PERCHTENLAUF LAßNITZHÖHE und WANDERUNG IN DEN KESSELFALL

Mit dem Besuch des Perchtenlaufes in dem Kurort Laßnitzhöhe stand ein weiterer Höhepunkt an ÖCT Ausfahrten am Programm. Dieser Perchtenlauf sollte ein ganz besonderer sein und sich von anderen hervorheben. Unsere neue Moderatorin in der Werbeabteilung, Ulli und Ihr Mann Gerhard waren für die Organisation unseres Stellplatzes verantwortlich. Am Sonntag kam dann unser Klaus (Sahli) ins Spiel und organisierte in Semriach eine wildromantische Kesselfall-Klammwanderung und ein gemeinsamen Mittagessen beim Sandwirt.

Für Franz&Sonja, Eva und mich begann diese Ausfahrt mit einem „Arbeitsbesuch“ bei Klaus und Gitti in Gratkorn. Wir verließen Wiener Neustadt bei dichtem Nebel, aber schon kurz vor dem Semmering kam die Sonne durch, das war ein tolles Naturschauspiel, leider hatte ich meine Nikon nicht im Führerhaus.

Während der ganzen Fahrt hatte ich in einem gewissen Geschwindigkeitsbereich ein rütteln und schütteln im vorderen Bereich. Auf einer Raststation überprüfte ich die Räder, konnte aber den Grund nicht finden. Dann wurden wir auf der A9 von einem Fahrzeug wild hupend und mit Lichtzeichen überholt, ich dachte schon jetzt fliegt die „Kiste“ auseinander! Nach dem das Telefon läutete und Walter Gauby sagte er hätte uns gerade überholt war mir wieder etwas leichter. Wir trafen uns dann noch mit Walter kurz vor der Abfahrt Gratkorn Süd auf einem Parkplatz.

Gegen 18.30 Uhr trafen wir dann am Stellplatz Gratkorn ein.  Klaus und Gitti erwarteten uns bereits. In weiterer  Folge verbrachten wir dann einen sehr netten Abend bei unseren Camperfreunden. Gitte verwöhnte uns mit einer Bauernschinkenplatte und Bratäpfel als Dessert. Später inspizierten Franz und ich dann das Arbeitszimmer von Klaus, von wo aus er seine Tätigkeiten als ÖCT Moderator steuert. Es war schon fast Mitternacht als wir uns in die Heia verabschiedeten.

Samstagmorgen war strahlender Sonnenschein in Gratkorn, so wie wir alle es von Sahli´s Wetterberichten kennen. Wir verabschiedeten uns bis Morgen, Klaus und Gitte konnten wegen einer Familienfeier leider nicht am Perchtenlauf teilnehmen. Aber am Sonntag beim Kesselfall gibt es ja ein Wiedersehen.

Gerhard  holte uns wie telefonisch vereinbart an der Shelltankstelle nach der Abfahrt Laßnitzhöhe ab und begleitete uns das letzte Stück bis zu unserem Stellplatz, am ehemaligen Botenhof. Einige Teilnehmer waren bereits am Freitag eingetroffen, es war ein tolles Wiedersehen mit vielen alten aber auch neuen Gesichtern. Ulli begrüßte die Teilnehmer mit frischen Krapfen und Uhudlerschnapserl. Das Wetter war traumhaft, alle saßen im Kreis zusammen und es herrschte gute Laune wie immer bei ÖCT Treffen.

Dann kamen in weiterer Folge noch Pepi&Inge und Winnebago´s an, Herbert und Maria komplettierten dann unsere Runde, alle waren da. Gegen 15.00 Uhr noch schnell ein Gruppenbild und dann hinauf zum Hauptplatz wo der Perchtenlauf starten wird.  Die Rockband stimmte gerade Ihre Geräte ab, während uns wir noch mit leckerer Gulaschsuppe und Glühwein verwöhnen ließen.

Mit Einbruch der Dunkelheit läutete ein Feuerwerg und künstlich erzeugte Nebelschwaden das kommende Ereignis ein. Die Rockgruppe heizte mit Ihrer Musik das ganze noch weiter an und ein Feuerkünstler tat das seinige zu der gewaltigen Stimmung.

Dann war es soweit, die ersten der 600 Perchten aus der Steiermark und Kärnten tauchten aus dem Nebel auf. Gruselig, wie aus einem Horrorfilm erschienen sie aus dem Nichts, dazwischen immer wieder meterhohe Stichflammen und Feuerwerk. Auch die Perchten selbst waren mit Ketten uns pengalischen Feuer ausgerüstet.

