir schon einmal Fleisch den wilden Hunden füttern. Da aber seither mit dem Kühli alles in Ordnung ist riskieren wir erneut Grillabend.
Auf der weiteren Fahrt kommen wir m CASTELLO FALCONARA vorbei. Leider ist das alte Gebäude mittlerweile in privater Hand und wir können es nur von der Ferne ansehen. Weiter geht's dann zu einem Stellplatz von der Familie Kügler in der MARINA DI PALMA. GPS N 37.16705° O 13.73035°. Hier gefällt es uns aber gar nicht. Kein idealer Badeplatz! Zum übernachten einen Tag vor dem Besuch der Ausgrabungen in AGRIGENTO aber durchaus geeignet.
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Wir sind aber noch zeitig dran und wollen noch baden. Ich verlasse mich dann wieder auf meine Spürnase und fahre ein Stück unseres Weges zurück. Finde dann eine Abzweigung Richtung Küste. Von hoch oben erspähe ich ein wunderschönes Platzer´l mit einigen Badebuchten. Es geht steil eine schmale Teerpiste zum Meer hinunter. Am Ende kann man sich dann bei einer Schotterpiste nach rechts oder links entscheiden. Wir entscheiden uns für rechts und rollen dann keine150m weiter aus. Wir stehen oberhalb einer idyllischen Sandbucht mit malerischen Felsen. Über eine Stiege mit ganz wenigen Stufen erreicht man die kleine Bucht mit herrlichem Wasser. Hier bleiben wir bis morgen. GPS N 37.14580° O 13. 81739° Dieser Platz befindet sich in der Nähe von PALMA DI MONTECHIARO und bietet keine VER/ENT oder sonstigen Komfort. Bevor man also hier her fährt sollte Wasser gebunkert und die Toilette leer sein!
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Nachdem ich einige Runden geschwommen bin, gebe ich noch im Forum unseren derzeitigen Aufenthalt bekannt. Ein Einheimischer der direkt sein Haus hinter uns hat erzählt mir in gutem Deutsch, das dieser Ort als Kulisse im Film "Der Leopard" diente. Dann nehme ich den Roller vom Hänger und erkunde die nähere Umgebung. Man findet entlang dieser Küste noch mehrere Badebuchten, aber die sind alle sehr überfüllt. Ich beobachte noch die Skysurfer und fahre dann steil in eine kleine Ortschaft hinauf. Eine kleine Kirche mit Wehrturm ist das einzige was hier sehenswert ist. Achja, meine Neugier erregte dann noch ein Wohnhaus welches scheinbar nach einem Erdbeben auseinander gebrochen ist, vielleicht aber auch ein normaler Abbruch. Man sieht noch die diversen Einrichtungsgegenstände, aber die ehemaligen Bewohner wurden mittlerweile durch Tauben abgelöst!
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Das war also unser heutiger Tag den wir hier an diesem idyllischen Platzerl mit einem gemütlichen Grillabend unten am Wasser beenden werden. Dazwischen relaxen, denn morgen ist wieder Kultur angesagt. Am Abend gesellt sich noch Pedro zu uns. Wir erfahren viel zu der Geschichte Siziliens, über Mafia und Berlusconi. Auch das Rätsel um das eingestürzte Haus kann er lüften. Ein Statikfehler eines Baumeisters war dran schuld. 2 Rumänen mussten dabei Ihr Leben lassen, der Baumeister sitzt in Haft!
12.Tag (Tageskilometer 156km) Heute Nacht hat es Eva mit den selben Symptomen wie Sanja erwischt. Erbrechen und starker Durchfall. Auch Manu und ich leiden an Durchfall und Schweißausbrüchen! Am Vormittag beginnt dann auch noch Klemens und kotzt was das Zeug hält. Scheinbar sind wir hier einem Virus erlegen. Möglicherweise das Wasser in unserem Tank welches wir aber nur zum Duschen und für Kaffee verwenden!? Dennoch halten ich mit Eva vorerst mal an unserem nächsten Etappenziel fest, wir fahren weiter zu den berühmten Ausgrabungen in AGRIGENTO. Wussi´s fahren wollen weiter in Richtung Selinunte. Am Abend wollen wir uns dann zusammen rufen.
Nach knapp 30km kommen wir in AGRIGENTO an. Schon aus der Ferne sieht man die größten Tempel dieser Ausgrabungsstätte. Wir befolgen den Tipp von Tipp von Hartmut und stellen uns auf den Parkplatz beim Hintereingang. N 37.29014° O 13.60018° Kosten für Parkplatz 5 EUR, Eintritt ohne Museum 8 EUR. Da es Eva sehr schlecht geht bleibt Sie im WoMo und ich werde versuchen so schnell wie möglich die Besichtigung hinter mich zu bringen.
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Die archäologischen Stätten von Agrigento südlich des heutigen Stadtkerns von Agrigento gehören zu den eindrucksvollsten archäologischen Fundplätzen auf Sizilien. Sie zeigen vor allem die Überreste von Akragas, einer der bedeutendsten antiken griechischen Städte auf Sizilien. Die teilweise noch sehr gut erhaltenen griechischen Tempel zeugen von der Größe, Macht und kulturellen Hochblüte der damaligen griechischen Stadt. Die Bezeichnung „Tal der Tempel“ wird oft auch allgemein für die gesamten archäologischen Stätten von Agrigent verwendet. Der Concordiatempel zählt zu den am besten erhaltenen Tempeln der griechischen Antike überhaupt. 1997 erklärte die UNESCO die archäologischen Stätten von Agrigent zum Weltkulturerbe. Folgende Bilder habe ich auf meinem ca. 2km Rundgang bei 33° im Schatten geschossen. Die Besichtigung dieser Ausgrabungsstätte ist meines Erachtens ein Muss für jeden Sizilien Urlauber. Der Park ist fast zur Gänze Rollstuhl und Kinderwagengerecht angelegt und wunderschön Natur belassen.
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Tempio di Giunone (Heratempel)
Der Tempel der Hera (oder Juno) ist gegen 470 v.Chr. erbaut worden, aber 406 von den Karthagern niedergebrannt worden. An den Mauern der Cella, des Raums, wo das Götterbild aufgestellt gewesen war, kann man übrigens noch immer Rußspuren sehen. Wenn auch der Tempel nicht vollkommenen erhalten ist, so sind doch die Säulenreihen des Pronaos wie auch die des Opisthodomos und der Cella gut erhalten. Ein Opisthodomo ist der hintere Teil des Tempels, der dem Pronaos gegenüberliegt.
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Acrolsoli Bizantini
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Tempio dela Concordia
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Diverse Säulen und Steinreste
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Nach 2km Rundmarsch bei brütender Hitze kam ich zurück zum WoMo. Eva lag auf der Dinette es war Ihr immer noch nicht besser. Ich gab unseren nächsten Fixpunkt, SELILUNTE ins Navi ein. Etwas mehr als 80km lagen noch vor uns. Ich versuchte per Internet und Telefon unsere Freunde zu erreichen, aber es gelang mir nicht. Nach einem Abzweiger zur Küste folgte eine wunderbare Abenteuerfahrt über die Berge Siziliens. Hier einige Landschaftsbilder dieser Region Siziliens.
