Griechenland-Peleponnes 2007
30.8. - 22.9.2007 Unser Reisebericht von Nordgriechenland auf die Peloponnes und einer Stipvistite auf der Insel Lefkas - (Mehr Bilder und aktueller als Schulz! Und GRATIS für alle Camperfreunde zum ausdrucken)
VORWORT
Das sich die EVTO´s im Jahr 2006 wahrlich in Griechenland verliebt hatten,war auch für 2007 eine Tour in dieses Land geplant. Wie jeder Camper aus eigener Erfahrung weiss,sind die Vorbereitungen für einen längeren Campingaufenthalt weit mehr Vorbereitungsarbeiten notwendig als wenn man seine vier Koffer packt und irgendwo einen All inklusive Urlaub per Flugzeug bucht.Für Rundreisende mit dem Wohnmobil kommt dann noch die Routenplanung dazu. Da nur wenige Tage vor unserer Abreise wegen der heftigen Waldbrände auf der Peloponnes unsere bis dahin geplante Tour pratisch vom Feuer vernichtet wurde mussten wir kurzfristig umdisponieren.So sollte es diesmal Nordgriechenland werden.Da wir nun schon Zeit genug hatten uns gegenseitig zu "beschnuppern",war klar dass der Urlaub mit Evi&Leopold an der Seite um noch vieles schöner sein wird!Unsere Tour sollte nicht mit Gespann nachgefahren werden,da es des öfteren sehr steil und eng zu geht.Für WoMo´s bis 7m sollte de Strecke aber ohne weiters lösbar sein!
Unsere Tourenkarte 2007 - Aufgezeichnet mit GPS Maus und als Software (c) Microsoft Autoroute 2007

Km Stand 138.712 - Wir fuhren am Freitag den 30.8 um 15.00 Uhr vom "Stellplatz" Sollenau ab.Die A2 war diesmal ohne Stau oder sonstige Probleme zu fahren.In Höhe Graz machten wir unsere erste Pause.Dank des geborgten Stromgenerators Honda 20i,mussten wir auch nicht auf unsere Nespresso verzichten.Dazu gibt es eine amüsante Episode zu erzählen.Als Eva 4 Nespresso zubereitet hatte,kamen wir drauf das die Milch sauer geworden war!Also weg damit und 4 Neue.Ich schüttete auch Poldis Tasse aus,der schrie gleich,NEIN ich habe ja Maresi!Aber da war es schon zu spät! *gg*
Dann fuhren wir durch bis Villach,die letzte Tankstelle vor Italien nutzten wir noch und tankten 20Liter um bis nach Venedig zu kommen.Während der Rauchpause auf der Raststation kam dann ein Mann mit seiner Frau auf uns zu.Es war Laszlo mit seiner Gattin aus dem Österreichischen Camperforum,sein Knaus parkte schräg gegenüber von uns.So lernten wir wieder nette Camper aus dem Forum persönlich kennen.Kurzer Small Talk und dann ging es auch schon wieder weiter.Laszlo hatte noch einen weiten Weg.Er hatte keinen Platz mehr auf der Fähre von Venedig bekommen,so muss er heute noch nach Ancona um von dort mit der Fähre nach Igoumenitsa zu fahren.
Auch in Italien hatten wir keinerlei Probleme und alles ging zügig voran. Wir folgten einem Tipp von Adi (auch Mitglied bei uns im Forum) und fuhren bei Jesulo - Noveta di Piave von der Autobahn ab.Wir bezahlten 9,80 Euro Maut und sahen schon beim nächsten Kreisverkehr die blaue Leuchtreklame HOTEL OMNIA.Die Beiden Evi´s gingen an die Rezeption und fragten ob wir hier neben dem Hotel übernachten dürften.Ein sehr netter und bestens deutsch sprechender Mann erteilte uns dafür die Zusage.Es war 23.00 Uhr als wir den Motor abstellten.Noch eine Gute Nacht Zigarette und dann ab in die Heia.

