<%@LANGUAGE="JAVASCRIPT" CODEPAGE="65001"%> griechenland chalkikidi insel Thassos

GRIECHENLAND 2008

Bevor uns der Herbst in Österreich endgültig einholt, beschlossen wir im August/September 2008 noch für drei Wochen in den Süden zu fahren. Sonne zu tanken und im Meer baden. Wohin - na eh klar, nach GRIECHENLAND! Das Reiseziel ist diesmal nicht von langer Hand geplant, sondern hat sich erst kurz vor Antritt der Reise aus einer spontanen Idee heraus ergeben. Eigentlich wäre Sizilien unser heuriges Urlaubsziel gewesen. Diesmal nutzen wir erstmals nicht die Fähre sondern entschieden uns für den Landweg über Ungarn-Serbien-Makedonien. Mit dabei, wie schon im Vorjahr Evi&Leopold und in der zweiten Woche kamen dann Gabi&Pepi nach.

Tag 1 - Tageskilometer: 417km Fahrzeit brutto: 7 Stunden

Km Stand 152.754 - Hurra, lange haben wir gewartet aber jetzt ist es soweit. 22.8.2008, es ist 15.15 Uhr, an der Shell Tankstelle in Sollenau tanken wir noch mal unsere Dieseltanks auf. (30,4Liter á 1,314 Euro) Wir fahren über Sopron weiter nach Györ. Dort kaufen wir für 8,50 EUR eine 4 Tages Autobahnvignette. Dann geht's auf die M1 Richtung Budapest (erreichen wir 19.20 Uhr). Weiter die E76 nach Szeged. Der Parkplatz ca. 1km vor der Grenze ist leider gesperrt! Keine 100m vor dem Grenzübergang nach Serbien suchten wir uns in der Busspur ein Platzerl zum Übernachten. (es ist 21.55 Uhr) GPS N 46°10`49,2" O 19°59`2,9` Ein eher ungemütlicher und lauter Platz, aber um unsere müden Körper ein paar Stunden für die morgige Strecke zu schonen reicht's allemal. Bei der Anreise aus Serbien hupen wütende Autofahrer, ein Stau soweit das Auge reicht. Wir essen noch den mitgebrachten Kümmelbraten und fallen dann gegen 23.30 Uhr hundemüde ins Bett.

Tag 2 -Tageskilometer: 847km Fahrzeit brutto: 13 1/2 Stunden Wetter: 43°

Heute Morgen ist zeitig Tagwache (4.15 Uhr). Ich wollte gar nicht aus dem Bett kommen, erst als mir Poldi androhte sich zu mir zu legen war ich hellwach! *gg* Wir trinken noch schnell einen Nespresso und beschliessen aufgrund der leeren Grenze gleich los zu fahren und das Frühstück auf später zu verschieben. Die Reisepässe und die grüne Versicherungskarte wurden geprüft und auch im WoMo schauten sich die Zöllner kurz um. Aber in nicht mal 5 min waren wir in Serbien! Die E76 war auch hier gut befahrbar. Nach 79km, es dämmerte bereits zahlten wir das erste mal Maut (15 EUR). Bei einer der vielen Tankstellen füllten wir unseren Dieselvorrat wieder auf. (58Liter á 1,24 EUR p. Lit.). Also billiger als in Österreich! Bei Belgrad ( es ist bereits 7.20Uhr) zahlen wir wieder 13 EUR Maut.

Es ist 8.15 Uhr, wir machen die erste Rast. Dazu fahren wir das Motel-JERINA an. Hier wäre ein idealer Übernachtungsplatz, wenn man den ersten Tag nicht schon in Szeged abstellen will. Hier kann man sicher beruhigt übernachten. Stellplatz inkl. Ver/Ent, Strom und Duschen 10 EUR. GPS N 44°34`59,5` O 20°49`1,3`

Wir haben noch immer 710km vor uns, also weiter. Beim wegfahren lauft uns noch der streunende Hund nach und dass bis auf die Autobahn. Nach einem kurzen Olympia reifen Sprint gab er dann auf. Dieses mal hatte Eva erstmal richtig Mitleid mit einem Streuner. Kurz vor Nis (es ist 10.44 Uhr) bezahlen wir wieder 39 EUR Maut. Später nochmals 10 EUR Maut. Gesamt Mautkosten in Serbien 77 EUR. Zitat zum Abschluss, die Strassen sind sehr gut befahrbar!

Um Punkt 13.30 Uhr verlassen wir Serbien und reisen in Makedonien ohne Wartezeit ein. Aber auch hier, bei der Einreise nach Serbien kilometerlanger Stau! Über eine Heimreise per Fähre Igoumenitsa-Venedig wurde hier erstmals laut nachgedacht! Wir müssen wieder mal tanken. In Makedonien ist der Dieselpreis noch billiger. Wir tanken 59L á 1,09 EUR ! Auch in Makedonien sind die Straßen nicht schlecht und es gab keinerlei Probleme. Es gibt 3 Mautstellen (gesamt 5 EUR) Die Fahrerei selbst wurde langsam zur Qual. Müdigkeit und Wadenkrämpfe plagte mich bereits!

16.12 Uhr fahren wir wieder ohne Wartezeit auf griechischen Boden! Aus dem CD Player ertönte ganz laut der Sirtaki und die griechische Fahne wurde am Spiegel gehisst! Spätestens jetzt wurden die letzten Kräfte mobilisiert, wir wollten noch unbeding heute ans Meer. Wir nehmen die Abfahrt KILKIS (Tipp:dort gibt's gleich einen Lidl) und wählen rein durch Zufall am Navi den Ort SOZOPOLI als erstes Ziel in Griechenland aus. Thessaloniki lassen wir ungehindert auf der ausgebauten Umfahrung rechts liegen und rollen dann am unteren Ende der Ortschaft SOZOPOLI direkt am Sandstrand um (18.00 MEZ) Uhr nach 847km aus! Wir sind alle total erschöpft, aber froh das wir die lange Anreise ohne Probleme geschafft hatten. Es hatte 43° Lufttemperatur und auch das Meer welches wir gleich testeten hatte 29°. Unser erster Stellplatz lag sehr schön direkt am Meer mit Sandstrand. Dieser Abend endete mit dem ersten Sonnenuntergang im heurien Urlaub. GPS N 40°16.413` O 23°8.737`

Tag 3 -Tageskilometer: 91km Fahrzeit brutto: 3 Stunden Wetter: 36°

Um 9.00 kroch ich bereits aus den Federn, ein neuerlich heißer Tag kündigt sich an. Am Vormittag inspizierte ich die Ortschaft mit dem Fahrrad. Rechts den Strand entlang gibt es auf einem Hügel eine kleine Taverne. Im Ort findet man einen Bäcker und einen Brunnen zum Wasser bunkern aber leider kein Internetcafe. Nach der anstrengenden Bergfahrt gönnte ich mir in einer kleinen Taverne eine kühle Cola und einen schmackhaften Gyros. Nachmittags schrieb ich an diesem Bericht und "kühlte" mich zwischendurch im Meer ab. Eigentlich waren wir schon fast darauf eingestellt eine weitere Nacht hier zu verbringen, aber Eva wurde es plötzlich fad und rief zum Aufbruch. Also suchten ich schnell mal ein ungefähres Fahrziel. Wir beschlossen unsere 3 Finger Rundreise gegen den Uhrzeigersinn zu beginnen und gaben ins Navi Kassandria ein. Was wir hier zu sehen bekamen, war für Freisteher ein Albtraum. Eine Tourisenhochburg reiht sich an die nächste. Jede Menge Feriensiedlungen, Campingplätze und Hotels, kein Meter unverbauter Platz an der Küste. Nichts wie weg dachten wir! Aber leider überraschte uns die Dunkelheit und wir waren gezwungen einen Nächtigungsplatz zu finden. Aber natürlich waren wir nicht mit irgendeinem Platz zufrieden, am Meer sollte dieser schon sein! Ich hatte schon fast aufgegeben und war im Gedanken schon bis Sithonia zu fahren, dann sah ich in der Ortschaft CHROUSOU einen Wegweiser mit Beach. Also nichts wir hinunter zum Meer. Es war inzwischen schon stockdunkel geworden. An einem kleinen Fischerhafen endete die Straße. Zu Fuss suchten Poldi und ich dann einen geeigneten Platz für unsere Fahrzeuge. Unter einem Baum stand ein WoMo aus Italien, das erste welches wir in diesem Urlaub sahen. Wir fanden dann einen Platz mit sandigem Untergrund. Das Meer nur durch Schilf getrennt. Wir packen den Griller aus und verbrachten einen lustigen Abend. GPS N 39°57,440` O 23°40,839`

Tag 4 -Tageskilometer: 124km Fahrzeit brutto: 4,5 Stunden Wetter: 36°

Wir verbrachten eine ruhige Nacht. Kaum beim Frühstück wurde der Platz aber von Bussen und Einheimischen Badegästen frequentiert. Wir badeten noch schnell und brechen dann kurz vor 11.00 Uhr auf. Davor rief ich aber noch bei Minoan Lines in Igoumenitsa an um 2 Ticket's für unsere Rückreise zu ergattern. Leider mit negativem Ergebnis, alles ausgebucht! Auch diese Seite des 1. Finger zeigte das selbe Bild, Massentourismus pur und fast keine Stelle wo man mit dem WoMo zum Meer kann. Am Ende des Ortes AFITOS versorgen wir uns beim Lidl (GPS N 40°6.309` O 23°25.700`). Kurz darauf kamen wir an einer griechischen Tankstelle mit unaussprechlichem Namen vorbei. Diesel 1,176 ! Hier tanken wir unsere inzwischen fast leeren Tanks wieder voll. Der Junge an der Zapfsäule drückte zwischendurch mal den Zapfhahn ab, na super! Es waren genau 23 EUR drauf, beim 2. Versuch nochmals 37 EUR, sein Vater schimpfte wie wild mit ihm, aber die Verrechnung war korrekt! Unser Duci war mit 51Liter Diesel wieder bereit für weitere Abenteuer. Bei MARMARAS machen wir einen Fotostop. Schöne Hafenstadt, aber wir rollten weiter richtung Süden des 2. Finger. Kurz nach Marmaras kommt auf der rechten Seite eine Brunnenwand, dort füllen wir unseren Wassertank auf. GPS N 40°5.742` O 23°47.265`

Wir trauen unseren Augen nicht, vor uns ein Clou, exakt wie Ihn ein Freund von uns, der Willi hat! Der wird uns doch ned überraschen wollen! *gg*. Der Clou biegt ca. 3km vor Toroni in eine Sandpiste ein. Ich denke der weiß wohin er will, also nichts wie nach! Durch einen Olivenhain mit vielen Schlaglöchern endet die Staubpiste dann an einem langen, schönen Sandstrand. Hier sehen wir erstmal eine Ansammlung von Reisemobilen. Wir fotografieren und beschließen aber weiter in Richtung Toroni zu fahren. GPS N 40°0.648` O 23°51.930` ACHTUNG: Während unseres Urlaubes haben wir des öfteren von Betroffenen erfahren, das die Polizei dort die Camper verjagt hat. Griechen mussten an Ort und Stelle 150 EUR bezahlen, Ausländer kamen mit einer Verwarnung davon!