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Bei MENFI kamen wir über das Innenland wieder an die Küste und suchten eine Übernachtungsstelle in der Nähe von Selinunte am Meer. Als erstes versuchten wir es bei PORTO PALO. Hier war aber für unseren Geschmack zuviel Trubel und für meine kranke Eva auch kein Schatten. Ich erinnerte mich an einen Wegweiser LIDO FIORI und kehrte. Bei einer Gabelung hielten wir uns rechts und fuhren die Stichstraße zum Meer hinunter. Leider war auch hier viel los und kaum Parkmöglichkeit in der Sackgasse. Aber Eva ging es immer schlechter und Sie wollte nicht mehr weiter fahren. Ich ging baden, der Strand ist sehr schön und das Wasser türkisblau- Ich lernte einen Deutschen kennen der hier schon seit Dezember mit seinem La Strada stand. Stellplatz LIDO FIORI Keine Ver/Ent N 37.57498° O 12.93498°
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Zurück bei Eva wollte Sie nun doch weg von hier. Wir beschlossen gleich direkt in SELINUNTE nach einem Platzerl zu suchen, von wo aus wir morgen die Ausgrabungen besuchen wollten. Der offizielle Parkplatz der Ausgrabungen ist kostenpflichtig, also stellten wir uns unweit davon auf einen gebührenfreien Parkplatz unter einen schattenspenden Baum. N 37.58344° O 12.83794° Hier hatte ich dann Gott sei Dank per Telefon Kontakt mit Manu. Die drei stehen auf einem Sosta Campingplatz und die Auswirkungen unseres Virus sind mittlerweile auch auf Klemens über gegriffen. Wir vereinbaren für morgen früh ein weiteres Telefon und die drei entscheiden dann ob Sie fit für SELINUNTE sind. Ich packe mein Laptop aus und beginne von diesem aufregenden Tag zu schreiben. Es war drückend heiß und auch der Verkehr mit jugendlichen Rollerfahrern wurde immer stärker. Plötzlich wollte Eva hier schnell weg, nun doch wieder ans Meer!
Wir fuhren etwas zurück und dann weitere 25km rollten wir in einem kleinen Fischerdorf direkt am Meer aus. Stellplatz Baja del Faro (keine Ver/Ent) N 37.56911° O 12.66043° Schon als wir die Türen öffneten fiel uns auf, das es dank der Meeresbrise hier um einige Grad kühler war als in der Stadt. Danke mein Schatz, Deine Entscheidung war goldrichtig! Ich testet dann den Strand, aber meines Erachtens ist es hier nicht wirklich zum baden. Das war uns aber egal, es war mittlerweile 20.00 Uhr und wir konnten mit ausgestreckten Beinen einen wunderschönen Sonnenuntergang mit erleben.
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13.Tag (Tageskilometer 369km) Nach einer sehr ruhigen und einsamen Nacht geht es Eva heute wieder gut. Das merkt man an Ihrem Gemeckere! *gg*Auch mein Durchfall ist mittlerweile am abklingen. Um 9.30 Uhr erreicht uns dann der erlösende Anruf unserer Freunde, auch bin Ihnen wieder alles im grünen Bereich. Wir vereinbaren einen Treffpunkt um 10.30 Uhr am Parkplatz in SELINUNTE.
Ausgrabungsstätte von Selinunte
Selinunte befindet sich nahe der Südküste im westlichen Teil Siziliens und ist eine der größten archäologischen Ausgrabungsstätte in Europa. Der antike Name dieser Stadt lautete Selinon, was soviel wie wild wachsende Petersilie bedeutet. Wahrscheinlich gab man Ihr den Namen weil in dieser Gegend die Wildpetersilie in verstärkter Form anzutreffen war.
Auf die Minute genau treffen wir dort ein. Der von mir irrtümlich beschriebene kostenpflichtige Parkplatz ist doch gratis, also stellen wir uns hier hin. N 37.58413° O 12.83738. Wir heben noch vom Bankomaten Geld ab und lösen die Tickets für den archäologischen Park (6 EUR p. Person). Für weitere 6 EUR p. Person lösen wir einen Sitzplatz in einem der Golfwagerl die uns dann durch das weitläufige Gelände führen. Bei den Hauptattraktionen, dem Heratempel und der Akropolis haben wir dann immer 30 Minuten Zeit zum Staunen und fotografieren. Wir empfehlen dringend diese fahrbare Möglichkeit zu nutzen, denn zu Fuß und bei der Hitze ein schier unüberwindbares Vorhaben.
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Auf dem Osthügel, einem Hügel im Osten der Akropolis, der seinerzeit der am dichtesten besiedelte Teil der Stadt war, befinden sich Reste von 12 Tempeln aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr., darunter der vermutlich der Göttin Hera geweihte Tempel „E“ (um 460-450 v. Chr.), der auf zwei Vorläuferbauten steht und als dorischer Peripteros (6 mal 15 Säulen) restauriert wurde, sowie der um 520 v. Chr. begonnene und unvollendete Tempel „G“, der mit einer Grundfläche von 50 mal 110 Meter einer der größten griechischen Tempel ist. Im Schutt dieser Tempel fand man einen 70 t schweren Giebel. Es ist erstaunlich, wie man im 6. oder 5. Jahrhundert schon in der Lage war derart schwere Objekte millimetergenau in 20 m Höhe anzubringen.
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Die Akropolis
Im unteren Bereich der Akropolis wurden 5 Tempel errichtet von denen zum Teil nur Ruinen übrig geblieben sind. Einige Säulen der vielen Sakralbauten stehen noch und zeigen deutlich was für ein Aufwand dort betrieben wurde. Die Tempel dort haben keine Namen sondern sind mit Buchstaben gekennzeichnet da es so viele sind. Der Größte im Bereich der Akropolis ist der Sakralbau C de r zwischen 580 und 560 V. Chr. erbaut wurde. Er besitzt eine Länge von 63 m. und eine Breite von 24 Metern. Die Säulen sind mit 8,7 Metern höher als bei den meisten anderen Sakralbauten auf Sizilien.