1.Septemper - 8.00 Uhr Tagwache,17° und Sonnenschein.Nach dem Frühstück standen die letzten 30 km nach Porto Venecia an.Diesmal lief es nicht so glatt,bei der Mautstelle standen wir 45min im Stau,ich bekam schon leicht die Krise,sah schon im Gedanken die Fähre ohne uns nach Griechenland fahren!Wir bezahlten dann nochmal 1,40 Euro Maut und erreichten um 10.20 Uhr den Hafen.Diesmal standen gar nicht soviele Camper da wie 2006.Auch beim Check In waren wir alleine.Zurück bei unseren Mobilen starteten wir nochmals den Honda für köstliche Nespresso´s.Wir kamen dann noch mit einem Linzer Gespannfahrer ins Gespräch,dem ich dann einen der kleinen ÖCT Aufkleber in die Hand drückte.Sein Kommentar,die EVTO Seite lese er schon einige Jahre! *gg*


12.00 Uhr fuhren wir auf die Rampe und rattern auf das Camperdeck hoch.Erst glaubten wir schon von einander getrennt zu werden,auch das winken mit einem 5 Euro Schein nutze nichts,dann stellte sich aber heraus das Poldi auf den Plätzen für Patras stand und er wurde dann doch noch vor uns eingewiesen.Dafür gab es dann doch noch den 5 Euro Schein für den Einweiser. Glücklicherweise war hinter mir eine große Lücke,diese nahmen wir natürlich sofort mit Stühlen und Tisch in beschlag.

So liebe Freunde,jetzt ist es bereits 3.45 Uhr Früh und mir fallen die Augen zu.Vielleicht kann ich jetzt schlafen!Zum Abschluss noch unsere aktuelle Position (roter Kreis!)Gute Nacht!

1. Tag Igoumenitsa - Badeplatz Drepano Beach - Viskoschlucht (175km) Mit Pausen und Badeaufenthalt waren wir 6 Stunden unterwegs

2.9. - Ich hatte eine fast schlaflose Nacht hinter mir und war froh das die Zeit schnell verging. Pünktlich um 12.00 Uhr legte unser Schiff in Igoumenitsa an, keine 20 Minuten später fuhren wir an Land. Noch schnell ein paar Bilder im neuen Hafen und weiter zur nächsten Tankstelle.Der Diesel kostet hier 1.042 pro Liter.Mit 52Liter war unser Duci doch sehr durstig.

Bevor es jetzt aber in die Berge gehen sollte,wollten wir noch einen Badeplatz suchen.Um die Sache zu erleichtern,nahmen wir üblich bei Individualreisen die "Schulzbibel" zur Hilfe.Keine 6km vom Hafen entfernt gibt es einen wunderschönen Sandtrand,DREPANO BEACH.Schöner großer Parkplatz mit schattenspendenden Bäumen und Strandduschen stehen zur Verfügung.Auch einen Campingplatz gibt es dort.Wir hüpfen in die Badehose und rein ins angenehm warme Wasser.Unser TIPP - Idealer Platz für An/Abreisende!!!

Nach einer kleinen Jause fahren wir dann weiter in Richtung Ioannina.Es gibt schon die Möglichkeit Teilstrecken auf der neuen Autobahn zu fahren,was wir aber nicht machen..Von nun an ging es dann steil bergauf.Poldi kennt den Katarapass ja schon aus seinem Motorradurlaub vor 2 Jahren und meinte per Funk,das der harmloser ist als diese Bergstrecke.Mein Duci kletterte brav im 2-3 Gang nach oben,keinerlei Temperaturprobleme!Bei km 60 legen wir eine kurze Pause für uns und die Motoren ein.

Dann verfranzen wir uns einige Male,bis dann doch die richtige Straße links weg in Richtung MONODENDRI gefunden wurde.Wieder windet sich die Strasse steil hinauf in die Berge.Bei einer riesigen Frauenstatue machen wir eine kurze Rast und ich klettertemit Evi hoch zu der Bronzestatue.Mit einem wunderschöner Blick hinunter ins Tal wurden wir belohnt.