Ich wollte aber nicht die Road fahren, sondern versuchen der Staubpiste zu folgen und der Küste entlang zu holpern. Plötzlich eine heftige Steigung vor uns und Gegenverkehr. Als der Jeep mit Griechen auf gleicher Höhe war, fragte ich Ihn auf englisch ob die Piste für unsere WoMo´s zu bewältigen wäre. Er meinte nur, "No, very danger!" Also suchten wir eine Stelle zum Wenden und fuhren die Road bis kurz vor TORONI. Hier gibt es einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer. Auch schatten spendende Bäume und Palmen sind da. Als wir bemerkten das die italienischen WoMo´s kurz vor der Abreise waren, gingen wir erstmal baden. Später stellten wir unsere WoMo´s nach unseren Wünschen auf. Es war herrlich hier! Es gibt auch eine kleine Taverne, Maria sorgt für kühle Getränke und köstlichen Gyros. GPS N 39°59.515` O 23°53.589´

Tag 5 -Tageskilometer: 53km Fahrzeit brutto: 4 Stunden Wetter: 34°

Heute haben wir alle eine Horrornacht hinter uns! Es war drückend heiß im WoMo und die Killergelsen haben uns den Krieg erklärt! Immer wieder flüchteten wir vor der Hitze ins Freie wo es doch um etliches angenehmer war. Gegen 3.00 Uhr Früh versuchten wir es noch einmal. Das öffnen aller Fenster hatte endlich Abhilfe geschaffen, aber natürlich auch den Gelsen Tür und Tor geöffnet! Trotz allem schliefen wir dann doch noch ein. Es war bereits 10.00 Uhr als ich aus den Federn kroch! Wieder steht uns ein heisser Tag bevor. Wir beschlossen, die nächsten Buchten abzufahren. Auch die Suche nach einem Internetcafe stand heute am Programm!

Aufgrund der Müdigkeit wollten wir es heute ruhig angehen lassen und keine Kilometer "fressen". Nun, Kilometer haben wir an diesem Tag fast keine gefahren, aber ruhig ist doch anders!*gg* Am Ende von Toroni gibt es noch eine lange Sandbucht, an deren Ende die Reste einer Festung. Hier stehen 3 öffentliche WC Container, welche wir gleich nutzen um unsere Toiletten zu entleeren. Danach wird es etwas gebirgig. Bei einem Fotoshooting an einem Aussichtspunkt lernten wir ein junges Wiener Neustädter Pärchen kennen. Die erzählten uns von 2 Traumbuchten nach der Ortschaft KALAMATSI.

Also los! In Kalamitsi rollen wir an 2 verlassenen Campingplätzen vorbei. Bei dem Hinweisschild (GPS N 40°1.140`O 23°59.223`) Kriaritsi Beach - Klimatarina Beach biegen wir rechts in eine Sandpiste ein. Diese endet nach etwa 1km in einer neuen Teerstraße. Hier richten wir uns weiter nach Taverne Christina. Diese Gegend, eine karge Gebirgslandschaft dürfte aber schon baulich verplant sein. Denn ein Gewirr aus Asphalt und Betonstraßen prägen diese Landschaft hier. Aber kein einziger Ziegel für ein Haus wurde bisher gesetzt! Bei dieser Gelegenheit möchte ich gleich mal eine Lobeshymne an die Firma IGO ausrufen! Sogar dieses planlose Straßen Nirvana ist bestens auf der Navikarte vorhanden. Dort wo die Straßen aufhören, enden Sie auch am Navi! Meiner Meinung nach hat IGO8 das beste Kartenmaterial welches es zur Zeit gibt! Wir schauen uns dann noch den Campingplatz KRISTINA an, welcher sehr idyllisch in einer schönen Bucht liegt!

Da wir aber nichts von Campingplätzen halten, wollen wir diese karste Gegend weiter erforschen. Wir dringen immer weiter in dieses Strassen "wirrwarr" vor. Einige male müssen wir umkehren da die Straße vor uns im Abgrund endet. Bizarre Steine runden das Ambiente hier ab. An manchen Stellen gibt's hier tolle Blicke auf die Steilküste, wo die Wellen gegen die Klippen klatschen. Einfach geile Gegend hier!

Als wir an der Gabelung einer Schotterstraße anstanden, versuchte Poldi sein Glück links und ich rechts Richtung Vicky Beach wo ich dann auch die Gelegenheit nutzte und im glasklaren Wasser baden ging. An Beiden Stellen gab es schöne Buchten aber kaum Stellpatz und Wendemöglichkeiten. Die Schotterpisten waren teilweise sehr steil. Poldi berichtete später von durchdrehenden Räder im 1. Gang.

Nun reicht's, die Zeit lief uns auch wieder mal davon, wir fuhren ein Stück die selbe Strecke wieder zurück. Keine 500m weiter, ein Hinweisschild "SYKIA BEACH". Dieser folgten wir und rollten keinen Kilometer weiter an einem wunderschönen Sandstrand aus (16.30 Uhr), nur 1400m vom Campingplatz PITSONI (Einer von 3 Campingplätzen in Sykia) entfernt. GPS N 40°2.143` O 23°59.321` Hier endete dann auch dieser Tag mit einer wunderbaren Nacht! Auf einen Bild ist im Hintergrund schon der dritte Finger mit dem Berg ATHOS zu sehen!

Tag 6 -Tageskilometer: 98km Fahrzeit brutto: 8 1/2 Stunden (inkl. Aufenthalt in NIKITI) Wetter: 32°

Wir verlassen heute ohne Frühstück (nur Kaffee) den wunderschönen Strand SYKIA BEACH um 10.30 Uhr. Unser Zwischenziel lautet heute VOURVOUROU. Es geht steil bergauf und danach wieder bergab. Nach 35km erreichen wir diesen Ort. Dieser hat aber wirklich nichts zu bieten, ausser einem störrischen Griechen, der Geld für den Parkplatz vor einem kleinen Supermarkt will. Ich tu so als würde ich Ihn nicht sehen, Poldi disskutierte mit Ihm herum und parkte sich dann ebenfalls mit quietschende Reifen ein. Unsere Frauen gingen einstweilen einkaufen und auch der Grieche zog laut schimpfend aber ohne Euros von dannen! In der Ortsmitte bogen wir in zum KARIDIBEACH ab. Ein märchenhaft, karibischer Strandabschnitt mit kleinen Buchten, dazwischen malerische Felsformationen. GPS N 40°11.514` O 23°48.456´

Leider sind kaum Parkmöglichkeiten, da die Einheimischen heute massenhaft das schöne Wetter zum baden nutzen! Also fahren wir mal ohne Ziel der Küste entlang weiter. Nach ca. 2 km erspähen ich rechts einen Picknickplatz inkl. Brunnen mit frischem Quellwasser. GPS N 40°12.023` O 23°45.874´ Dort machen wir gleich eine gemütliche Pause, frühstücken und bunkern Wasser. Hier treffen wir einen Schwaben mit seiner serbischen Frau. Die geben mir den Tipp eines Internetcafe´s in NIKITI. In ORMOS PANAGIAS erkundige ich mich noch schnell um die Ticketpreise für eine Rundfahrt zum heiligen Berg Athos. Zwischen 25-30 EUR pro Person wird diese Schifffahrt hier angeboten, was wir als zu teuer einstufen. Wen es interessiert, der kann unter folgender Nummer immer einen Tag davor seine Reservierung buchen, +30 2375-031522. Wir verschieben diesen Ausflug vorerst mal bis nach OURANOUPOLIS.

NIKITI ist ein quirrliger Ort mit kleinen Hafen, langen Sandstrand und jeder Menge Tavernen und Strandbar´s. Wir parken unsere WoMo´s direkt am Sandstrand ein und gehen erstmal baden. Während die andere Eis essen gehen, schwinge ich mich auf mein Fahrrad und düse die 500m zum Internetcafe. Dort rufe ich mal über 1000 Emails ab und nehme via ÖCT Forum Kontakt zu meinen Camperfreunden zu Hause auf.

Nach 3 Stunden Aufenthalt, es war bereits 16.45 Uhr war es an der Zeit einen Nachtplatz für uns zu suchen. Wir fuhren ein Stück die Straße zurück und bogen links weg nach PIRKADIKIA. Dort endet auch für das erste die Straße enlang der Küste. Einen geeigneten Platz finden wir dort in dem kleinen Fischerdorf nicht. Also weiter nach GOMATIO, einige alte Griechen in einer Taverne deuten uns den Weg die Straße hoch. In GOMATIO angekommen biegen wir gleich am Ortsbeginn rechts ab. Eine ca. 10km lange nagelneue aber schmale Teerstrasse und ein unwegsames Gelände wartet darauf von uns erforscht zu werden. Während der Fahrt hat Eva etwas in den großen Zehen gestochen oder gebissen. Wir konnten aber nicht feststellen was für ein Tier das war. Der Zeh wurde an der Einstichstelle schnell blau, weniger später war der Zeh auch oberhalb blau und geschwollen!