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Weiter geht’s an unser nächstes Ziel, den ÄTNA. Um Zeit zu gewinnen und die über 300km lange Strecke vielleicht heute noch zu schaffen wählen wir diesmal die Autobahn (A29) Richtung Palermo. Die Strecke bietet trotz Autobahn schöne Blicke in die Gegend. PALERMO selbst ist eine Großstadt wie viele andere auch, hier stehen wir dann erstmals in diesem Urlaub auch im Stau. Nichts wie weg hier, war die einstimmige Meinung von uns allen. Aber bevor wir wieder durch das Landesinnere die Insel durchqueren suche ich uns noch einen Badeplatz. Bei CASTELDACCIA verlassen wir die Autobahn. Es ist nicht leicht hier an den Strand zu kommen, schaut so aus als hätte hier jedes Haus seinen privaten Strandzugang. Aber meine Spürnase lässt mich dann in eine schmale Gasse fahren. Es wird einige Male verdammt eng wegen geparkter Autos. Dann stehen wir in einer Sackgasse. Naja nicht ganz, eine holprige Staubpiste führt ins Nirgendwo. Wegen dem Hänger bin ich etwas vorsichtiger als normal und gehe erst mal zu Fuß weiter. Die holprige Piste endet tatsächlich am Strand! Ich latsche zurück und gebe grünes Licht. Ganz langsam, Loch um Loch und Stein um Stein geht es zwischen Bambussträuchern etwa 300m an den Strand. Nur eine italienische Familie ist zum Baden da. Nicht der Traumstrand da es mittlerweile Kies/Steinküste ist, aber herrlich um unsere verschwitzten Körper im glasklaren Wasser abzukühlen. Auch Übernachtung ist hier sicher möglich, aber für max. 2 WoMo´s. ACHTUNG, Zufahrt nur für abenteuerlustige, denn ohne Kratzer geht’s hier nicht.
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Die Besichtigung von CATANIA lassen wir aus und fahren gleich zum ÄTNA. Da ich beim Navi die Nebenstraßen aktiviert hatte, bekamen wir wieder Gassen zu Gesicht die bestimmt kein anderes WoMo noch gefahren ist! Auch steile und enge Gassen in Bergdörfer waren wieder dabei. *gg*
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Unser einziges Problem, der fast leere Wassertank. Aber in Motta Concetto erspäht Klemens doch noch einen Wasserhahn. N 37.59796° O 14.984980° . Dann geht es die Serpentinen den ÄTNA hoch, nicht sehr steil aber für mein untermotorisiertes Womo samt Hänger teilweise im ersten Gang. in 1250m Seehöhe gönnen wir uns und den Motoren eine kurze Rast. Ein herrlicher Ausblick ins nächtliche CATANIA hat man von hier. Um 22.15 Uhr errichten wir in 1900m Seehöhe den Parkplatz der Seilbahn. Mindestens 15 Wohnmobile standen schon da. N 37.69906° O15.00123°.
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14.Tag (Tageskilometer 104km)
Es war eine sehr windige (Sturmböen) und kühle Nacht in knapp 2000m. Erst jetzt im Tageslicht sehen wir die schwarze Landschaft rund um uns. Neben der Seilbahn führt die Piste für die Jeep´s hoch. Bei dem Wind werde ich wohl eher diese Variante vorziehen um auf den Ätna zu kommen. Unsere Freunde werden nach dem Frühstück mit Sanja in den ÄTNAPARK fahren, während ich (Eva will nicht mit hoch) eine geführte ÄTNA Tour machen werde. Ein kostspieliges Unterfangen, aber wer weiß ob ich hier jemals wieder herkomme.
Der Ätna
Der Vulkan war 2002 und 2003 das letzte Mal ausgebrochen. Dabei wurde fast das gesamte Touristenzentrum zerstört werden (hier stehen wir gerade), wobei die Talstation der Seilbahn selbst und ein Restaurant verschont bleiben. Mal sehen was mich heute erwartet. Ein bisschen mulmig ist mir schon und meinen Durchfall war ich auch noch nicht ganz los! Ich löse an der Kassa mein Ticket für Jeep bis ganz nach oben und mit der Seilbahn nach unten um 52 EUR. Die Seilbahn kostet 27 EUR (Berg/Talfahrt), aber diese endet in 2500m Höhe. Die Jeeps hingegen fahren bis zum Torre Filosofico in 2919m Höhe nach oben.
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Ich kann mich zufällig einer französischen Reisegruppe mit Führer anschließen und ergattere den begehrten Sitz neben dem Fahrer. Dann setzte sich der Superjeep in Bewegung und kriecht die steile Lavapiste nach oben. Nach einer halbstündigen und erlebnisreichen Fahrt kommen wir dann in knapp 3000m am Rifugio Alpino an. Wir sind jetzt genau 400m unter dem Zentralkrater. Erst mal tief durchatmen und die bizarre Landschaft bestaunen. Ein phantastischer Anblick, aus dem Zentralkrater dringt weißer Dampf, welcher giftige Schwefelgase enthält.
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Wir marschieren im Gänsemarsch hinter den Bergführer zu einem noch aktiven Krater auf der linken Seite, der Bocca Nuova. Ich stehe mit den Franzosen an einem notdürftig abgesperrten Flachstück mir erkalteter aber noch warmer Lava. Ich kann zwar kein Wort des Bergführers verstehen bin aber hin und weg von diesem Anblick. Es wehte sehr starker Wind, aber Jacke hätte ich nicht benötigt, hatte es doch immerhin ca. 17°.
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Es war schon gut, zeitig die Ätna Tour zu beginnen, denn als wir den Rundgang beendet hatten und uns zum Gruppenbild versammelten, donnerten wieder einige der großen, ca. 20 Menschen fassenden Jeeps mit Touristen hoch. Wir aber hatten unsere Bilder im Kasten und traten mit tollen Erlebnissen die Talfahrt an. Diesmal leider nicht bis ganz untern! Ich hatte da wohl was falsch verstanden, denn bei der Bergstation endete die Fahrt mit dem Jeep und den Rest musste ich dann mit der Seilbahn nach unten. Ihr könnt mir glauben, ich wäre liebend gerne zu Fuß gegangen aber das war mir einfach zu weit. Also setzte ich mich in eine der Kabinen ganz alleine. Die Türen schließen sich automatisch kurz bevor es aus der Station geht. Die 15 minütige Talfahrt konnte ich nicht genießen. Es herrschte ziemlicher Wind und die Gondel schwankte ordentlich. Ich rief Eva von der Gondel aus an und erzählte Ihr von meiner Situation. Eine Selbstaufnahme zeigt Euch meine Verfassung während der Talfahrt. Für mich war trotz der Anstrengung diese Ätna Tour eines der schönsten Reiseerlebnisse bisher! Ich kann nur jedem Sizilien Besucher dringend empfehlen den Ätna zu befahren und hautnah zu erleben. Schon die Berg und Talfahrt mit dem WoMo ist ein tolles Erlebnis für sich! Wir hatten Glück sowohl die Nacht als auch die Tagseite dieser Strecke zu bewundern. Eine einzigartige Landschaft mit tropischer Vegetation.
