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Die etwas andere Ausfahrt !

Dieses Mal stand eine etwas ungewöhnliche Ausfahrt auf dem Programm. Schon die Abfahrtszeit Samstag um 11.00 Uhr war doch nicht üblich. Weiters mußte ich meinem Freund Leopold versprechen an diesem Wochenende hinter seinem WoMo nach zu fahren und von Ihm das Ziel auswählen lassen. Nun, eigentlich alles Sachen welche nicht der Norm entsprachen.

Wie erwähnt starteten wir unsere Wohnmobile erst kurz vor Mittag. Die Fahrt führte über Wöllersdorf nach Pernitz. Ab dort wurde es dann ziemlich bergig, ach ja, dass Motto dieser Tour lautet ja laut Poldi „Griechenlandabschluss“. Tatsächlich sahen wir auch einige Schafherden an den Straßenrändern.  Über den Lansattel erreichten wir dann das bei Motorradfahrern bekannte Lokal in der Kalten Kuchl. Dort kehrten wir dann erstmal ein und genossen frischen “Mühlirahmstrudel“mit Vanillesauce zu sehr günstigem Preis. (2,70 EUR)

Dann ging es weiter über Ochsensattel nach Kernhof, wo wir das bekannte Kameltheater besuchten. Fast 3 Stunden spazierten wir durch den Park und bemerkten das sich seit unserem letzten Besuch wieder einiges getan hat. LINK zum BERICHT. Vor allem die Nasenbären hatten wegen ihrer Kletterkünste unsere volle Aufmerksamkeit und Bewunderung. Das Theater selbst besuchten wir dieses Mal nicht, da sich am Programm nichts geändert hat.

Wir fuhren weiter über das im Winter berüchtigte Gscheit in Richtung Mariazell. Eigentlich wollten wir dort die neu renovierte Kirche besichtigen, aber Poldi fuhr einfach dran vorbei. Hmm, na ja macht nichts dachte ich  mir, steh eh ned so auf Kirchen! Die 17 Kehren am Annaberg, mit schönem Blick auf den schneebedeckten Ötscher machten Eva mal wieder etwas nervös. *gg* Poldi gab ganz schön Gas. (Wie ich dann später erfahren habe, drängte die Zeit!). Natürlich freute es Poldi dann nicht, als ich per Funk mitteilte das ich auf die Toilette mußte. E s muß ein richtiger Nervenkrieg für Poldi und die Beiden Eva´s gewesen sein.  Mir wurde gesagt es geht jetzt an einen Campingplatz bei St.Pölten, klar dachte ich das kann doch nur der Ratzersdorfersee in St. Pölten sein. Aber wieder falsch gedacht, denn in St.Pölten Stadt, bog Poldi plötzlich in eine Seitengasse ab. Nach meiner vorsichtigen Anfrage über Funk meinte er sich verfahren zu haben. Dass obwohl mit 2 Navi´s (IGO8 und Garmin), na ja doch etwas komisch! Wie ich später erfuhr, glaubte Poldi vor uns das WoMo vom Todo6 zu sehen und bog deshalb ab. Ebenso wichtig war es, nicht am Merkurparkplatz vorbei zu kommen, denn dort parkten alle WoMo´s der Teilnehmer. Also der Poldi hatte da wirklich kein leichtes Spiel. Nun mußten mich die 3 noch zu einem Abendessen überreden, na ja das war wohl die leichtere aller Aufgaben an diesem Tag! *gg*

Gegen 18.35 Uhr trafen wir dann beim Gasthaus FASSL`BODEN ein. Wir kamen in die Gaststube, Poldi zeigte auf ein Tisch. Ich wollte mich gerade setzen als er mich schnappte und in die andere Richtung drehte. Genau in diesem Moment ertönte ein Happy Birthday. Mir klappte mein Kinn nach unten, kam aus dem Staunen gar ned heraus. Hier standen doch tatsächlich jede Menge Camperfreunde und sangen mir ein Geburtstagsständchen. Ich mußte mich sehr beherrschen um nicht in Tränen auszubrechen, ganz schaffte ich es nicht!

Meine Camperfreunde  hatten im geheimen eine nachträgliche Geburtstagsfeier in Form eines Ritteressen für mich organisiert. Das Ambiente in dem“ Rittersaal“ war sehr schön, lediglich das die Personenanzahl nicht alle in einen Raum paßten. Deshalb waren wir in 2 Gruppen mit einer Zwischenmauer aufgeteilt.