Nach 10 km mündet die schöne Teerstraße in eine Schotterpiste. Wir durchqueren einen Fluss, der aber nur sehr wenig Wasser führt. Kurz bevor wir das Meer erreichen finden wir noch rechts bei einem großen Ahornbaum einen Brunnen mit Wasserhahn, (GPS N 40°20.996` O 23°47.846`) danach erreichen wir das Meer an einer Gabelung. Über Funk machten wir uns aus wer wo hin fährt. Poldi links und wir halb rechts durch meterhohes Schilf. Der Platz gefiel uns nicht! Poldi rief über Funk und berichtete über ein schönes Platzerl. Dort blieben wir dann auch für diese Nacht, am STRAND VON PIRGOS GPS N 40°20.632` O 23°47.496`Leider hat unser Kühlschrank scheinbar endgültig der Hitze nach gegeben. Er kühle gar nicht mehr, nur das Gefrierfach war noch kalt! Fleisch welches wir heute grillen wollten war bereits schlecht geworden. Also gab es Käsepätzle für uns und das Fleisch für die streunenden Hunde! Es ist bereits 22.25 Uhr und es hat immer noch 27°. Aber es wehte eine feine Meeresbrise, hoffentlich bringt diese auch kühle Luft ins WoMo. Wenn Eva´s Zeh bis morgen nicht besser wird, müssen wir ein Krankenhaus aufsuchen!

Tag 7 -Tageskilometer: 27 km Fahrzeit brutto: 3 Stunden Wetter: 31°

Während Poldi schon den frühmorgendlichen Sonnenuntergang fotografierte schlief ich noch friedlich! Nach dem Frühstück machten die Mädels einen ausgedehnten Strandspaziergang (Eva´s Zeh war nicht mehr blau!), Poldi und ich gingen baden. Als heutiges Tagesziel gab ich OURANOUPOLI ins Navi ein (34km). Sicher werden auch heute wieder etliche Zwischenziele die Fahrzeit verlängern! *gg* Achja, der Kühlschrank funktioniert wieder, wahrscheinlich weil gestern wieder einiges an Inhalt verbraucht wurde!

Es geht wieder ein Stück den Weg zurück, an der Gabelung biegen wir aber diesmal rechts ab. Im nächsten Dorf folgen wir dem Hinweisschild Cafe ELENI. Ein schmaler weg führte uns zu einer Taverne. Hier könnte man gut übernachten, Wasser fassen und Fisch essen. GPS N 40°21.877`O 23°49.686`. Wir aber müssen weiter, nach OURANOPOLI. Die Teerstrasse war dann bald zu Ende und eine Sand-Schotterpiste führte STEIL bergauf der Küste entlang. Wir waren froh nach einigen Kilometer wieder heil die "Road" zu erreichen.

In TERISSOS legen wir dann einen Badestop ein. (GPS N 40°23943`O 23°52.933) Hier erwartet uns ein schöner Sandstrand und jede Menge großer Wellen. Noch schnell einige Erinnerungsbilder und dann geht's weiter. Um 14.50 Uhr kommen wir in OURANOUPOLI an. Hier wird's für WoMo Fahrer verdammt ungemütlich. Viel Verkehr und enge Gassen. Der erste Parkplatz gleich zu Beginn der Ortschaft war voll, ich stand schon zur Abfahrt in den Hafen bereit, als mir ein grieche verständlich machte das es hier nicht weiter geht! Er regelte für uns den Verkehr und wir konnten ungehindert wenden.

Am Ende der Ortschaft gibt es einen riesigen Parkplatz, der aber berstend voll war. Also stellten wir unsere WoMo´s mal am Ende des Hafenortes ab und spazierten in die Stadt. (Übernachtungsplatz GPS N 40°19.447`0 23°59.003`) Ein byzantinischer Turm mit hölzernen Balkonen weist uns den Weg zum Hafen. Hier ist der Tourismus noch voll im Gange. In den diversen Gassen wird von den Tavernen Besitzern um jeden Gast gefeilscht. Überall wurden wir teilweise bis in die Küche gezerrt um uns zu zeigen welche Leckerein jeder zu bieten hat. In einer Taverne am Meer stillen wir für das erste den kleinen Hunger,Für 1x Hamburger mit Pommes, 1 Portion Pommes und 2x griechisches Bier bezahlten wir 13,5 EUR. Leider war auch am Rückweg die Ticketverkaufstelle für eine Rundfahrt zum heiligen Berg Athos noch unbesetzt. Also los, rein in die Badesachen und ab ins Meer. Später konnten wir trotz der Hitze ein wenig schlafen. Am Abend lösten wir dann für morgen unsere Ticket's. 12 EUR p. Person für eine 3 Stunden Rundfahrt fanden wir als sehr fairen Preis.( TIPP, wer kurz vor der Abfahrt eine Art LAST MINUTE TICKET kaufen will, kann das für 10 EUR tun). Zum Abschluss dieses schönen Tages gingen wir in eine Taverne Abendessen. Wir dinierten auf einer Terasse direkt am Meer 2 x reichlich Kalamari Fritti, 1 x großen Salat (keinen griechischen, denn da sind bloß 4 Oliven und 2 Käsestücke mehr drauf und der kostet mit 7 EUR das doppelte!!!), 1x Pommes, 2 Flaschen Mythos bezahlten wir nur 27 EUR. Dazu als Geschenk des Hauses, eine Flasche Wasser und griechischen Griesskuchen und Wassermelone als Dessert. Während Poldi und Evi sich in die Heia schmissen, streifte ich mit Eva noch durchs nächtliche OURANOPOLI. Zufällig fanden wir auch noch ein Internetcafe. *gg* Sodale, jetzt ist es 1.20 Uhr und wir haben immer noch 27°. Gott sei Dank weht eine leichte Meeresbrise! Kali Nichta!

Tag 7 -Tageskilometer: 197 km Fahrzeit brutto: 4h 50min Stunden Wetter: 31°

Heute um 12.30 Uhr legt unser Schiff "IOANNA" vom Hafen Ouranopuli ab. Schon nach wenigen Minuten sichten wir Delphine! Leider war ich mit der Kamera immer etwas zu spät dran! Die Schiffsfahrt zu den Klöstern bis hin zum heiligen Berg ATHOS ist absolut sehenswert! Ich habe die Strecke mit meinem Navi aufgezeichnet. Das Schifft fährt die 52km lange Strecke 20km/h und braucht dafür ca. 3 Stunden.

Um 15.30 Uhr verlassen wir Ouranopuli auf dem selben Weg wie wir gekommen sind. Unser heutiges Tageziel sollte KAVALA oder KERAMOTI werden. Das heißt wir müssen heute wieder einige Kilometer runterspulen.Wir schauen uns einige Plätze auf dem Weg an, aber nirgends gefällt es uns wirklich. In einer Ortschaft erblicke ich vor einer Werkstatt eine Gasbrenneranlage. Dort erhitzt mir ein sehr freundlicher Grieche den Auspuff und Poldi biegt das Endrohr weiter nach außen. So jetzt sollte endgültig schluss mit dem Russ auf der Schürze sein. Dann versorgen wir uns noch mit Zigaretten und frischem Brot. In CHAIDEFTO müssen wir auch mal wieder tanken. (54 Liter Diesel á 1,299 EUR). Wenige Kilometer weiter rollen wir dann an einem Sandstrand in KERAMOTI aus. GPS N 40°51.238`O 24°41.785` Hier beheben wir unsere Kühlschrankprobleme, Brenner wird geputzt und Abgaskanal abgedichtet. Später sitzen wir in der lauen Sommernacht im Sand, die Insel THASSOS haben wir zum greifen nahe direkt vor uns! Wir denken an unsere Freunde Pepi und Gabi, welche ja seit heute Mittag auf dem Weg zu uns sind. Telefonisch haben Sie uns über Hitzeprobleme des Fiatmotors berichtet. Jetzt stehen Sie mal in einer ungarischen Werkstatt, morgen werden sich die Beiden dann wieder melden! Wir stoßen mit einem letzten Glas Rotwein auf Bodo´s Genesung an und gehen dann bald schlafen! Hoppala, es ist ja schon wieder 1.00 Uhr Früh, jetzt aber schnell ab in die Heia!

Tag 7+8 -Tageskilometer: 197 km Fahrzeit brutto: 4h 50min Stunden Wetter: 31°

Samstag, wir sind bereits eine Woche in Griechenland und hatten schon jede Menge toller Erlebnisse. Heute ist der Tag X, die Jogas sollen heute Nachmittag ankommen. Wir gehen ins glasklare Wasser baden und genießen den Blick auf die Insel Thassos. Nach telefonischer Rücksprache mit Pepi&Gabi, haben die Beiden noch immer Probleme mit Ihrem WoMo. Der Motor verbraucht auf 100km mehrere Liter Wasser! Mittags starten wir Poldi´s WoMo und machen uns auf die Suche nach einem Lidl. Am Ende der Ortschaft Keramoti steht ein Hinweisschild "Lidl 12km". Bei der nächsten Kreuzung aber leider keine Spur mehr von einem Schild. Also geht's nach Gefühl weiter. Wir finden aber keinen Lidl also wieder kehrt, denn die Jogas müssen bald kommen. Kurz vor Keramoto finden wir dann durch Zufall tatsächlich noch den Markt. Wir bunkern MARVRO DAPHNA, den süßen Wein welchen wir so gerne trinken, ausser Eva die bleibt bei Ihrem "Essigwasser" (Rezina).*gg*

Es ist 18.30 Uhr, Gabi und Pepi kommen geschafft und den Tränen nahe an! Die Freude ist auf allen Seiten sehr groß, alle sind Happy! Gabi&Pepi sehen seit 20 Jahren Griechenland wieder und sind sprachlos, das es Sie trotz der Motorprobleme doch noch geschafft hatten. Wir leerten noch einige Flaschen Mavro Daphna und hatte eine Mords Hetz. Dan kam eine Gruppe rumänischer Jugendlicher an den Strand und entzündeten ein Lagerfeuer. Es dauerte nicht lange, schrien sie zu uns "come on"! Poldi und ich ließen nicht lange darum bitten, unsere Frauen wurden dann später von den rumänischen Girls nachgeholt. Eine lustige Gruppe, Tequilla war deren Schlachtruf. *gg* Leider kam dann der Regen und die lustige Runde zog wieder in Ihre Hotels zurück. Der Regen war dann aber bald vorbei und es war drückend heiß im WoMo. Dennoch sorgten einige Tequilla und unser Rotwein für ein paar Stunden Schlaf.