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Das war der letzte große Höhepunkt unserer Sizilien Reise, schon morgen wollen wir mit der Fähre ans Festland übersetzen, auf dem gleichen Weg wie wir vor einer Woche hier gestrandet sind. Für diese letzte Nacht brauchen wir aber noch einen Schlafplatz, wenn möglich mit Strand. Ich wähle nach Gespür auf dem Navi das CAPO PELORO aus. Die Talfahrt war angesichts eigenartiger Routenführung dann wieder ein Abenteuer für sich, enge steile Gassen durch Bergdörfer mussten wir bewältigen. Unser TireMoni zeigte an den Vorderreifen 71° an. Dafür dürfte wahrscheinlich aber die Hitzeentwicklung der Bremsen maßgeblich beteiligt sein. In einem Bergdorf konnten wir dann an einem Brunnen unseren Wasservorrat auffüllen. Noch ein kleines Detail am Rande, als wir gestern am Parkplatz beim Ätna ankamen hatten wir bereits 3000km am Tacho.
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Wieder knapp über dem Meeresspiegel gelandet nahmen wir die kostenpflichtige Autobahn (A18) Richtung Messina. Starke Fallwinde erschwerten die Fahrt ungemein, dazu kamen noch diese dunklen Tunnel wo teilweise auch keine Bodenmarkierungen vorhanden waren. TAORMINA stand eigentlich auch noch auf unserem Reiseplan, aber aufgrund der Hitze in Städten lassen wir diese Sehenswürdigkeit aus. Der Felsen auf dem die Altstadt Taormina steht, brannte als wir auf der Autostrada vorbei rollten. Der starke Wind tat seiniges dazu um die Flammen schneller wachsen zu lassen. Auf einem Parkplatz fotografierte ich dann noch die bekannte Küste mit den schönen Stränden Taorminas. So schön es hier auch ist, für Camper keine geeignete Gegend.
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Wir bezahlen dann 5,30 Maut und folgen der Autobahn noch 10km in Richtung Palermo. Bei MESSINA BOCCETTA fahren wird dann von der Autostrada ab. Hier ist man goldrichtig wenn man zur Fähre will. Unser Tipp-Auf keinen Fall durch ganz Messina fahren! Wir aber wollen ja noch eine letzte Nacht auf Sizilien verbringen also folgen wir der Küstenstraße auf der Suche nach einem Plätzchen. Wir kommen immer wieder an Stränden vorbei, aber Parkmöglichkeiten findet man nur oben an der Straße. Das Fischerdorf GANZIRRI sehen wir uns näher an, finden aber auch hier keinen idealen Platz. Eva lief das Wasser im Mund zusammen, hier an den Salzseen werden Miesmuscheln gezüchtet und in allen möglichen Variationen in den Restaurants zubereitet. Wir rollen aber vorerst mal weiter bis zum CAPO PELORO. Dort findet man aber auch kaum Möglichkeiten zum Parken, schon gar nicht für ein Wohnmobil mit Anhänger. Am Ende einer Einbahnstraße stellen wir dann den Motor direkt an einem schönen Strand ab. Es ist bereits 15.00 Uhr, es reicht. N 38.27054° O 15.64894° Ich will mich dann gleich in Meer schmeißen, aber den riesigen Wellen traue ich dann doch nicht ganz! Später meldet sich dann auch Manu geschafft nach dem ÄTNALAND. Ich gebe Ihr die Koordinaten durch und die Drei machen sich auf den Weg zu uns.
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15.Tag (Tageskilometer 119km) Nachdem wir in einer Woche ca. 1200km auf Sizilien erforscht haben geht es heute wieder ans Festland, nach Kalabrien. Wir verlassen gleich nach dem Frühstück das Capo Peloro. Dieser Platz eignet sich für einen kurzfristigen Aufenthalt wenn man am späten Nachmittag in Sizilien ankommt oder so wie wir als letzter Platz vor unserer Abreise nutzten.
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Unser erstes Ziel war weite in den Süden Kalabriens zu fahren, aber die vielen Serpentinen und Berge haben uns dann gemeinsam doch anders entscheiden lassen. Auch EVTO´s werden mal müde und wollen den Rest des Urlaubes entspannend ausklingen lassen. Unsere Überfahrt verzögerte sich auf Grund einer zu kleinen Fähre. Dank schon bei der Ankunft gelöstem Rückfahrticket ersparten wir uns 20% Rabatt. Laut Schulz soll es in STIGNANO ein Robinson Platzer´l geben, da wollen wir hin. Wir legen um 12.35 Uhr im Hafen von Messina ab und um 13.10 Uhr in Villa San Giovanni an. Wieder geht es die A3 der Küste entlang und wir können nochmals das CAPO PELORO sehen. Da hatten wir doch glatt ans Festland schwimmen können so nahe ist Sizilien an dieser Stelle. An einer Tankstelle tanke ich noch Diesel (1,126 EUR) und Benzin (1,279 EUR).
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Bei ROSARNO verlassen wir die A3 und stechen quer durch das Landesinnere zum Meer. Kaum zu glauben aber nur knapp 50km ist Italien hier breit! In GIOIOSA IONICA füllen wir noch unsere Frischwassertanks auf. N 38.32601° O 16.29876°
Bevor wir dann den Robinsonstrand anfahren suchen wir noch entlang der Küste nach dem von Schulz beschriebenen Wrack eines Segelschiffes. Das dürfte in der Zwischenzeit aber entsorgt worden sein, denn gefunden haben wir keines. Da heute Sonntagnachmittag ist finden wir leider auch keine Möglichkeit zum Einkaufen, was aber schon dringend notwendig wäre.
Bei "km124" verlassen wir die Schnellstraße und fahren über eine Brücke zum Strand von STIGNANO. Da wo die Koordinaten von Schulz enden ist es zwar schön, aber für Robinsons nichts. Ich bitte Klemens über Funk die Stichstraße hinter der Bar weiter zu fahren um dort nach einem schönen Platzer´l Ausschau zu halten und gehe inzwischen baden. Tatsächlich am Ende der Sandpiste wurde Klemens dann fündig. Zu Beginn "stören" noch 5 Pkw´s und ein Motorrad, aber spätestens nach Sonnenuntergang sind wir hier Mutterseelen alleine und haben einen weißen Sandstrand für uns alleine. N 38.35625° O 16.49001°
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16.Tag (Tageskilometer Roller 32km, WoMo 28km) Nach einer herrlich ruhigen Nacht an diesem Robinsonplatz genießen wir vorerst die Ruhe und Einsamkeit. Ich machte dann noch eine kleine Rollertour (32km) entlang der Küste wo ich nach schönen WoMo Stellplätzen Ausschau hielt. Es gibt noch sehr schöne einsame Traumstrände hier, die meisten aber leider nicht mit dem WoMo erreichbar, da die Zufahrt nur über 2m Bahnunterführungen. Einen ganz tollen Platz kann will ich Euch trotzdem zeigen, die Zufahrthöhe leider auch hier das Problem. Es besteht aber die Möglichkeit oberhalb der Eisenbahnbrücke das WoMo zu parken. N 38°18.5143` O 16°21.9959`
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In der Ortschaft MARINA di CAULONIA schaute ich mir dann so nah als möglich ein Castell hoch über dem Dorf an. Gleich in der Nähe eine Wallfahrtskirche für Seefahrer, Maria SS. delle Grazie. Diese Gelegenheit nutze ich dann um einige stille Minuten an meine lieben Verstorbenen zu gedenken. Das Schiffsfrack konnte ich trotz intensiver Suche entlang der Küste nicht mehr finden können.