Weiter vorbei an dem Dorf MONODENDRI (nicht ohne Fotostop!),welches grandios in den Berg hineingebaut ist, fahren wir immer weiter nach oben .Plötzlich endete die Teerstrasse in eine Staubpiste,nach einigen Kilometern geht diese dann nahtlos in eine für Asphaltierung vorbereitete Piste.Unser Räder blieben fast kleben an diesem teerigen Untergrund,die schwarzen Steine flogen uns trotz Schritttempo um das Fahrzeug.Eine wunderschöne Landschaft mit geschichteten Kalksteintürme begleiten unseren Weg zur VISKOSCHLUCHT.

In 1400m Seehöhe endete die Piste im Nirvana.Eine Weg aus gelegten Schiefersteinen führte uns in 5 Minuten zu unserem eigentlichen Ziel,dem VIKOSBALKON. WOW!!!!Wir glaubten in den Grand Canyon hinunter zu schauen.Der Blick hinunter in die 1000m tiefe Schlucht raubte uns förmlich den Atem!Grandios! Unser TIPP - MUSS man gesehen haben!!!


Nachdem wir diese Eindrücke aufgesogen hatten fahren wir ca. 1,5km zurück und stellen unsere Fahrzeuge rechts auf einer Wiese ab.Hier richteten wir unser Nachtlager ein.(es war 20.00 Uhr)Der vorhandene Brunnen spendet aktuell kein Wasser. 3 Campingbusse und ein Wohnmobil leisteten uns Gesellschaft.GPS 39°53`48N 20°44`22 O. Eine Episode gilt es hier noch zu erwähnen.Eine Deutsche mit 3 Kindern und rotem VW Campingbus,stellte am Abend,wir trauten unseren Augen nicht,an die 10! Kerzen rund um Ihren Bus auf, auch auf dem ausgetrockneten Boden im dürren Gras.Natürlich bin ich angesicts der aktuellen Brände in Griechenland zu Ihr gegangen!Meine Frage,"Entschuldigen Sie,brennt es nicht eh schon genug in Griechenland?",beantwortete Sie mit, "wir passen schon auf!" Naja, immerhin die Kerze am Boden machte Sie dann kurz darauf aus! Es war ganz schön kühl hier an diesem idyllischen Plätzchen,endlich konnte ich mal angenehm durschlafen!

2.Tag Weiter zu den Meteoraklöstern (182km) Mit Pausen wir 6 Stunden unterwegs

Am frühen Morgen hat es für ca. 30min stark geregenet,das war zwar nur ein Tropfen am heissen Stein aber für die Natur sehr wertvoll. Nur nicht für unsere Zigaretten,die haben die Nacht im freien nicht überlebt!*gg* Dieser Übernachtungsplatz,malerisch wie aus dem Bilderbuchbuch!AmMorgen zog ein Hirte mit seinen Schafen und Ziegen vorbei, gab dieser Stelle noch das I-Tüpferl.Natur pur!

Gegen 10.15 fahren wir dann die Strecke teilweise zurück,unser heutiges Ziel ist ein ungewöhnliches,wir wollen einen CAMPINGPLATZ bei den Meteoraklöstern anfahren.Kurz vor Ionnina biegen wir links weg in richtung Trikala.Das Navi sagt uns 111km (Luftlinie) bis nach Kalabaka am Fuße der Meteoraklöster. Die Strasse windet sich dann bald steil nach oben.Nur selten gibt es gerade Strecken wo sich die Motoren erholen konnten. Aber die Gegend war einfach berauschend,so eine schöne Strecke bin ich selten gefahren.Hoch oben gibt es auch eine der wenigen Schigebiete Griechenlands.Auf einem Parkplatz mit grandioser Aussicht starteten wir mal wieder den Honda und genossen Nespresso.Hier bekam mein Ducato ein Busserl auf die Motorhaube!Er hatte mit diesen strapaziösen Bergfahrten keinerlei Probleme.Motortemperatur kam zwischendurch maximal auf 95°.Keinerlei Tricks wie Heizung einschalten oder zuschaltbarer 2.Lüfter waren notwendig! Nun sollten alle meine Kritiker,die immer noch an einer kaputte Zylinderkopfdichtung festhalten endlich verstummen! (Diese Geschichte kennen nur Insider und wäre zu lang,um sie hier nochmals zu erzählen!) Kurz darauf erreichten wir die Passhöhe des Katara in 1690m. Von nun an ging es bergab.*gg*