Tag 9 -Tageskilometer: 18 km Fahrzeit: 23min Stunden Wetter: 30°

Heute setzten wir auf Thassos über. Da wir nicht wissen wie die Verhältnisse für uns Individualurlauber auf der Insel THASSOS sind, bunkern wir vorsorglich noch Wasser und Diesel in KERAMOTI. Dann geht's ab zum Hafen. Wir nehmen die Fähre um 12.30 Uhr. Für 5,5m bezahlen wir 22 EUR, Poldi für 6m 24 EUR. Pro Person kostet das Ticket nochmals 3 EUR. (in unserem Fall also 28 EUR). Wenn man gleichzeitig ein Retourticket löst bekommt man auf die Rückfahrt 30% Rabatt. Das machen wir aber nicht, da wir die Rückfahrt von Thassos nach KAVALA buchen werden.

Die Überfahrt ist sehr wellig und mir wird bald darauf schlecht! Gott sei Dank dauert die Überfahrt nur eine halbe Stunde und Gabi heilt mich mit KO Tropfen auf pflanzlicher Basis. Ein besonderes Erlebnis bei der Überfahrt sind die vielen handzahmen Möwen. Sie lassen sich im Wind treiben und nehmen die diverse Leckerein der Passagiere direkt aus der Hand!

13.15 Uhr, wir fahren auf Thassos an Land. Wir verlassen das hektische Hafengelände gegen den Uhrzeigersinn, als erstes Ziel gebe ich PRINOS ins Navi ein. Auch das Navi dürfte leicht seekrank sein, denn zu Beginn will uns dieses 75km rund um die Insel schicken. Aber nach einigen Minuten hat auch das Navi wieder festen Boden unter sich und routet uns richtig die 15km nach Prinos. Unsere Angst wegen fehlender Möglichkeiten Wasser zu bunkern war unbegründet. Schon nach 3 km sichte ich die erste Brunenwand rechts neben der Strasse. In SKALA RACHONIOU wäre die erste Übernachtungsmöglichkeit am Hafen, auch hier gibt es einen Wasserhahn. GPS N 40°46.886` O 24°36.850`

In PRINOS selbst gibt es ebenfalls einen Fährhafen. Hier gehen wir einkaufen, essen das bisher beste Gyros und machen uns gleich über die Fahrpreise nach KAVALA schlau. Mit 5,5m WoMo und 2 Personen kostet die Überfahrt PRINOS-KAVALLA 48 EUR. Hier gibt es auch einen Bankomaten, der aber bei uns nicht befüllt war. Auf der Tankstelle nehmen wir dann noch Sprit für unseren Honda Generator mit.

Nun wurde es Zeit einen geeigneten Übernachtungsplatz zu suchen. Dieser sollte aber nicht zu weit entfernt sein, da wir ja morgen den urigen Markt in PRINOS besuchen wollen. Ich wähle eine Stichstraße Richtung mehr. Wir fahren eine staubige Schotterstraße durch eine Olivenplantage. Es wurde immer enger, für größere WoMo´s ist hier Schluss! Wir aber fuhren weiter, die Äste der Olivenbäume kratzten ziemlich fest an unseren WoMo´s, sowohl an der Seitenwand als auch am Dach. Ich und Pepi waren schon am sicheren Strand als Poldi plötzlich über Funk mitteilte das es seine Markise erwischt hätte. Als wir später am Übernachtungsplatz den Schaden begutachteten stand fest, die Markise ist hinüber. Wir bauten den demolierten Schattenspender kurzerhand ab und verstauten ihn am Dach. Auf diesen Schock hin musste eine Flasche Metaxa ihr Leben lassen.

Geschehenes konnten wir leider nicht rückgängig machen, aber bei unseren Touren müssen wir doch immer wieder mit Schäden dieser Art rechnen. Nichts desto trotz, der Metaxa zeigte bei Poldi bereits Wirkung und er tanzte mit den Mädels Sirtaki. Hier hüpften wir auch erstmals auf THASSOS ins Meer. Unser heutiger Platz befindet sich in unmittelbarer Nähe einer nagelneuen Apartmentsiedlung, wir haben aber trotzdem kein Problem mit dem Freistehen. Hier werfen wir am Abend den Griller an und LEBEN Griechenland. GPS N 40°45.268` O 24°33.687`

Tag 10 -Tageskilometer: 18 km Fahrzeit: 23min (ohne Besichtigung) Wetter: 28°

Heute besuchen wir den Markt in PRINOS welcher immer nur Montag statt findet. Hier werden Waren aller Art lautstark zum Kauf angeboten. Auch wir markten günstig ein (Jeans,Gürtel,Sonnenbrillen,Schuhe). Feilschen war hier nicht möglich, aber bei den Jeans konnte ich der Dame wenigstens 2 Paar Nike Socken abringen *gg*!

Hier einige Portraits der Markthändler(innen)

Da wir alle mit Bodo unterwegs sind müssen wir wieder an unseren Stellplatz zurück. Dann geht's weiter, mein erstes Ziel habe ich knapp verfehlt, also folge ich dem Schild KALLIRACHI ein Stück in das Landesinnere. Ein wunderschönes, uriges Bergdorf wartet auf uns. Achtung Straße endet am Hauptplatz wo es sehr eng ist!

Wir haben Glück und können gerade noch 3 Parklücken ergattern. Dann gehen wir den "PFAD DER POESIE" das Dorf hinauf. Winzige Gassen mit vielen Abzweigungen geht es steil bergauf. Viele Häuser sind schon am verfallen und verlassen und wir sehen kaum Dorfbewohner, die bleiben bei der Mittagshitze lieber in Ihren Häusern. GPS N 40°41.577` O 24°33.252´

In der Dorfkirche treffen wir Pfarrer Georg (ein Schweizer). Ein ungewohnt freundlicher "Papa", der nichts gegen fotografieren hat und uns in deutscher Sprache bereitwillig einige Anekdoten zur Geschichte der Kirche erzählt. Das Gotteshaus ist ca 250 Jahre alt und aus Materalien wie Stein und Holz gebaut.

Auf dem Retourweg lernten wir dann einen alten Mann und zwei seiner Freunde, Panaotis und Joanis kennen. "Stelio" geht hier seit Jahrzehnten dem Handwerk des Schuster nach. Ein kleiner, alter sehr freundlicher Mann. Er und seine Freunde stehen gerne für einige Bilder zur Verfügung. Wir haben eine Mords Gaudi und tauschen Adressen für den Versand der Bilder aus. Ein Besuch in der winzigen Werkstatt von Stelio ist Pflicht wenn man hier in diesem verschlafenen Bergdorf vorbei kommt!

Nach der doch anstrengenden Tour kehren wir noch am Hauptplatz in die Taverne von "Bill" ein. Eiskaltes Mythos und gegrilltes Gemüse mit Tsaziki gönnten wir uns hier. Bei dieser Gelegenheit lernten wir auch die kleine Eva kennen. Diese süße Göre liebte es der streunenden Katze in den Arsch zu treten! *gg*

Nun aber wollen wir uns wieder auf die Suche nach einen geeigneten Übernachtungsplatz machen, vorzugsweise an einem Sandstrand. Fündig werden wir in LIMENARIA. Hier finden wir einen ca. 1 km langen Sandstrand. Wir durchqueren die Hafenpromenade und rollen die Sandpiste weiter. Direkt am Strand unter schattenspendenden Bäumen stellen wir unsere WoMo´s ab. Und jetzt nichts wie rein in Meer. Durch den Wind der seit gestern herrscht ist die Wassertemperatur um etwa 2° zurück gegangen. Herrlich hier bleiben wir! GPS N 40°37.518`O 24°33.763`

Zum Abschluss eines weiteren erlebnisreichen und lustigen Urlaubtages schlendern wir durch die Fressmeile von Limenaria und kehrten dann bei einer Tavernen mit freudlichen Wirtsleuten ein. Mit einem tollem Platzerl direkt am Meer und leckeren griechischen Speisen klang dann dieser tolle Tag beim WoMo mit Retsina und Ouzo aus. Das Rauschen der Brandung war das letzte was ich noch vernommen habe!

Tag 11 -Tageskilometer: 31 km Fahrzeit: 4,5 Stunden Wetter: 28°

Wir verlassen Limenaria und fahren in die Berge nach MARIES. Das kleine Bergdorf hat nicht viel zu bieten, aber die Tafel "LAKE" macht uns neugierig. Der Asphalt endet gleich am Ende des Dorfes und eine sandige Schotterpiste schlängelt sich hinauf zu See. Nach 12,2km erreichen wir in 510m Seehöhe den "Lake". Ich war eigentlich überrascht das um diese Jahreszeit tatsächlich Wasser im See war. Für die Einwohner hier dient der See als Bewässerung der umliegenden Olivenplantagen, ob Sie das Wasser auch trinken konnte ich nicht in Erfahrung bringen. GPS N 40°42.049`O 24°38.719`

Nach einem Rundgang wollte ich die einzige Strasse hierher wieder zurück fahren, Pepi aber meinte auf einer Touristenkarte einen eingezeichneteten Güterweg zu erkennen. Ok, abenteuerlustig war ich schon immer und auch Eva fand solch Expeditionen immer attraktiver. Keine 300m bergauf bogen wir rechts ab und konnten bei einem Brunnenhäuschen unsere Wassertanks mit frischem Quellwasser auffüllen. GPS N 40°52.521` O 24°39.247`Natürlich dauert es eine zeitlang bis die Wassertanks von 3 WoMo´s befüllt sind, also nutzten wir den schönen Picknickplatz gleich zum Jausen. Hier lernten wir dann auch ein Paar aus Lilienfeld kennen, Christa&Hans waren mit einem Mietauto unterwegs und Hotelurlauber.

Ab jetzt wurde es "crazy". Der Sand-Schotterweg wäre gerade noch für ein Geländeauto recht, aber nie und nimma für ein Wohnmobil. Aber wir steuerten unsere Fahrzeuge trotzdem immer weiter bergauf, immer im Schritttempo, da die Gefahr sehr groß war die Ölwanne, Gelenke oder Reifen zu demolieren. Obwohl mit IGO8 Navigation bestens ausgerüstet, konnte ich seit der Ortschaft MARIES das Navi nur mehr zur Orientierung nutzen. Für die 6,5km brauchten wir 3 Stunden!!! Folgende Bilder sollen verdeutlichen wie gefährlich es war und was Fahrer, Beifahrer und Wohnmobile auf dieser üblen Bergetappe geleistet haben.