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In einer Ortschaft ROCCELLA JONICA starte ich dann noch eine Expedition nach schönen Bildern die man hier auch zur Genüge findet. Ein kleines römisches Theater mit Mosaiken vor zwei monoöithischen Porphyrsäulen. Die Strandpromenade bietet Palmen, Sitzbänke, Wasserhähne und genügend Parkraum um in dem türkisfarbenen Meer baden zu gehen.
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Kurz nach 17.00 Uhr verlassen wir dann "unseren" Traumstrand. Wir steuern unser nächstes Ziel an, den Ort BIVONGI. Von hier aus wollen wir morgen eine Jeep Tour ins Gebirge machen. Wir verlassen die Küstenstraße und stechen ins Landesinnere. Ein Hubschrauber mit Wasserkorb kommt uns entgegen geflogen. Einige Kurven später wissen wir warum, der Hang eines Berges brennt. Natürlich bereite ich sofort meine Kamera vor und suche einen Platz wo wir parken können. Den hatte ich dann schnell gefunden, wir mussten dazu eine doppelte Sperrlinie samt Sperrfläche überfahren. Zu spät bemerkte ich das Polizei mit Blaulicht eben auch genau da stand um die Löschversuche zu beobachten. Schon kam einer der Carabieneri angetrabt, das wird teuer dachte ich und grüßte freundlich. Was jetzt kommt glaubt mir wahrscheinlich niemand! Der junge Polizist forderte mich mit finsteren Blick auf ein T-Shirt hinter dem Steuer anzuziehen, die wirklichen Vergehen interessierten Ihn nicht! *gg* Ich konnte dann doch noch beruhigt meine Bilder des Löscheinsatzes machen.
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Am Ortsbeginn von BIVONGI tanken wir dann noch an einem eisernen Brunnen ohne Wasserdruck unsere Frischwassertanks mühevoll auf. Dann geht es die Serpentinen hoch in den Ort durch enge und malerische Gassen. Oben angekommen gehts dann wieder ein Stück nach unten und dann zwischen zwei Bergkämme nach hinten. Wir stellen uns auf den Picknickplatz "PARCO VERDE" wo man sehr gut in Ruhe übernachten kann. N 38°29.160` O 16°25.916´
Später fahren wir alle zusammen im WoMo von Klemens zum Restaurant "VECCHIA MINIERA" hoch. Das Restaurant sieht auf den ersten Blick geschlossen aus, aber eine freundliche junge Dame zeigt nach meiner Frage "manchare" ins Innere des Hauses. Wir nehmen auf der Terasse Platz und können die Speisekarte kaum lesen. Manu kramt Ihr italienisch zusammen und bestellt verschiedene Sachen, wir hingegen verlassen uns auf die Chefin und sagen Sie solle uns eine kalabrische Spezialität servieren. Diese können wir zu 100% bis heute nicht ganz definieren, entweder Schaf oder Zicklein. Auf jeden Fall war es sehr lecker. Ich bestellte mir dann noch "Pasta Funghi" und durfte dabei versuchen meine Nudeln selbst zu rollen, war ein tolles Erlebnis. Es wurde dann noch ein gemütlicher Abend bei denen 3 Karaffen "Locale di botte" köstlichen Rotwein vernichtet wurden. Vorsorglich haben wir auch mein WoMo davor nach oben geholt und wir schliefen dann königlich am Parkplatz der Familie. N 38°29.176` O 16°25.981`
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17.Tag (Tageskilometer 75km) Nach einer kurzen aber sehr ruhigen Nacht steht um 10.30 Uhr unser Jeep samt Fahrer bereit. Eva&Manu haben Kreislaufprobleme und bleiben bei den WoMo´s (das war Ihr Glück!). Für 7 EUR pro Person bringt er uns zum Wasserfall. Ich kann Euch sagen, diese Fahrt werden Klemens, Sanja und ich unser Leben nicht vergessen! Schnell wurde die Piste immer felsiger und steiler. Jede Kurve schnitt der Fahrer ganz außen an, genau da wo es senkrecht hunderte Meter nach unten ging. Ich bin kein Angsthase, aber das war eine Todesfahrt und daher nur für Nervenstarke unter Euch.
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Nach ca. 30min kommen hält der Jeep an einer steil über der Schlucht hängenden Brücke. Ab hier müssen wir zu Fuß weiter, wir haben 1 1/2 Stunden Zeit bis zur Rückfahrt. Eine wunderschöne Klamm durchwandern wir über Felsen und kleinen Holzbrücken, bis wir dann unterhalb des ersten Wasserfalles ankamen. Unsere Sorge jetzt im Juli wäre wenig Wasser stellte sich Gott sei Dank als falsch heraus. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, so schön ist es hier. Ich und Sanja schmissen sich unterhalb des ersten Wasserfalles ins eiskalte Wasser, es war herrlich. Dann begann ich alleine den Aufstieg zum Ursprungswasserfall.
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Über steile Felsen kletterte ich hoch, musste immer wieder mit meinen Turnschuhen durch das kalte aber glasklare Wasser. An die 500 Bilder habe ich hier mit meiner Nikon geschossen. Die Kamera hat hier einiges mitgemacht, das kann ich euch verraten! *gg* Die Zeit drängte dann und ich stieg wieder ab, Klemens und Sanja waren heilfroh mich wieder "lebend" zu sehen. Die waghalsige Auffahrt mit dem Jeep lohnt sich auf alle Fälle, ja ich würde sagen, für jeden der hier in der Nähe vorbeikommt ein muss diese Klamm zu besuchen.
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Unsere Rückfahrt mussten wir dann mit einem Reservejeep antreten, da sich der unsere nicht mehr starten ließ. 11 Personen eingezwängt in den Jeep fing die "Todesfahrt" erneut an. Steil ging es die Schlucht hinunter. Unser Fahrer der jetzt hinten bei uns saß hat sich selbst am Steuer wohler gefühlt als jetzt auf der Rückbank. Kein Wunder, denn der jetzige Fahrer schaute kaum nach vorn, hielt das Lenkrad nur mit einer Hand und tratsche lautstark mit den italienischen Gästen an Bord.