Poldi bemerkte das seine Sicherung für,Blinker,Temperaturanzeige durchgebrannt war.Gleichzeit war aber auch die Sicherung für das Gebläse verschmort. Er erneuerte diese,aber schon nach kurzer Zeit wurde die Sicherung wieder sehr heiss!Nun blieb nur ein Ausweg,Poldi konnte seine Klimaanlage für den Rest des Urlaubes nur mehr auf Gebläsestufe 1 betreiben! Über funk machte uns Leopold dann auf die überragende Felsengruppe in weiter Entfernung aufmerksam.Je näher wir den berühmten Meteoraklöster kommen umso imposanter wurde diese Laune der Natur.17.15 Uhr kamen wir aus einem Kurvenausgang und sahen die imposante Felsgruppe direkt vor uns. Bei dem Hinweisschild "Hotel Meteora" parkten wir uns ein und ich konnte erste Bilder machen.Nach der Viskoschlucht war dies das nächste "Mundoffen" Erlebnis.

Laszlo,den wir in Villach getroffen haben,hat mir eine SMS gesendet,das Sie auf dem Camping "Vrachos" in Kastraki gelandet sind. Also fuhren wir auch da hin und tatsächlich,die Beiden waren auch noch da. GPS 39°42`50 N 21°36`53 O . Ein schöner Platz unterhalb der Meteoraklöster und mit 17 Euro all inkl. auch sehr günstig! Internet

Der Campingplatz hat auch ein grosses Pool dabei,was uns nach der anstrengenden Fahrt gerade recht kam! Was gibt es schöneres,unterhalb der Meteorafelsen zu plantschen! *gg* Am Abend wollten wir zuerst nach Meteora hineinspazieren um frisches Gemüse für Wurstsalat zu kaufen. 3km für eine Strecke war dann doch etwas viel und wir beschlossen im Campingplatzrestaurant zu essen.Für 10 Euro gabe es frisch auf dem Grill zubereitete Souflaki,griechischen Salat und als Dessert ein Kompott.Dazu tranken wir griechisches Bier (Mythos).Für 4 Personen betrug die Rechnung 47 Euro.Da kann man nicht meckern!Später sassen wir dann noch einige Zeit zusammen,bis ich mich zurückzog um an disem Bericht zu schreiben.

3-4 Tag Besichtigung der Meteora Klöster
Heute ist zeitig Tagwache,denn wir wollen noch vor den Reisebussen bei den Meteoraklöster sein.Es gibt die Möglichkeit vor dem Campingplatz mit dem Bus hochzufahren,wir entschieden uns aber, alle zusammen mit Poldi´s Hymer zu fahren. Da das Frühstück länger dauerte als geplant kamen wir erst um 9.00 Uhr oben an.Die ersten Reisebusse aber auch viele WoMo´s waren schon da.Trotzdem war eigenlich wenig los.Das größte Kloster Metamórphosis hat leider Dienstag Ruhetag,also besuchten wir das Varlaám.Unsere Augen und Gehirne hatten keine Zeit sich zu erholen,jeden Tag atemberaubende Eindrücke!Der Eintritt in die Klöster kostet überall 2 Euro p.Person und man kann bei allen fast bis vor das Tor fahren.Bei einigen sind aber auch etliche Stiegen zu gehen.