Was nun kam übertraf alle meine Erwartungen und das bisher auf solchen Veranstaltungen gesehene. Hier hat sich die Feuerwehrwehr Laßnitzhöhe eine Show der Superlative einfallen lassen. Die nächsten 1 ½ Stunden lief meine Nikon richtig heiß, tausende Motive galt es bildlich einzufangen, dazwischen auch immer wieder eine kleine Videosequenz.

Zum Abschluss möchte ich noch folgendes positiv erwähnen, die Perchten bahnten sich hier Ihren Weg durch die Besucher, keinerlei Absperrungen wie z.B. In Graz oder Wiener Neustadt. Hier hatte jeder der wollte hautnahen Kontakt mit den „Monstern“. Ich war mit dem steirischen Fernsehen gemeinsam immer mitten drin im Geschehen und bekam natürlich auch manchmal eine Rute über den Hintern oder Waden gezogen.

Ja sogar dem schwarzen Mann bin ich begegnet, als Zeichen dieser Begegnung der etwas anderen Art schmiert mir dieser Kerl schwarzen Russ in mein Gesicht. Auch mit einer weiblichen Perchte in Lack und Leder hatte ich Kontakt, Ihre Peitsche benutze Sie Gott sei Dank nicht *gg*.

Im Anschluss an dieses Spektakel wurde dann zur Perchtenparty in das Festzelt geladen. Tolle Preise und eine riesige Eierspeißpfanne warteten auf die Besucher. Da uns das Zelt zu voll war tranken wir noch das ein oder andere Bier an einem der vielen Stände der Straße entlang und kehrten dann zu unserem Stellplatz zurück, ABI verwöhnte uns dann mit Glühwein. Gabi&Pepi und Christine kamen später dazu, die 3 waren in der Disco, die neben dem FF Zelt stattfand. Erst die Drei hatten durch Ihren Oldie Tanz Stimmung in den Tempel gebracht! Der erlebnisreiche Tag klang dann bei Fachsimpelei und Camperanektoden lustig aus.

Sonntagmorgen war dann gegen 10.00 Uhr großer Aufbruch, der nächste Event stand an, die Wanderung zum Kesselfall. In kleinen Gruppen fuhren wir die 50 Kilometer zum Sandwirt am Fuße des Kesselfalls. Während am Stellplatz noch Kaiserwetter war, dominierte ab Laßnitzhöhe der Nebel. Wir hofften das wir nach dem Blabutschtunnel in die Sonne kommen, dem war aber leider nicht so. Dann kamen wir nochmals durch einen kleinen Tunnel und siehe da am anderen Ende strahlender Sonnenschein. Jetzt dürft Ihr raten auf welcher Höhe das war. Richtig mit der Sonne tauchte das Schild Abfahrt „Gratkorn Süd“ auf. Somit sei bestätigt, der Klaus schwindelt bei seinen Wetterberichten im Forum nicht!

Sahli hatte bereits 700m vor dem Sandwirt bei einer Speditionsfirma einen Stellplatz für uns organisiert. Die restlichen 700m spazierten wir dann zu Fuß, vorbei an einem Haus mit hunderten Gartenzwergen. Gabi hatte eine zündende Idee und verwandelte mich in einen lebenden Zwerg mit typisch roter Mütze und Bart. Der Sandwirt selbst hatte an diesem Wochenende auch einen kleinen Adventmarkt. Hier kauften einige schöne, handgschnitze Grippen und Adventkränze, zwei niedliche Lama´s waren der Anlaufpunkt für die Kinder.

Klaus führte uns dann durch die Klamm, steil ging es über Treppen und Leitern nach oben, eine tolle Kulisse und jede Menge Fotomotive. Kaum zu glauben das wir Ende Novembern haben. Nach 2 Stunden erreichten wir nach einem wunderschönen Rundweg wieder den Ausgangspunkt Sandwirt wo der Chef des Hauses bereits mit einem leckern Nuss Schnaps auf uns wartete.

Wir bezogen unser Extrazimmer und machten es uns gemütlich. Musikalische Untermalung kam von einheimischen Kindern die mit Ihren „steirischen“ verzauberten. Mundartliche Adventgedichte und Lesungen rundeten das gemütliche Ambiente ab. Über das Essen gibt es nur eins zu sagen, TOP!