Zurück beim Restaurant waren unsere Frauen froh uns wieder zu sehen. Als wir erste Storys von der Jeepfahrt erzählten heilfroh nicht dabei gewesen zu sein. Da schauen sich die Beiden dann doch lieber die Bilder am Laptop an! *gg* Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern und starten durch in Richtung Meer. Dazu müssen wir auf dem Ritt zwischen dem Thyrrhenischen Meer im Westen und dem Ionischen Meer im Osten zunächst den 1.350 Meter hohe Passo di Pietra Spada überwinden. Serpentine um Serpentine fahren wir durch einen wunderschönen Nationalpark " PARCO NATURALE REGIONALE DELLE SERRE" bis wir die Passhöhe PASSO DI PIETRA SPADA in 1350m erreichen.
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Dann geht es zwar hinunter aber die Serpentinen werden nicht weniger. Als wir an einem wunderschönen Bergdorf vorbei kommen, beschließen wir eine Espressopause in dem Örtchen SERRA SAN BRUNO zu machen. Serra San Bruno ist eine hübsches, kleines Gebirgsstädtchen (ca. 7000 Einwohner) mitten in der gleichnamigen, bewaldeten Serra. Bitte unbedingt außerhalb des Ortes mit dem WoMo parken! Wir wussten dass zu diesem Zeitpunkt nicht, es wurde immer enger bis einfach kein Weiterkommen mehr war. Also wieder einmal Hänger ab und verkehrt zurück. *gg* Wir setzten uns dann in ein Cafe und genießen Cappuccino und Gelati. Die kleinen Gassen und Plätze laden zum Spazieren ein. Für ein Städtchen dieser Größe, ist Serra San Bruno geradezu vollgestopft mit Kirchen, eine der bekanntesten ist die Chiesa dell'Assunta. Die Einheimischen hier sehen alle etwas suspekt aus, das Dorf selbst aber ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
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Nach einer Stunde fahren wir weiter in Richtung Meer und werden in der Nähe von PIZZO fündig. In einem Pinienwäldchen machen wir es uns gemütlich. Unmittelbar daneben ein schöner langer Sandstrand. N 38.78341° O 16.20344° Hier werden wir die heutige Nacht verbringen.
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18.Tag (Tageskilometer 101km) Wir haben heute geschlafen wie kleine Babys. Am Morgen glaubten wir den ersten wolkigen Tag zu erleben, dabei waren es nur die schattenspendenden Pinien welche es so dunkel machten. Der unbekannte Insektenstich an Eva´s Finger von gestern Nachmittag wird auch besser. Die starke Schwellung an Ihrem Finger ist bereits wieder am abklingen.
Nach dem Frühstück geht es zu unserem nächsten Zwischenziel, zur CHIESA di PIEDIGROTTA. Laut Sage sollen hier im 17. Jahrhundert ital. Seeleute Schiffbruch erlitten haben. Aus Angst vor dem Ertrinken versprachen sie der Madonna eine Kirche zu bauen. Als sie gerettet wurden hielten sie ihr Versprechen ein, in eine ausgewaschene Grotte aus weichem Tuffstein stellten sie ein Madonnenbild. Künstler aus der Region erweiterten dann mit einer Vielzahl von Heiligenfiguren aus Tuffstein diese sehenswerte Kapelle. Wir parken kurz vor dem Abgang zur Grotte N 38.74187° O 16.17543° und steigen einige Stufen hinunter zum Strand. Der Eintritt kostet 2,50 EUR p. Person. Man sollte hier unbedingt die Badesachen mit nehmen und im Anschluss an die Grottenbesichtigung Abkühlung im glasklaren Meer suchen.
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Danach geht´s auf die A3 in Richtung Salerno wo wir die Ausfahrt Falerna nehmen um in Richtung PAOLA (47km) zu düsen. Paolo selbst lassen wir aus, denn diese touristische Hochburg bietet als das was jetzt nicht brauchen. Wir wollen erstmals einen Badestopp einlegen bevor wir die heutige Nacht wieder im Landesinneren verbringen werden. Bei FUSCALDA verhindert ermal wieder einen Eisenbahnunterführung mit nur 2,8m Durchfahrtshöhe die Zufahrt zum Spiaggo. Wir finden dann aber eine Möglichkeit und rollen direkt an einem kleinen aber feinen Sandstrand aus. N 39.43315° O 16.00092° Ein freundlicher Italiener der hier ein Haus mit Fremdenzimmer hat begrüßt uns freundlich. Hier bleiben wir mal bis zum frühen Abend, dann geht es weiter zu unserem nächsten Ziel, der GROTTA DELL ROMITO wo wir bei hoffentlich kühleren Temperaturen am Parkplatz übernachten werden.
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Bevor wir in das Landesinnere fahren müssen wir noch Diesel und Wasser tanken was bei einer Tamoil mit Brunnen erledigten. N 39.69155° O 165.81735° Dann geht´s ab in die Berge. ein weiterer Nationalpark, der Pollino-Nationalpark wartet auf uns. Eine irrsinnig geile Strecke ist das hier, jedesmal wenn wir in die Berge stechen muss ich ehrlich zugeben dass die Landschaft Griechenlands da nicht mithalten kann! Manu benötigt wieder einige Baldriantropfen wegen der vielen, hohen Brücken, Eva zittert auch an manchen Stellen. Ob wegen der Situation in der ich Sie im Auto allein lasse um schöne Bilder zu machen oder um meinetwegen und der Plätze auf den Steilhängen die ich hinaufklettere weiß ich nicht genau! *gg* Etwa 12 km talabwärts, Richtung tyrrenisches Meer, liegt der Ort Papasidero, einem kleinen Ort byzantinischen Ursprungs, direkt am Ufer des Lao. Etwas südlich davon führt eine weitere Brücke (siehe Bild) über die grandiose Schlucht des Lao.
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Mit engen Gassen in einem Bergdorf zum Abschluss dieser Fahrt haben wir ja gerechnet, aber was danach kam war sogar mir nicht mehr ganz geheuer! Die letzten 4,7km zur Grotte geht es eine steile Asphalt/Schotterpiste hinunter, natürlich mit einigen Serpentinen und jeder Menge Schlaglöcher. Wir waren alle heilfroh als wir am Parkplatz des Restaurants etwas oberhalb der Grotte angekommen waren. N 39.91111° O 15.93052° Genau rechtzeitig, denn jetzt wurde es dunkel! Als Belohnung hatten wir uns alle das leckere Essen im familiären Restaurant verdient. Nach dem Essen vielen wir dann bald alle hundemüde ins Bett.
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19.Tag (Tageskilometer 485km) Nach der bisher ruhigsten Nacht kommen uns schon in der Früh zwei äußerst liebenswerte Hunde besuchen um zu sehen ob sie was von unserem Frühstück abbekommen. Auch anderes Getier wie Eidechsen und kleine Geckos spazieren hier ohne Scham herum. Während des Kaffee äußere ich meine Sorgen ob es unser Duci die Steile und knappe 5 Kilometer Piste samt Hänger nach oben schaffen würde! Aber bevor es soweit ist wollen wir uns zuvor in die Steinzeit zurück versetzen lassen, im Museum und der GROTTA DELL ROMITO.