Leider übertrifft das vorhandene Bildmaterial das Kontingent meines Webspeichers,ich hätte nämlich noch jede Menge ! *gg* Aber auch im inneren der Klöster gibt es einiges an Kunstschätzen zu sehen.Wie fast überall,dürfen auch hier Frauen nur mit langen Röcken,Hosen und langärmigen T-Shirs(Blusen) in das Innere der heiligen Gemäuer.Auch für Männer herrscht hier lange Hosen Pflicht!Die folgenden Bilder entstanden verbotenerweise!Zum Schluss wurde ich von einem Mönch (siehe Bild) aus der Kirche verwiesen! *gg*


Nachdem wir alle Klöster zumindest von aussen gesehen haben und die Hitze immer unerträglicher wurde,fuhren wir hinunter in die Stadt Meteora.Während Poldi mit den Evi´s auf ein Eis (3 gemischte Eis mit 3 Kugeln kosteten 23 Euro!!!)ging,startete ich mal für 2 Stunden ins Internet,checkte Emails ab und schaute im Forum nach Neuigleiten. Dann nichts wie zurück auf den Campingplatz und hinein in den Pool!Am Abend wollten wir dann noch mit Laszlo und seiner Familie einen Ouzo trinken,aber die Beiden schliefen schon.Morgen gehen wir dann getrennte Wege,aber wer weiß vielleicht sieht man sich im Laufe dieses Urlaubes wieder.Spätestens aber auf der Fähre!
5. Tag Fahrt nach Volos,Piliongebirge,Horefto (275km,6 3/4 Std)

Um 10.45 Uhr verlassen wir Kastraki bei 24° und leichten Nieselregen.Tanken ist auch wieder angesagt,aber bei den meisten Tankstellen in dieser Gegend werden keine Kreditkarten akzeptiert.Später finden wir aber dann doch noch eine "Revoil" die unsere Visakarten annimmt.Für 0,988 Euro pro Liter tanke ich 39,5 L. Wir halten uns dann in Richtung TRIKALA - LARISSA. In Larissa gibt es gleich am Ortsanfang linker Hand einen Lidl.Da wir aber keinen Proviant benötigen, hielten wir uns rechts in richtung Autobahn (Athen).Dann eine Abzweigung und wir nehmen mit Katreini die Falsche.Richtig wäre LAMIA gewesen.Also auf der Autobahn wieder zurück zur Abfahrt Larissa und gleich wieder auf in Richtung Lamia.
Nach 162km erspähen wir erstmals seit Igoumenitsa das Meer,den Pagasäischen Golf vonVOLOS. Volos ist eine riesige Industriestadt welche wir liebend gern östlich umfahren.Aber auch hier verfranzen wir uns anständig.Mit Sicherheit haben wir hier 35-40km in den Sand gesetzt.Als wir gerade wieder in einer Siedlung herumirrten,erbarmte sich ein Grieche unser und begleitete uns bis zum Beginn der Passstraße nach Portaharia über das PILIONGEBIRGE.Die Strasse kam gleich zur Sache und es ging steil nach oben.Alle bisherigen Bergstrassen inkl. Katarapass waren nichts dagegen! Plötzlich stand ein Bauarbeiter mit Verbotsschildern vor uns und wollte uns nicht weiterfahren lassen.Während wir versuchten uns zu verständigen,kam von oben ein Pickup und der Fahrer erklärte dem Mann er könne uns schon weiterfahren lassen.Mit lächelndem Gesicht sprach er noch was von "pakare" *gg*.Die Bergstrasse ging immer steiler und mit jeder Menge Serpentinen nach oben.Die Passhöhe des Piliongebirges erreichen wir bei 1182m.Auch die Talfahrt hatte seine Tücken.Die Bremsen wurden ganz schön gefordert!An einer Kreuzung biegen wir links nach ZAGORA ab.Dann,erste Blicke auf das Ägäische Meer. Danach geht es wieder 8km steil bergab in das Dorf HOREFTO,dem Hafen von Zagora.Wir biegen nach links zu dem Sandstrand den wir schon von hoch oben erblickt haben.Erste "Camping Verboten" Schilder stehen vor uns. Wir stellten unsere Womo´s vor dem Strand ab und hüpften nach der sehr anstrengenden Fahrt in das türkisblaue Meer.Aua,da sind lauter kleine Fische die an uns knabbern.Wie kleine Stiche fühlt sich das an!