Wir waren froh als Gabi über Funk schrie, "Zivisilation-Asphalt"!!!!! Wir erreichten die Ortschaft THEOLOGOS. Gott sei Dank, wir hatten dieses Abenteuer unbeschadet überstanden, lediglich bei Poldis Hymer spielte die Elektronik verrückt. Temperaturanzeige ging in die Höhe, obwohl die Motortemperatur in Ordnung schien. Je mehr Verbraucher er einschaltete, (Bremslicht,Licht, Klima etc.) umso weiter ging die Anzeige in den roten Bereich. Poldi diagnostizierte einen klassischen Massefehler, wie es vor kurzem mal bei unserem Camperfreund Sahli der Fall war.

Also rollten wir vorsichtig weiter, denn ein Restrisiko eine überhitzten Motors bestand ja dennoch nach POTOS. Der Hauptstrand PSILLI AMMOS war voll mit Sonnenschirme und jeder Menge Touristen. Hier wollte ich keinesfalls Anker werfen. Also fuhren wir ein Stück weiter in Richtung ASTIS. Als ich eine Stichstraße zum Strand sah, sagte ich über Funk den Anderen Bescheid, das Sie warten sollen ich schau mir das mal an. Das war eine goldrichtige Entscheidung, denn ich hatte keinerlei Möglichkeit mehr zum wenden, musste alles im Retourgang zurückfahren. Pepi hatte in der Zwischenzeit 700m weiter einen schönen Stellplatz gefunden und mir die Koordinaten per Funk mitgeteilt. Hier stellten wir unsere Motoren ab und hüpften gleich ins Meer. GPS N 40°36.336` O 24°36.536`

Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32°

Poldi,Evi und die Joga´s wollen noch auf Thassos bleiben, wir hingegen sind schon wieder ganz geil auf neue Stellplätze für unsere ÖCT Stellplatzliste, deshalb düsen wir vorübergehend alleine weiter. Erstes Ziel ist das Kloster ARCHANGELOU. Zwischen ASTRIS und ALIKI finden wir das Kloster gleich rechts neben der Straße. Wie in Griechenland üblich müssen Männer lange Hosen und Frauen Röcke und bedeckte Schultern tragen, der Eintritt ist frei. Es herrscht zwar fotografierverbot, aber ich trickse die Herrschaften gekonnt aus.*gg* GPS N 40°55.848` O24°42.082`

In KINIRA gibte es für leere Wassertanks neben einem kleinen Kiosk eine Brunnenwand, welche wir natürlich gleich zum Wasser bunkern nutzen. Gegenüber kann man die kleine Insel NEA KINIRA sehen, auch einen Badestop könnte man hier einlegen. Das WoMo muss aber oben auf der Straße bleiben. N 40°39.808` O 24°45.871`

Nach 37 km erreichen wir CRISI AKTI, ein Tourismusort mit weitläufigem Sandstrand. Wir finden ein Platzerl ganz am Ende des Strandes und legen eine Badepause ein. Hier muss man sehr weit hinausgehen um schwimmen zu können. Ausser baden hält uns hier nichts fest! GPS N 40°42.848` O 24°45.468`

Kurz vor der Ortschaft POTAMIA gehen wir in einen Supermarkt einkaufen, denn unser Kühli ist arbeitslos! Hier gibt's sogar meine Zigaretten "Rockets 40" zu einem super Preis von nur 3,70 EUR (zu Hause 7,00 EUR) Dann geht's die Serpentinen hoch durch PANAGIA, ein belebter Ort der mit vielen Tavernen zum Essen einlädt. Wir aber wollen weiter nach Thassos. Diese Seite der Insel ist eher Steilküste und bietet kaum Möglichkeiten mit dem WoMo zum Strand zu kommen. Die wenigen Möglichkeiten sind meistens mit Appartement's,Hotels und Sonnenschirmen verbaut.

In Thassos schließt sich dann der Kreis unserer Inselrundreise, mit einem Spaziergang durch die Stadt verabschieden wir uns von THASSOS. Wir kaufen noch Souveniers und kommen in letzter Minute zur Fähre. Für 28 EUR kaufen wir noch schnell ein Ticket nach Keramoto und dürfen als letztes Auto auf das Schiff, welches nur halbvoll ist. Die Fähre ist nicht die selbe wie bei der Hinfahrt, diesmal stehen wir im Schiffsbauch und nicht an Deck! Es ist punkt 16.00 Uhr als wir ablegen. Natürlich waren auch wieder die gefressigen Möwen da! By,by Thassos!

Um 16.38 Uhr legen wir in KERAMOTI an und fahren Richtung KAVALA (39km). Diesmal aber nicht über die Autobahn sondern die Landesstraße. In KAVALA fahren wir diesmal mitten durch die Stadt. Ein riesiges Häusermeer türmt sich da den Berg hinauf. Eine tolle Kulisse, aber wohnen möchten wir hier niemals! Gott sei dank hatten wir unser Navi, denn sonst würden wir vielleicht heute noch in diesen engen, steilen Gassen herumkurven!

Bevor wir nach NEA PERAMOS links abbiegen, kaufen wir noch beim Lidl ein. Mein süßer Rotwein und Eva´s Essigwasser will noch gebunkert werden! Dann fahren wir über die Berge wieder hinunter zum Meer. NEA PERAMOS hätten wir nicht so touristisch erschlossen erwartet. Viele Geschäfte und Tavernen entlang der Strandmeile. Wir fahren bis zum Ende des Strandes und stellen uns unterhalb der alten Stadtmauer an den Strand.(es ist 19.15 Uhr) Hier bleiben wir die Nacht. Eva zaubert köstliche Spagetti Bolognese und danach sitzen wir vor traumhafter Kulisse, dem Lichtermeer von NEA PERAMOS. GPS N 40°49.546` O 24°18.470`

Tag 13 -Tageskilometer: 98km Fahrzeit: 1 3/4 Stunden Wetter: 32°

Nach einer ruhigen Nacht, klettere ich nach dem Frühstück die alte Stadtmauer hoch. Von hier oben hat man einen netten Blick über die vor uns liegende Bucht. Später gehe ich mit Eva noch fischen, leider haben wir kein Glück und fangen nur ein mickriges Fischerl. Um 12.45 Uhr verlassen wir NERA PERAMOS. Wir durchstreifen noch die nährere Umgebung und suchen nach einem Weg entlang der Küste. Aber die Straße endet nach einigen Kilometern immer im Nirvana. Ein Franzose mit einem umgebauten LKW dachte sich wohl, dem Österreicher fahr ich nach, der kennt bestimmt ein tolles Platzerl hier. Nun, ich weiß nicht wie der es geschafft hat am Ende der Straße zu wenden! *gg* Wir fahren rauf auf die Schnellstraße. Immer wieder verlassen wir diese und suchen an den Küstenorten nach geeigneten Plätzen, finden aber nicht wirklich was gescheites. So auch in OFRINIOU, es gibt zwar Plätze in den Dünen aber uns gefällt's hier nicht. Eine sandige Schotterstraße führt uns zur Schnellstraße, aber ohne Auffahrt. Wir finden eine geeignete Stelle zwischen den Leitschienen, was aber ganz und gar nicht ungefährlich war weil wir ja noch dazu auf die andere Fahrbahn mussten. Naja, "alles gut gegangen nix i's gscheng"!

Wir nehmen die Ausfahrt ASPROVALTA/VRASNA und fahren in Richtung STAVROS. Auch hier gibt es immer wieder Plätze wo man mit dem WoMo übernachten kann. Hier sehen wir auch unseren Franzosen mit dem 7,5 Tonner wieder. Er hatte die Wendung also geschafft! Wir aber fahren weiter, denn unsere Ansprüche sind hoch. In OLIMBIADA schauen wir von oben auf das Dorf und erspähen 2 Wohnmobile am Ende des Strandes, aber so richtig gefällt es uns auch hier nicht.

Etwa 1km weiter sehen wir unter uns eine schöne Bucht, es ist aber zu spät zum bremsen! 250m weiter die nächste. Eine steile aber kurze Abfahrt führt uns hinunter zum endlos langen Sandstrand.WOW, hier bleiben wir!!!! Nach einem Telefonat mit Poldi stehen die Vier in Kavala, wo "BODO" ein neues Thermostat bekommt. Ich gebe Ihnen die Koordinaten durch und wir vereinbaren noch für den heutigen Abend einen Treffpunkt hier in dieser Traumbucht! TOTOS BEACH, im hinteren Teil einige griechische Dauercamper, Duschen und Wasserhahn. Auch Mülltonnen sind genügend hier,was sich positiv am Strand bemerkbar macht. GPS N 40°34.896`O 23°47.996`

Tag 14 -Tageskilometer: 0 km Fahrzeit: 0 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 32°

Seit gestern Abend sind wir wieder komplett. Leider hat das neue Thermostat bei dem Hymer der Jogas nicht den so sehr erhofften Erfolg gebracht. Im Gegenteil, die Temperaturprobleme sind seit dem Einbau noch schlimmer geworden. Heute hat Pepi nach Rücksprache mit Herrn Sulzbacher das OK bekommen den Wagen in die Werkstatt nach Kavala zu stellen und auf Kosten der Firma Sulzbacher reparieren zu lassen. Pepi und Poldi fuhren die 100 km zurück nach Kavala und stellen dort das WoMo bis Montag zum reparieren der Kopfdichtung ab. Die Tage während "Bodo" dort verarztet wird, werden die Jogas getrennt schlafen müssen, Gabi bei uns auf der Dinette, Pepi bei Poldi&Evi am "Knotzbankerl". Frei nach unserem ÖCT Motto, Nur Gemeinsam sind wir stark!

Während der Abwesenheit unserer Freunde gehen Eva und ich zu den Klippen fischen. Gefangen haben wir wieder nichts. Aber entspannend war es allemal. Ich konnte dort auch sehr gut schnorcheln und die Unterwasserwelt bewundern. Die griechischen Dauercamper waren da erfolgreicher. Etliche Kalamari und Oktobus hatten Sie erbeutet. Wir konnten Ihnen dann zusehen wie sie die "Langarme" am Felsen weich klopften.

Am Abend kamen unsere Freunde geschafft zurück. Wir alle hofften jetzt das "Bodo" in guten Händen ist und sein "Fieberproplem" endlich behoben werden kann. Am Abend gehen Pepi und ich Kalamari jagen. Tatsächlich hatte Pepi Glück und erwischte einen dieser schleimigen Monster. Ich hatte mehr zu tun nicht von den Wellen gegen die Klippen voll mit Seeigel gedrückt zu werden. Der Oktobus wurde dann am Griller zubereitet und ehrlich unter der Mannschaft aufgeteilt. Den Rest des Abend wurde fachgesimpelt und das bisher erlebte besprochen.