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Die Grotta del Romito (Höhle des Einsiedlers) ist eine Höhle mit Überresten vorgeschichtlicher Besiedlung in Papasidero, in Kalabrien. Der Ort liegt im Pollino-Nationalpark. Vor der Höhle im Bereich eines überhängenden Felsens (Abri) wurden Gräber sowie Ritzzeichnungen entdeckt, die u. a. zwei Auerochsen darstellen. Die Höhle kann mit Führung besichtigt werden. Auch ein kleines Museum ist vorhanden. Der Einritt kostet 2,60 EUR p. Person (inkl. Museum,Höhle und Führung). In der Grotta del Romito wurden auch mehrere Skelette, unter anderem die Skelette einer Frau und eines Kindes gefunden. Die Ausgrabungsstätte befindet sich unter freiem Himmel, deshalb sind hier nur Kopien zu sehen, die Originale befinden sich im Nationalmuseum von Reggio. Das wohl bedeutendste Zeugnis ist das Graffiti des bos primigenius (wörtl. der aller erste Stier, 10800 v. Chr.)
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In der Höhle selbst sind die Archäologen noch an der Arbeit, überall sieht man Nummerierungen. An einem Gerüst kann man nach unten schauen und die verschiedenen Zeiten an den Erdschichten erkennen. Ganz untern sind die Grabungen auf 10800 v. Chr. zurück zu führen. Der hintere Bereich der Höhle ist bis in 150m Tiefe für Besucher begehbar und zeigt uns wunderbare Stalaktiten und Stalagmiten. Die Temperatur in der Höhle beträgt konstant 12°.
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Ich muss das letzte aus unserem Duci rausholen um die Steigungen bis hinauf zur Bundesstraße zu bezwingen, aber brav lenkte ich mit präzisem Gasfuß und gut eingeschätzten Lenkungen in den Serpentinen unser WoMo nach oben. Nach nur 11km erreichen wir die A3 und düsen los in Richtung Salerno, Baustellen (einspurig) begleiten uns während der nächsten 100km, aber ohne nennenswerte Verzögerung da kaum Verkehr herrscht. Ab Salerno ist die Autobahn dann wieder mautpflichtig. Rom umfahren wir auf einer sehr gut ausgebauten Schnellstraße oberhalb gegen den Uhrzeigersinn und flüchten dann auf gut Glück in Richtung Küste. Nach zweimaligem Stopp bei Autogrills und zum Tanken sitzen wir heute bei einer Affenhitze (38,5°) fast 9 Stunden im Auto. Noch einmal wollen wir eine Nacht am Meer verbringen und schwimmen gehen. Ich hielt mich heute nicht lange auf mit Platzer´l suchen, denn schon der erste Blick zeigte uns das hier kein Freisteherparadies ist! Überall sind die Zugänge zum Meer eingezäunt oder verbaut. Da wir alle von der heutigen Hitzeschlacht geschafft waren fahren wir einen Sosta Camper an. Wir finden auf Anhieb gleich 3 dieser Sosta Camper. Ein Preisvergleich lohnt sich! Wir steuern den "RIVA DI PONENTE" an. Hier gibt’s alles wie auf einem Campingplatz. Kostengünstige Übernachtung 6 EUR pro Einheit inkl. Entsorgung. 3 EUR kostet extra Strom und 3 EUR den Wassertank auffüllen! N 41.95864° O 12.05188° Zum Abschluss noch eine kleine Episode am Rande. Erst freute ich mich über den besonders dicken Wasserschlauch mit enormem Druck. Aber schon kurz nachdem ich den Wasserschlauch in meinem Füllstutzen steckte passierte das Malheur, mein Wassertank hielt dem Druck nicht Stand und blähte sich auf. Dabei ging einiges an den Holverschraubungen der Dinette kaputt! (siehe Bild) Ich kam aber mit einem blauen Auge davon und konnte wieder alles reparieren.
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20.Tag (Tageskilometer 688km) Wir wollen heute nicht in der ärgsten Hitze fahren und bleiben bis 16.00 Uhr noch am Stellplatz. Gleich zu Beginn machen wir nicht gewollte eine Rundreise um ganz Rom (Umfahrung), die knapp 30km im Stau kosten uns 2 Stunden! Trotz dem Zeitverlust wollen wir es heute Nacht noch bis Spilimbergo schaffen. Gegen 20.00 Uhr reisen wir in die Toskana ein, bei MONTEPULCIANO überlege ich kurz ob wir nicht doch noch eine Splittung unserer Heimfahrt vornehmen sollten und hier nach einem guten Glas Rotwein eine Nacht verbringen sollten. Aber ich verwarf den Gedanken dann und die Kilometerjagt ging weiter. Nach nur 2 Tankstop und kurzer Rauchpause kamen wir nach reiner Fahrzeit von 8.40 Stunden (Gesamt 10.15 Stunden) kurz vor 3.00 Uhr Früh am Stellplatz in SPILIMBERGO an.N 46,10799° O 12,90567° Wir waren alle erledigt, duschten noch und ab in die Heia.
21.Tag (Tageskilometer 350km) Am Morgen weckten uns liebe Camperfreunde aus dem Österreichischen Campertreff. Martina&Lois (die wauckis) sind am Weg zur Fähre nach Griechenland und haben auch hier in Spilimbergo übernachtet. Nach einem Tratscherl trennten sich dann unsere Wege, die Beiden mit dem Ausdruck meines Griechenlandberichtes von 2007 auf nach Griechenland und wir hinab ins Flusstal TAGLIAMENTO. Zu einem Abenteuerurlaub gehört eben ein krönender Abschluss. *gg* Hier werden wir und unsere WoMo´s wirklich bis ans Limit gefordert. Am Beginn des Waldes hatten wir die Wahl zwischen 3 Abzweigungen. Wir entschieden uns für links. Die Strecke die uns ab dann erwartete ist nur was für Hardcorefans (und wenn ich das sage könnt Ihr mir das alle glauben). Der Regen von gestern Nacht machte die Piste teilweise sehr schmierig in den tiefen Wasserlacken. Auch der tiefe Schotter war eine Anforderung für Fahrer und WoMo. Mir machte es die Offroadtour sehr viel Spaß, was später aber in einem größeren Schaden endete.
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Bei einer Senke blieb ich mit dem Hänger stecken und saß mit dem WoMo auf der hinteren Ecke komplett auf. Ich konnte mich dann zwar aus eigener Kraft befreien dank guter Reifen, aber mein WoMo hat eine ganz schöne Schramme abbekommen. Auch die Außenhaut unserer WoMo´s ist ziemlich zerschürft, da heißt dann zu Hause gscheit polieren.