An dieser Stelle ging unsere gemeinsame Wochenendausfahrt leider zu Ende. Alle Teilnehmer halten den Daumen hoch, bei der Frage wie es Ihnen gefallen hat. Auch für mich und Eva war diese ÖCT Ausfahrt eine der schönsten überhaupt.

Diesmal war für mich das erste Mal etwas anders. Ich hatte bis auf einen Anruf bei dem FF Kommandanten Herr Kielhauservnichts zu tun und konnte mich zurück lehnen.  Das war neu für mich und ich war gespannt auf das Ergebnis.

Ulli, Gerhard und Sahli haben hier eine tolle Arbeit geleistet und dank Ihres Einsatzes wurde diese Ausfahrt zu einem tollen Erlebnis. Unser ganzer Dank sei Ihr Lohn! Ein großes Dankeschön auch an Herr Kielhauser, der uns das Gelände des ehemaligen Botenhofes gratis inkl. Strom/Wasser zur Verfügung gestellt hat. Die Teilnehmer bedankten sich mit einer freiwilligen Spende in den Feuerwehrhelm (60 EUR).

Weitere Bilder zu diesem Event findet Ihr in der Bildgalerie...

Schon in wenigen Tagen steht ein weiteres ÖCT Ereignis an, die Fahrt zur Adventmeile in Seebenstein. Auch hier steht uns ein Stellplatz zur Verfügung. Anmeldungen dazu sind noch möglich! Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Special Links

Sandwirt in Semriach - Kesselfall - Perchtenlauf Laßnitzhöhe

In weiterer Folge besuchten ich dann noch mit Winnebago´s und Pepi&Inge unseren Partnerplatz, den Buschenschank Markowitsch in Bad Radkersburg. GPS N 46°41`41" O 15°59`29". Leider hatte der gemütliche Buschenschank mit angeschlossenem Campingplatz (Camping Alt-Weindörfl) und Stellplatz mit Ende Oktober geschlossen und wir mussten unsere knurrenden Mägen vertrösten.

 

Mit hungrigem Magen fahren wir weiter nach Ratschendorf, zu Pechmans alter Ölmühle. GPS N 46.75140° E 15.81242°. bei anfrage und gegen verköstigung (empfehlenswert weil gut) übernachtung kostenlos möglich. echte schmakerln nicht nur kulinarisch gibt es da zum kosten aber auch zum besichtigen. von alten motorrädern, autos, alte möbel(auch zum kaufen) bis hin zu österreichs größter kamelherde, dromedare, emus, wollschweine, jurten usw.usw.  http://www.pechmanns-alte-oelmuehle.at/ Leider standen wir auch hier vor geschlossenen Türen. Wir nahmen ein paar bildliche Eindrücke mit und waren sicher, hier her kommen wir wieder.

Unseren Hunger konnten wir dann endlich kurz vor Riegersburg stillen. Das Gasthaus Auer bietet gut bürgerliche Küche zu sehr moderaten Preisen. Wir entschieden uns für ein Menü, Gemüsesuppe, Schweinsbraten mit Reis inkl. Salatbar. Als Dessert ein Morr im Hemd. Kosten 19 EUR. Der Wirt hat einen großen Parkplatz un bietet gegen Konsumation diesen auch als Stellplatz an. GPS 46.99145° E 15.89784° Keine 800m von hier kann man die Schokolademanufaktur besuchen. GPS N 46.99163° E 15.90791°

Gut gestärkt verlassen wir das Gasthaus und fahren zur Talstation bei der Riegersburg. Eine Auffahrt mit dem Lift war nicht mehr möglich, der Betrieb wurde für heuer bereits eingestellt. Also ging es zu Fuß nach oben. Bei traumhaften Wetter genossen wir die wunderbare Aussicht über das steirische Hügelland. Der Parkplatz der Talstation bietet sich ausserhalb der Saison als guter Übernachtungsplatz an. GPS 47.00655° E 15.93332°

So gingen dann endgültig diese wunderschönen und erlebnisreichen Tage zu Ende. Das Wetter war traumhaft, man glaubt nicht das wir Ende November hatten.EInige dieser Ziele werden wir bestimmt in der warmen Jahreszeit wieder besuchen! Ich hoffe auch Euch konnte ich ich mit diesen Impressionen wieder das ein oder andere Ausflugsziel näher bringen!

 

 

Es gibt einige Kopien aber nur ein Original - Den Österreichischen Campertreff auf www.evto.at

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