Tag 15 -Tageskilometer: 122 km Fahrzeit: 2 1/2 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 32°

Nachdem das WoMo der Joga´s also mindestens bis Montag in Kavala bleiben muss, fahren wir heute weiter. Gabi&Papi wollen nach 20 Jahren SATI wiedersehen. Davor aber wollen wir noch in das Bergdorf ARNEA in 600m Seehöhe. (GPS N 40°29.301` O 23°35.673`). Auch eine Abenteuerfahrt "light" war an diesem Tag wieder dabei. Ein schönes Dorf mit netten Häusern und einer byzantinischen Kirche aus dem Jahre 1860. Die Kirche war 2005 abgebrannt und danach in akriebischer Kleinarbeit wieder restauriert. Fahrzeit 45min

Wir durchstreifen das Winkelwerk an Gassen und bewundern die vielen Blumen auf den hunderten Balkonen. Viele nette Leute plaudern wir an, das Dorf ist auf alle Fälle für einen Besuch weiter zu empfehlen. Zum Abschluss kehren wir noch am Hauptplatz ein. Dort lernen wir einen nette Männerrunde kennen. Christos verwöhnte uns mit frischer Bäckerei aus der Backstube und übernahm dann auch noch die Rechnung unserer Getränke! Gegessen hatten wir in dieser Taverne auch gut, "griechische Specialität", das waren Schweinestücke in Oregano/Zitronensauce und Gemüse Grillmix.

Schön langsam lief uns die Zeit davon, den SATI war doch noch 81km weit entfernt. Immer wieder stechen wir Richtung Meer ab auf der Suche nach tollen Stellplätzen in einer schönen Bucht. In diesem Bereich geht es aber überall sehr steil zum Meer hinunter, nicht oft ist die Abfahrt mit unseren WoMo´s möglich. Heute müssen wir auch wieder unseren Ducato auftanken. Dazu fahre ich wieder eine der vielen griechischen Tankstellen an. Die nehmen zwar keine Visacard, sind aber um einiges günstiger. Ein kleines Mädchen fragt mich auf griechisch, ich verstand sie aber nicht. Dann kam der Papa und wir plauderten in Englisch. Während des tankens brachte die Kleine zwei Flaschen eiskaltes Wasser (das ist auf griechischen Tankstellen manchmal noch üblich). Ich gab Ihr 2 EUR und bedankte mich. Nein Sie wollte das Geld unter keinen Umständen nehmen, auch der Papa protestierte, aber ich blieb "hart" und meinte zu dem Mädchen Sie solle sich ein Eis kaufen. Noch vor der Abfahrt kam die Kleine und brachte mir ein Eis. Ein Küsschen rechts und links zum Abschied machte das kleine Mädchen dann ganz stolz! (Wir tankten bei km 155.324 zu 1,259EUR 47L) Am Abend kamen wir dann in SARTI an. Die Joga´s sind total enttäuscht weil Ihr einstiges SARTI, ein kleinen Fischerdorf zur Touristenhochburg mutiert ist. Wir fahren mit unseren WoMo´s durch die engen Gassen, Standbesitzer müssen teilweise Ihre Schirme abbauen damit wir vorbei fahren können, ich streifte sogar einen Squadfahrer. Als wir wieder heil raus waren stellten wir uns am Ende des Ortes in eine schmale Gasse und hüpften gleich ins Meer. Hier haben wir dann auch übernachtet. GPS N 40°5.230`O 23°58.692`

Während die anderen am Abend noch in das Dorf gingen, schrieb ich an diesem Bericht und bearbeitete meine Bilder. Pepi und Gabi kamen geschockt zurück Sie wollten den Wirt Ihrer Stammkneipe vor 20 Jahren besuchen. Dieser aber ist bereits vor Jahren bei einem Mopedunfall umgekommen und die Taverne betreibt heute eine andere Familie. Lustige Geschichte am Rande erwähnt. Unser heutiger Stellplatz ist neben einem Fussballplatz der mit einer automatischen Bewässerungsanlage versehen ist. Diese schaltete sich in der Nacht mehrmals ein. Ich bekam während des Schreibens dieses Berichtes eine kalte Dusche und auch unsere WoMo´s wurden durch die Dachluken beregnet.*gg*

Tag 16 -Tageskilometer: 79 km Fahrzeit: 2 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 32°

Heute war es wieder an der Zeit ein Internetcafe auf zu suchen. In SARTI gibt es gleich 2 davon. Danach fahren wir weiter nach TORONI, Poldi wählte die Sandpiste über den Berg, ich hatte heute keine Lust auf Abenteuerstrecke und bevorzugte die schöne Asphaltpiste rund um den "Finger". In TORONI trafen wir uns dann wieder, genau auf jenem Stellplatz wo wir die 4. Nacht unseres Urlaubes verbracht hatten. GPS N 39°59.515` O 23°53.589´ Hier gehen wir baden und besprechen die weitere Route. Fakt ist das ja morgen der "Bodo" fertig sein sollte und sich Kavala immer weiter von uns entfernt hat, momentan 230 km. Fahrzeit 5 Stunden. Um die Strecke morgen nach Kavala um einige Kilometer zu verkürzen wollen wir noch eine schöne Bucht weiter oben suchen.

Auf altbewährten Wege suche ich nach Stichstrassen die eventuell zum Meer und in eine Bucht führen könnte. Aber leider finden wir zunächst nichts. In Marmaras wird es an der Strandpromenade immer enger. Ich hatte alle Mühe kein Auto oder Hauswand zu streifen. Poldi´s WoMo ist um 50 cm länger, das hat gereicht um die Mülltonne an der ich ich noch um Millimeter vorbei kam zu streifen. Der Schaden war erheblich, Stossstange zerkratzt und auf einer Seite heruntergerissen. Also heuer ist kein guter Stern über Poldi. Einige Kilometer weiter kurz vor AGIOS GEORGIOS biegen wir links Richtung IOANNIS BEACH/KASTRI BEACH ab. Ein langer Sandstrand und glasklares Wasser erwarten uns.Hier konnte dann auch der Schaden von Poldis WoMo erstmal notdürftig repariert werden. Dann gehts ab ins noch immer sehr warme Meer. GPS N 40°11.607` O 23°41.590`

Tag 17 - Tageskilometer: 0 km Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 31°

Die heutige Nacht war wieder sehr schwül und die Gelsen plagten uns weiter. Gabi meinte schon wir wären der Gelsentransport. Kaum 2 Gelsen erschlagen summten wieder fünf neue herum. Also was es dieses Jahr an Gelsen gab, kannten wir von unseren bisherigen Griechenlandurlauben nicht. Nach dem Frühstück telefonierte Pepi mit der Werkstatt in Kavala. Mittlerweile war der Kopf zerlegt und die Ursache bekannt. Es handelte sich definitiv um eine kaputte Zylinderkopfdichtung. Die Ersatzteile müssen aber erst aus Thessaloniki besorgt werden, Bodo wird erst Dienstag oder Mittwoch fertig! Diese Meldung drückte natürlich kurzfristig bei allen die Stimmung. Aber was solls, ändern konnten wir die Situation sowieso nicht. Ich machte mit meinem Adlerauge einen Wasserschlauch bei der oberen Taverne aus und füllte meinen leeren Wassertank auf. Dann fuhr ich ich die Anhöhe hoch. Ein herrliches Platzerl mit geiler Aussicht hier oben. Jede Menge Klippen zum Schnorcheln und fischen, was ich dann auch gleich tat. Einige kleinere Fische konnte ich schon nach wenigen Minuten erbeuten, ließ aber alle wieder frei. Hier blieben wir dann auch für eine weitere Nacht.

TAG 18 - Tageskilometer: 54 km Fahrzeit: 1 1/2 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 33°

Heute Morgen hofften wir alle das Bodo wieder startklar sein wird. Aber gleich nach dem Frühstück kam eine weitere Hiobsbotschaft von Antonis aus der Werkstatt in Kavala. Der Zylinderkopf sei nun doch zwei mal gerissen und unreparabel. Ein neuer Kopf sei in ganz Griechenland nicht aufzutreiben. Lediglich aus Italien könne man einen kommen lassen, welcher aber erst am 22.September eintreffen würde. Bisherige Reperaturkosten inkl. des neuen Zylinderkopfes machen ca. 2500,- EUR aus! Na super, jetzt ist es aber endgültig vorbei mit lustig, denn auch die Heimreise rückt immer näher! Poldi,Evi,Gabi und Pepi machen sich auf den Weg nach Kavala, also sind wir vorerst wieder allein. Wir packen auch zusammen, gehen dann aber nochmal baden. Da kommen wir dann im Wasser mit den beiden Deutschen Jürgen&Ingrid, welche gestern Abend bei uns gesessen sind ins reden. Auch deren Bekannte, ebenfalls aus Deutschland nahmen an der Diskussion teil. Die Zwei haben ein Appartment und düsen nebenbei mit dem WoMo herum. Sofort gaben Sie mir Ihre Handynummer, für den Fall das die Joga´s nicht rechtzeitig das WoMo fahrbereit bekommen, könnten Sie in dieser Zeit bei Ihnen gratis wohnen. Na das ist ein Angebot! Danke an dieser Stelle an Iven!

Wir verabschieden uns und fahren ein Stück zurück nach Marmaras. Dort sehen wir das Schild zum Bergdorf nach PARTHENON. Ich muss aber wegen der steilen Auffahrt vorbeifahren und an geeigneter Stelle umkehren um dann mit Schwung den Anstieg hochzufahren. Der Rest der 5km langen Bergfahrt ist dann nicht dramatisch. Oben angekommen parken wir uns am großen Parkplatz unterhalb des Dorfes ein und spazieren in einem Rundweg die teils verfallenen, teils renovierten Häuser ab. Oben kehren wir dann in Paul´s Taverne ein. Für eine Flasche Mythos, gefüllte Weinblätter, Tzaziki und gegrille Aubergienen bezahlen wir dann 14 EUR.