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Da der Tagliamento derzeit wenig Wasser führt wollten wir in der Hitze hier nicht bleiben. Zum Thema Tagliamento, ICH würde da nicht mehr hinunter fahren, wenn dann nur mit einer Enduro oder mit einem Jeep Wrangler. Da sind die Wussi´s sicher meiner Meinung, denn das habe ich bei den Bilderstops an Manu´s Augen immer ablesen können. Jetzt ist mal alles notdürftig repariert und die Heimreise geht weiter. Bis später! Vielleicht schaffen wir es noch heute Abend in der Schachblumenwelt zu sein. Auf nach Österreich auf ein echtes Wiener Schnitzel mit Pommes und Kartoffelsalat! *gg*Um 18.30 Uhr kommen wir beim Lippizanerfranzl an. Eine wunderschöne Anlage mit Schwimmteich. Hier habe ich dann gleich mal meine Fühler ausgestreckt, denn ein ÖCT Treffen hier her wäre schon eine tolle Sache. Der Chef des Hauses war aber leider nicht da. Trotzdem Bilder und örtliche Gegebenheit kann ich mitnehmen, der Rest kann telefonisch und per Mail vereinbart werden. Auch das Schnitzerl war sehr lecker.
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Eigentlich wollten wir heute keinen Kilometer mehr fahren, aber Klaus wartete bereits in der Schachblumenwelt auf uns. Die eine Stunde Fahrzeit schaffen wir auch noch. Bei Sinabellkirchen holte uns das Navi dann von der Autobahn und führte uns über die Weinberge zum Stellplatz in die Schachblumenwelt. N 47°8`58.0" O 15°52`59.3" Klaus&Gitti erwarteten uns bereits. Nach einer kurzen Zusammenfassung unserer Urlaubserlebnisse gingen wir dann aber bald schlafen.
22.Tag (Tageskilometer 0 km) Nach einer wunderbaren Nacht wachten wir dann bei Sonnenschein auf, ab ins Wasser. Gegen Mittag kamen dann weitere Freunde an, Birgit&Paul mit Ihrem riesigen Winnebago kamen das erste mal in die Schachblumenwelt und es gefiel Ihnen auf Anhieb. Den ganzen Tag über hatten wir eine Mordsgaudi welchen wir dann mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen haben lassen.
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23.Tag (Tageskilometer 0 km) Heute wird nur gefaulenzt und baden gegangen!
24.Tag (Tageskilometer 120 km) Wir steuern den Heimathafen Stellplatz Sollenau bei Holidaymobil an.
Gesamtkilometer 5127km Dieselverbrauch 612L Mautkosten 125,5 EUR Eintritte 108 EUR Fähre 80 EUR Stellplatzkosten 33 EUR
NACHSATZ
Unsere größte Angst war die Reisezeit, denn Juli/August bei der größten Hitze und in den Hauptferien meiden wir normalerweise. Aber sowohl die Hitze als auch der Tourismus war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet. Der Beginn der Reise bestand vorwiegend aus Kilometerfressen auf der Autobahn. Erst ab dem Gargano wird Italien so wie wir uns das vorstellen. Hier sollten Camper die unsere Tour ansatzweise oder ganz nachfahren wollen, die Autobahn verlassen und eine Gargano Rundreise machen. An vielen Stellen unserer Tour erschwerte uns die blöderweise hunderte Kilometer knapp an der Küste entlang führende Eisenbahnlinie die Stellplatzsuche. Mehrmals ließen mich zu niedere Unterführungen leicht verzweifeln. Trotzdem haben wir es geschafft Euch in diesem Reisebericht viele schöne und interessante Übernachtungsplätze in freier Natur zu zeigen. Kalabrien ist nicht mit Oberitalien zu vergleichen, es ist sowohl landschaftlich als auch von der Wasserqualität ein Traum! Sizilien ist ebenfalls eine Reise wert, wir entschieden uns für eine Rundfahrt im Uhrzeigersinn. Hier können wir getrost sagen, "vergesst die ersten 200km". Denn auch hier stört die Eisenbahn in Küstennähe und die dichte Besiedelung. Erst nach Taormina kann man wirklich schöne Plätze am Strand finden wo man die ein oder andere Nacht freistehend verbringen kann. Natürlich könnte man auch schon vorher und in anderen Gebieten unserer Reise fündig werden, aber nicht mit den Ansprüchen der EVTO´s. *gg*
Reiseland Auch mit unserer Vorliebe für Abenteuerstrecken abseits der Zivilisation kann Kalabrien&Sizilien mit unseren Ansprüchen locker mithalten. Hier gibt es alles was das Herz der EVTO´s begehrt. Viele wunderschöne Nationalparks und geile Schotter und Staubpisten! Herrlich! Die Stellplatzsuche ist wie in Kalabrien auch hier nicht so leicht wie am Peleponnes, aber dafür wird das Jagdfieber umso mehr gefordert.
Verkehr Den italienischen Verkehrsstil muss man wollen, wenn man sich aber erst daran gewöhnt hat macht es richtig Spaß! Obwohl sehr viele Verkehrsübertretungen (meist notgedrungen) hatten wir keine Strafen kassiert, die Polizei und auch die italienischen Verkehrsteilnehmer sind sehr hilfsbereit und tolerant.
Wasserstellen findet man in ganz Italien und auch auf Sizilien meist in den Dörfern an einem zentralen Punkt. Die Entsorgung tätigten wir teilweise an den Tankstellen wo wir tankten oder gegen Gebühr auf Costa Camper Plätzen.
Kultur bietet Italien und Sizilien alles was das Herz begehrt, von Höhlen, Ausgrabungen oder wunderschönen, alten Städten und Dörfer ist alles dabei.
Währung ist in Italien ja auch der Euro, ergo keine Währungsprobleme. Bankomaten gibt es überall, ebenso wird die Visakarte fast überall akzeptiert.
Spritpreise für Diesel liegen zwischen 1,098 - 1,204 EUR, Benzin ca. 1,274 EUR
Gastronomie Bier ist teuer, regionaler Wein und köstlicher Kaffee ist billig. Für 2 Personen sollte man je nach Restaurant min. 40 EUR für ein Abendessen inkl. 1-2 Flaschen Wein rechnen.
Unsere Reise hatte alles zu bieten was wir uns erwünschten. Es war eine erlebnisreiche Tour mit supertollen Reisegefährten. Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn unsere Tour angenommen wird und uns Eure Feedbacks per Mail erreichen würden. office@evto.at
CIAU, wir wünschen Euch schöne tolle Reisen auf den Spuren der EVTO´s
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2007 (c) www.evto-on-tour






















































































































































