Dieser Umstand sollte die Stimmung aber nicht weiter trüben! Nach vielen Küßchen und Dankesworten erklärte uns dann die Chefin des Hauses, die Regeln an diesem Abend. Ich mußte einige „Knappen“ zu verschiednen Tätigkeiten vergattern. Zum Getränkemeister ernannte ich Katharina, Erwin und Wolfgang waren für die Sauberkeit zu Tisch verantwortlich, Poldi und Willi ernannte ich zu den Wachen, diese mußten alle Knappen welche, nachdem Sie sich bei mir standesgemäß abgemeldet hatten auf Ihrem Weg begleiten, und sei es nur zur Toilette, Wussi verdonnerte ich zu unserem heutigen Hofnarr, was sich aber später als komplette Fehlbesetzung herausstellte, kannte er doch nicht einen Witz, noch schaffte er es sonst die Tischrunde zum Lachen zu bringen (Gott sei Dank waren die Knappen selbst gut genug gelaunt! *gg*) und Sanja mußte aufmerksam den Abend beobachten und Verfehlung der Knappen, aber auch jene des Ritters peinlich mit einem Minusstricherl notieren. Die schlechtesten 3 werden dann am Ende des Abends ausgeforscht und müssen „etwas“ für die Versammelten tun. *gg*

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Dann wurde es finster im Rittersaal und alle begannen mit Ihren Holzkochlöffel lautstark auf den Tisch zu schlagen. Ein Ohrenbetäubender Lärm der erst verstummt als endlich das Festmahl auf den Tisch kam. Riesige Bretter mit allem drum und dran, mit Sternenwerfer dekoriert wurden herein gebracht. Dann konnte das große Fressen los gehen! Natürlich wurde mit den Händen gegessen, so wie es sich für Ritter und Knappen gehört. Dazu natürlich auch jede Menge Flüssiges! Jedes mal wenn wer das Wort GESUNDHEIT (Prost gab es an diesem Abend nicht, wenn doch wurde  Derjenige von Sanja mit einem Schlechtpunkt geahndet) mußten ALLE Ihr Glas heben und ebenfalls Gesundheit rufen (wehe wenn nicht, dann gab es wieder einen Schlechtpunkt!). Nach 2 Krügel Bier bin ich auf Obi gespritzt umgestiegen, sonst hätte ich den Ritterschlag nicht mehr erlebt! *gg* (Poldi und ich hatten sicherheitshalber unsere WoMo´s zu den Anderen am nahen Merkurparkplatz gestellt!) An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Filialleiter, der es uns gestattete unsere WoMo´s dort für die folgende Nacht abzustellen!
Der Abend verlief für mich so  wie ich mir eine Geburtstagsparty mit Freunden vorstelle! Ein Dankeschön an Klemens und Willi für diese geniale Idee, denn dieses Ritteressen werde ich in meinem ganzen Leben nie mehr vergessen.
Nach dem Essen und einigen Schnapserl an der Bar, wurde ich dann standesgemäß zum Ritter geschlagen und zum Ritter ANTONIUS MOBILIS ernannt. Sogar 2 Burgfräulein (Evi und Sabine) durfte ich danach abknutschen.  Die Ansprache hätte ich in der dritten Person halten sollen, was mir aber nicht gelang!


Und dann war es an der Zeit die 3 schlechtesten zu nennen! Leider (oder steckte doch ein Hintergedanke dahinter?) war die Liste auf ominöse Weise verschwunden. Also meldete ich mich mit Wussi und Willi freiwillig. Wir mußten nun den Rittersaal verlassen, in dieser Zeit berieten die Festgäste wie Sie uns für unsere Verfehlungen strafen sollen.  Wir wurden dann wieder in den Saal gebeten und Poldi verkündete die Urteile. Willi mußte Gitarre spielen (oh Gott), Wussi dazu singen (noch viel schlimmer) und ich mußte zu diesen musikalischen und gesanglichen Meisterleistungen auf der Rittertafel zur Belustigung aller Knappen einen Strip machen. Das fiel mir ansich ja schon schwer, aber dann noch zu solche einem Geklimper und Gegröle (Strada del Sole), das war nicht leicht! Wir schafften es aber dann trotzdem und ich konnte wenig später nach geleisteter  Arbeit unter tobenden Applaus vom Tisch hüpfen! Der Abend dauerte dann bis in die Nacht, ehe wir uns zu Fuß die ca. 1,5km zu unserem „Stellplatz“ aufmachten. Noch in der Nacht träumte ich von diesem tollen Erlebnis.


Am nächsten Morgen lachte die Sonne vom Himmel, wir beschlossen nach dem Frühstück zu nahen Ratzersdorfersee zu fahren. Hier spazierten wir eine Seerunde und saßen dann noch gemütlich zu einem Brunch (Reste vom Ritteressen) zusammen. Erst am Nachmittag machten wir uns dann auf den Heimweg. So klang dann  diese „Etwas andere Ausfahrt“ wunderschön aus.


Liebe Freunde, die Überraschung ist Euch voll und ganz gelungen! Herzlichen Dank noch mal an Euch ALLE, Euer Ritter ANTONIUS MOBILIS !

Kontaktdaten zum "Rittersaal"

Purkersdorferstrasse 43

A - 3100 St. Pölten

Tel.: +43 (0) 2742 / 25 43 14

Fax: +43 (0) 2742 / 25 43 14 4

Email: office@fasslboden.at

 


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