Wir fahren dann die selbe Strecke zurück und biegen in Marmaris rechts weg, vorbei an unserer letzten Bucht nach NIKITI. Aber wir finden keinen geeigneten Übernachtungsplatz. Dann verlassen wir die Hauptstrasse und rollen gemütlich der Küste entlang, mal Teerstrass dann wieder Schotterpiste. In METAMORFOSÓS finden wir dann noch einen Brunnen um Wasser zu tanken. GPS N 40°12.977` O 23°40.720`

Wir fahren dann an mehreren Campingplätzen vorbei, die alle schon geschlossen aussehen und finden dann um 18.30 Uhr doch noch ein schönes Platzerl am Meer. Das Wasser ist hier nicht so sauber wie bisher, aber dennoch eine willkommene Abkühlung. GPS N 40°14.083`O 23°33.668` Es ist jetzt 22.00 Uhr und hat hat noch immer 25°, im WoMo noch knapp 28°. Es weht kein Lüfterl und die Gelsen plagen auch schon wieder, das kann ja wieder eine Nacht werden! Jetzt trink ich noch mit Eva ein Glaserl Wein und denken an unsere Freunde in Kavala, KALINICHTA!

TAG 19 - Tageskilometer: 89 km Fahrzeit: 2 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 32°

Das Wasser ist heute spiegelglatt und glasklar. Eva weckt mich, denn Sie glaubt viele Fischrücken zu sehen und will sofort Ihre Angelrute haben. Bei näherer Betrachtung mit dem Fernglas zweifelte ich aber daran. Meine Ahnung bestätigte sich bald darauf, es waren riesige, Spagettitellergrosse Quallen! Neugierig kamen einige von Ihnen in Ufernähe. Mit dem Fotoapparat bewaffnet lief ich ins Wasser. Auf einer Seite ein wunderschönes Tier, welches sich elegant im Wasser bewegt. Die lilafarbenen Tentakel tanzen im Wasser. Immer beim Atmen konnte ich einen Blick in das Innere der Qualle machen. Siehe da, lauter Babyfische fanden schutz im "Quallenbauch". Teilweise schwammen sie auch oben auf der Qualle herum, versteckten sich aber bei Gefahr sofort wieder im Inneren. Hier handelt es sich um eine ähnliche Partnerschaft wie bei den Haien und den Putzerfischen, oder Anemonen und den "Nemo´s". Wir haben zwei dieser "Dinger" an Land geholt, denn die verursachen bei Berührung mit ihren Signalfarbigen Tentakeln mit Sicherheit ein schmerzhaftes Brennen auf der Haut. Die großen haben schätzungsweise zwischen zwei und 3 Kilogramm. Hier einige Aufnahmen der schleimigen Monster. Übrigens die Griechen nennen die Qualen METHUSA.

Es ist jetzt 10.00 Uhr. In diesem Moment sollte der gebauchte Zylinderkopf vom schleifen kommen und dann wissen wir ob dieser keine Risse hat und eingebaut werden kann. Sollte jetzt alles positiv verlaufen, kann "BODO" heute Nachmittag endlich seine Fahrt fortsetzen. Wenn auch nur mehr in Richtung Heimat. Wir werden heute noch die Küste Richtung Thessaloniki fahren um ein letztes Übernachtungsplatzerl am Meer zu finden. Morgen schon geht es dann an die griechische Grenze, wo wir die Nacht auf Freitag verbringen werden. Und am Samstag steht dann die große Fahrt durch Makedonien und Serbien an. Ob wir dann in Ungarn schlafen oder gleich bis nach Hause durchfahren werden wir spätestens in Szeged entscheiden. Jetzt hauen wir uns nochmal ins Wasser und hoffen das die Quallen inzwischen weiter gezogen sind!

Wo es möglich ist, befahren wir die Küsten und suchen nach geeigneten Bade und Übernachtungsplätzen. Man findet sicher was passendes, aber den WOW Effekt konnten wir hier nirgends vorfinden. In FLOGITO wollte ich dann ein Internetcafe besuchen, aber genau dann machten die Betreiber Siesta. Also weiter, wir schauten uns dann noch die Strände NEA PLAGIA und PARALIA DIONISIOU an. Aber auch hier finden wir die Plätze keiner näheren Beschreibung wert. Aber dann erspähte ich doch noch etwas, keine Ahnung was mich mehr erstaunte die barbusige Schönheit vor dem WoMo oder das WoMo selbst. Ich stelle hier mal nur ein Bild des WoMo´s ein! *gg*

Wir kehren zurück auf die Schnellstrasse und verlassen diese dann wieder bei MESINERI. In der Kurve der Ausfahrt stand quer ein kleiner Anhänger, gleich dahinter kam ein alter Audi80 als Geisterfahrer entgegen. Na bumm, ich war nicht schnelldran, daher konnte ich diese Situation gut meistern. Wir fahren weiter nach EPANOMI. Nach der Ortschaft, ca. 6km vor MICHINIONA kommen wir an einem Park ähnlichen Platz am Meer vorbei. Dort erblicken wir ein WoMo unter den Bäumen, ja es war sogar ein Markenkollege, ein Concord. Wir wendeten und stellten sich auch auf diesen Platz. Vorerst nur zum Baden, dann beschlossen wir aber doch die letzte Nacht in Griechenland hier zu verbringen. GPS N 40°25.688` O 22°52.757`

Dann lernten wir noch Ioannis kennen,ein Grieche der seit seinem 6. Lebensjahr in Belgien wohnt. Wir laden Ihn auf ein Bier ein und plaudern gute 2 Stunden mit Ihm über das und jenes. Beim Abendessen kam dann noch ein Einheimischer auf dem Moped und verlangte 10 EUR für die Übernachtung. Ich bot Ihm 5 EUR, aber er wollte unbedingt 10 EUR. (Auf Wunsch kann ich Euch Bilder von dem sogenannten Waschhaus zeigen!)Nun gut, dann fahre ich weiter sagte ich Ihm, was ich mir aufgrund der Dunkelheit dann aber doch noch anders überlegte. Also bezahlte ich, wie die Besatzung des Concord eben doch noch die 10 EUR. Ein wunderschöner letzter Sonnenuntergang unterstrich unsere Entscheidung hier zu bleiben. Kali Nichta !

TAG 20 - Tageskilometer: 113 km Fahrzeit: 2 Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 37°

Gestern Abend sassen wir noch mit der Berliner Nachbarin zusammen. Die erzählte uns das Sie schon über 1 Jahr mit dem WoMo unterwegssind. Heuer waren Sie auch 3 Monate in Österreich unterwegs! Dann weiter nach Italien bis Sizilien. Von dort haben Sie dann mitder Fähre auf Griechenland übergesetzt. Da wollen Sie jetzt bis April rumkurven, dann erst wieder mal daheim in Berlin vorbei schauen. Na super, und für uns ist es heute vorbei. Ein letztes Mal gehen wir im warmen Meer baden. Um 14.30 Uhr kommt dir erlösende Nachricht, "BODO" läuft, die Reperatur hat 1500 EUR gekostet. Auch wir packen zusammen und ich vereinbare mit den Beiden einen Treffpunkt in der letzten Ortschaft kurz vor der Akademischen Grenze, in EVZONI.

Auf der Ringroad von Thessaloniki kommen wir dann in den Nachmittagsverkehr. Die Tangente in Wien lässt grüßen! Es geht dann aber doch relativ gut dahin, wir erreichen EVZONI um 16.30 Uhr. Zu dieser Zeit sind die Anderen noch 40km von Hersahen entfernt. Wir suchen eine Weile in dem kleinen Bergdorf nach einem Platz für 3 Wohnmobile, aber so wirklich gibt's hier nichts. Oben am Berg erspäht Eva dann die Kirche. Dort sollte es ja genügend Parkraum geben. Aber auch hier nur enge Gassen. Also stellen wir uns bei einem Bauernhof den Zaun entlang hin. Was solls ist ja nur für die eine Nacht. GPS N 41°6.246`O 22°33.292`

Nun sitzen wir hier in diesem geisterhaften Dorf bei 37° glühender Hitze neben dem WoMo und warten. Wenn es am Abend nicht abkühlt wird das eine Horrornacht. Nachdem bis kurz vor der Grenze kein Verkehr war, hoffen wir jetzt doch das die endlos langen Staus bei der Heimreise nicht mehr aktuell sind.

Mit viel Verspätung kamen dann die Joga´s und Poldi mit Evi bei uns an. Ich konnte an Gabi´s verweinten Gesicht sehen, da stimmt was nicht. Die Hiobsbotschaft kam von Pepi, Trotz neuem Zylinderkopf wird Bodo heiss und das noch schneller als vor der Reperatur! Das gibt's ja nicht, was kann jetzt noch sein!? Ein Einwohner und ein Schafhirte setzten sich zu uns und versuchten auch zu trösten. Wir beschlossen, das wir versuchen werden BODO trotz der Probleme nach Österreich zu bringen. Der Schafhirte Costa und sein Freund blieben einige Zeit bei uns und der Frust wurde mit Zippo, Ouzo und Retsina hinunter gespült.

TAG 21 - Tageskilometer: 864 km Fahrzeit Brutto : 17 1/2 Stunden (Fahrzeit Netto ohne Pausen 12 Stunden)Stunden Wetter: Tag 12 -Tageskilometer: 118km Fahrzeit: 3 1/2 Stunden Wetter: 32° 37°

Heute steht das letzte Stück harte Arbeit an, die Fahrt durch Makedonien und Serbien. Wir kamen an die Grenze, keine Auto vor uns aber viele am Parkplatz. Ich traute meinen Ohren nicht, als mir der Zöllner in englisch erklärte, das wir nicht ausreisen können. Grund war ein Streik. Dieser dauerte nun schon 2 Tage und mindestens noch einen weiteren Tag. Naja, wir waren alle sehr sauer. Am Parplatz disskutieren wir dann über eine Ersatzroute. Diese war dann auch bald gefunden, über Bulgarien.

Pepi wollte das aber unter keinen Umständen tun, da sein Bodo das nicht schaffen würde und entschied sich für eine Fahrt nach IGOUMENITSA um dann mit der Fähre nach Italien zu kommen. Dort würden die Chancen für eine Reperatur seines Motors besser sein. Wir versuchten Pepi dann gemeinsam mit Poldi umzustimmen. Wir würden BODO in die Mitte nehmen und irgendwie würden wir es schon schaffen. Poldi hätte den BODO im schlimmsten Fall auch an das Seil genommen. Ich hätte gemeint, die beste Lösung wäre, das WoMo in die Werkstatt in Thessaloniki zu stellen und die Beiden sollten mit uns mit nach Hause fahren. Denn Rest hätte der ÖAMTC Schutzbrief erledigt. Aber Pepi wollte seinen Bodo keinesfalls alleine lassen! Also trennten wir hier uns schweren Herzens und fuhren ein Stück zurück, nehmen die Ausfahrt POLYKASTRO und fahren Richtung SERRES. Hier müssen wir dann auch mal wieder tanken. 52 Liter schluckt unser Ducato zum Preis von á 1.229 EUR.

Nach 122 km um 10.45 Uhr passieren wir den Grenzübergang PROMAHOMAS nach Bulgarien ohne erwähnenswerte Wartezeit. Gleich nach der Grenze gibt es ein kleines Mauthäuschen wo wir für die Strassenbenützung 5 EUR berappen. Die Strassen sind dann meistens gar nicht so schlecht. Immer wieder sehen wir in den Ortschaften gut duftendes Grillgut auf dem Griller. Wir entscheiden uns für eine Frühstückspause. Aber die riesigen Bratwürstel waren nicht nach unserem Geschmack, keiner von uns brachte diese Dinger hinunter! Der Diesel kostet in Bulgarien ca. 1,2 EUR.

Der Strassenbelag in Bulgarien ändert sich immer wieder, teil aus EU Mitteln finazierte nagelneue Teerstrassen, dann wieder abgekratzer Asphalt und Löcher. Die mit Abstand schlechtesten Straßen fuhren wir auf der Umfahrungsroad bei SOFIA, welche wir um 13.46 Uhr erreichen. Kopfsteinpflaster, riesige Löcher und 20 cm tiefe Spurrillen, dazu kam der starke Nachmittagsverkehr. Am Stadtrand von SOFIA prägen Zigeunersiedlungen das Bild. Viele sind auch heute noch mit Eselkarren unterwegs. Ich hätte gern mehr Detailbilder von diesen Siedlungen gemacht, aber die Leute hatten mich mit meiner Kamera gar nicht gerne. Aus Sicherheitsgründen lies ich es dann bleiben und ging zum WoMo zurück. Heir beagnn es dann seit 3 Wochen das erste mal kurz zu regnen.

Wir waren heilfroh diese Stadt hinter uns gebracht zu haben. Um 15.33 Uhr erreichen wir den Grenzübergang KALOTINA und reisen in Serbien ohne Wartezeit ein. 10km nach der Grenze gibt es bei einer Grillstation einen kleinen Campingplatz, den ich aber aus Zeitgründen nicht näher inspizieren konnte. Wir fahren die gut ausgebaute E 80 weiter nach NIS. Die letzten 20 km bis NIS welches wir um 17.10 erreichen sind Autobahn. In KRUSEVAL müssen wir dann wieder tanken.Der Liter Diesel kostet hier 1,30 EUR, wir nehmen 53 Liter auf. Belgrad erreichen wir um 20.00 Uhr und bezahlen für die Strecke NIS-Belgrad satte 39 EUR. Belgrad selbst ist eine stinkende, hässliche Stadt. Lediglich der nächtliche Blick als wir die Buckelpiste von Stadtautobahn von oben herunterfuhren auf das Lichtermeer und im Vordergrund die Donau war schon sehenswert. Leider gab es keine Möglichkeit anzuhalten um ein Bild zu machen.

Wir waren auch hier heilfroh dem Verkehrschaos dieser Großstadt unbeschadet entkommen zu sein. 10 km nach Belgrad fahren wir auf eine große Raststation mit Tankstelle und legen eine verdiente Kaffeepause ein. Auch unser bereits geschwollenen Füße müssen wir etwas vertreten. Wir haben noch 200 km bis Szeged, bis dorthin wollen wir es unbedingt noch schaffen, also weiter. Schon nach 1 km zahlen wir wieder 13 EUR Maut, wenig später nochmal 15 EUR. Für was, naja das fragen wir uns heute noch!!! Einspurige Straße mit jeder Mengen Baustellen.

Um 23.57 Uhr erreichen wir den Grenzübergang nach Ungarn in Szeged. Regen und nur mehr 15° erwartet uns als Willkommensgruß. Ein unsympathischer ungarischer Zöllner durchsucht nach dem Kommando "STOP THE MASCHINE" ein wenig das Innere unseres WoMo´s, auch die Aussenstauräume wollte er sehen. Gleich nach der Grenze kaufen wir die Ungarische Autobahnvignette für diesmal nur 8 EUR.

Dann nehme ich die erste Ausfahrt nach RÖSZKE und stellen uns dort auf den Parkplatz einer Agip Tankstelle. Wir haben heute 864 km gefahren und waren gesamt 17 1/2 Stunden unterwegs, jetzt reicht's! Es gibt hier Ver/Entsorgung aber keinen Strom. Stellplatzgebühr 5 EUR. Duschen 2 EUR. GPS N 46°11.389`O 19°59.997` Hier Essen wir noch Gulasch aus der Dose und trinken ein Glas griechischen Wein. Gegen 1.30 Uhr schlafen wir total erledigt sofort ein.

TAG 22 - Tageskilometer: 454 km Fahrzeit: 7 1/2 Stunden Wetter: 15°

Nach einer ruhigen Nacht und einer gesunden Portion Schlaf treten wir dann gegen 10.00 Uhr die letzte Etappe an. Wir haben noch fast 500 km vor uns. Bei Budapest staut es dann wieder ein wenig, wir nutzen die Gelegenheit und tanken wieder. 47 Liter, a 1,33 EUR. Dann hält uns noch ein Unfall auf der ungarischen Autobahn etwas im Stau fest, aber um 15.05 Uhr reisen wir dann über Nickelsdorf in Österreich ein. Unseren Urlaub lassen wir dann im Gasthaus Maschler in Wienersdorf ausklingen. Wir tauschen Tsaziki gegen ein schmackhaftes Wiener Schnitzel. Um 18.00 Uhr heisst es dann am Stellplatz Sollenau endgültig Motor aus! Km Stand Ende 157.306 km

 

Gefahrene Kilometer: 4.555 km Verbrauchter Diesel: 507 Liter Mautkosten: 170,5 EUR

Unser Eindrücke zusammen gefasst:

 

CHALKIKIDI und THASSOS

Den ersten Finger Kassandra kann man, sofern man urlaubt wie wir getrost vergessen. Hier wird uns fast jeder Strandabschnitt versperrt und der Trubel geht uns ebenfalls schwer auf den Keks. Wer aber gerne Campingplätze anfährt und über Kassandra mehr erfahren will muss sich um eine andere Quelle umschauen! Nur weil uns die Nacht überraschte haben wir auf diesem Teil eine Nacht verbracht.

Der 2 Finger SITHONIA bietet da schon eher was für die Freisteher. Unsere TOP Favoriten dabei waren die Buchten bei TORONI, AGIOS GEORGIOS und TOTOS BEACH bei OLIMBIADA.

Der 3 Finger ist zwar nur ein Stück mit dem WoMo befahrbar, aber dennoch sehenswert. A bestens bucht man ein Schiff von OURANOUPOLI aus um die Klöster und den heiligen Berg ATHOS zu bestaunen.

THASSOS ist eine kleine aber schöne, saftig grüne Insel mit jeder Menge schöner Sandbuchten. Hier sollte man sich 3-4 Tage Zeit nehmen um die Insel zu erkunden, aber vielleicht auch länger. Wir haben die Insel gegen den Uhrzeigersinn bereist und mehr Plätze während der ersten Hälfte gefunden.

DER LANDWEG ist unseres Erachtens sehr anstrengend. Neben den hohen Kosten, birgt er doch auch ein hohes Risiko eines Fahrzeugschadens. Die Kosten für den Landweg, ohne Abnützung des Fahrzeuges gerechnet sind in etwa genau so hoch wie die Ticket's der Fähre von Venedig nach Patras. Für uns war es das erste und letzte Mal (sag niemals nie! *gg*) das wir die Option Landweg benutzt haben. Wir werden unsere nächste Griechenlandreise wieder mit der Fähre fahren. Der Urlaub beginnt dann schon in Venedig. Einziger Vorteil war, das wir schon einen Tag früher in Griechenland waren.

WASSER bunkern kann fast in jedem Ort, aber auch ausserorts und in den Bergen gibt es immer wieder Brunnenwände. Getrunken haben wir das Wasser nie, lediglich zur Toilettenspülung und zum Duschen genutzt. Für Kaffee und kochen decken wir uns immer bei Lidl mit Tafelwasser in PET Flasche ein. Campinggaz Kartuschen gibt es ebenfalls fast überall in den kleinen Läden zu kaufen. Dort wo es Luftmatratzen,Taucherbrillen etc. gibt bekommt man auch diese Kartuschen. Über Gasfüllen oder Tausch kann ich leider keine Angaben machen, da wir dies nicht benötigt haben. Für 3 Wochen Kühlschrank, kochen und Warmwasser reichten 11kg aus.

FREISTEHEN war auch heuer in diesem Bereich von Griechenland überhaupt kein Problem. Wir hatten kein einziges Mal Polizeikontakt. Wir hatten aber davon gehört das in TORONI (siehe Bericht) einmal vertrieben wurde. Ein Deutscher welcher einen griechischen Freund hat erzählte uns, das im griechischen TV angeblich die Politiker darüber disskutieren wie man den "wilden Campern" herr werden könnte. Nun, die Mentalität der Griechen lässt mich vermuten das, wenn überhaupt noch lange dauern wird! Auch vor Kriminalität braucht man hier in Griechenland keine Angst haben. Wir hatten jede Nacht alle Fenster offen, wenn wir am Strand waren hatten wir teilweise keine Türe versperrt.

Herzlichen Dank das Ihr meinen Bericht gelesen habt. Wie immer habe ich meine Daten so gut als möglich zusammengetragen und hier im Bericht wieder gegeben. Trotz allem kann ich keine Gewähr über diese Informationen geben. Die geschilderten Eindrücke sind subjektiv und können natürlich bei anderen Personen abweichen. Ich würde mich sehr freuen wenn ich in Euch mit meinem Bericht und meiner Routebeschreibung und den vielen Bildern einen weiteren Teil Griechenlands präsentieren konnte. Vielleicht begeben sich ja einige von Euch bald auf EVTO`S Spuren. Dies war der dritte Bericht von Griechenland. Die weiteren Berichte findet Ihr auf folgenden Links.

Peloponnes 2006

Griechenland 2007

Bild&Text 2008 (c) www.evto-on-tour