Nach dem erfrischenden Bad,spülten wir bei den Strandduschen das Salzwasser von unserem Körper und fuhren durch den Ort an das andere Ende.Hier gibt es zu unserer Verblüffung einen kleinen Campingplatz,der aber nur von griechischen Dauercamper frequentiert war.Wir wendeten und stellten uns ca. 300m entfernt an das Ufer.Hier grillten wir uns erstmals knusprige Bratwürstchen.Danach genossen wir das Rauschen des Meeres.GPS 39°26`58 N 23°7`45 O

6. Tag Horefto-Xinovrisi (Traumstrand Potistika!!) 69km 2.45Std.

Nachdem wir eine sehr ruhige Nacht im Hafen von HOFRETO verbracht hatten,setzten wir unsere Fahrt weiter nach Süden fort.Wir fuhren die Strasse rund um den Campingplatz und dann ging es sofort wieder zur Sache.Enge Serpentinen mit bis zu 20% Steigungen führten uns an die obere Strasse.Bei MAKRRIRAHI und ANILIO durchquerten wir für Griechenland eher unübliche Schlucht mit üppiger Vegetation!

Südlich von KALAMAKI zieht sich die Strasse nun ins Landesinnere.Schon etwas geschafft von der Kurbelei folgen wir dem Wegweiser ARGALASTI.Wir suchen den Paralia(Strand) POTISTIKA mit seiner traumhaften Kulisse.Gestern hatte ich schon in Hofreto ein quietschen am rechten Vorderrad bemerkt,das Geräusch verschwand aber wieder!Aber heute war es nach einigen Kilometern wieder da.Hörte sich an wie wenn ein Zug bremsen würde,Stahl auf Stahl.Poldi beruhigte per Funk und meinte diese Symptome sprechen für einen Stein in der Bremsanlage.So war es dann auch,nach etlichen Bremsmanöver bergab war dieses hässliche Geräusch dann auch wieder weg!

So anstrengend und anspruchsvoll die Fahrerei auch ist,so beeindruckend ist die Landschaft hier.Immer wieder gibt es tolle Aussichtspunkte nach unten zum Meer. Leider kommen wir diesmal auch in eine Gegend wo es gebrannt hatte.Kilometerweit ist das Land hier zerstört,das Feuer hat alles aufgefressen.Trotzdem gibt es einen Lichtblick,teilweise kommen auch schon wieder neue, grüne Pflanzen zum Vorschein.Aber der Geruch nach Rauch liegt hier immer noch in der Luft! Also nichts wie weg von hier!

Bei einer Gabelung fahren wir nicht Richtung Paltsi sondern links nach XINOVRISI.In der Dorfmitte,Höhe der Kirche biege ich links steil nach unten. Ich beobachtete Poldi im Rückspiegel,es dauerte eine Weile bis er sich entschloss auch die steile Piste nach unten zu fahren!*gg* Ich hatte mitlerweile ein so hohes Vertrauen in unseren Fiatmotor,das ich keinerlei Bedenken hatte diesen Weg auch wieder hoch zu kommen!Wir durchqueren eine Platanenschlucht und 4km weiter erreichen wir den Traumstrand POTISTIKA.GPS 39°15`53 N 23°17`28 O Feiner Sandstrand mit toller Felskulisse!WOW!!!

Wir parken unsere Wohnmobile direkt oberhalb des Strandes. Hinter uns meterhoher Bambus,vor uns Sand und Meer,Herz was willst Du mehr! Hinter dem Babus hat eine griechische Familie Ihr Sommerdomizil.Ein alter Mann kommt uns gleich begrüßen.Ein österreichisches Bier nimmt er sehr gerne an,trinkt es aber lieber zu Hause! Obwohl wir direkt neben einer Tafel mit "Camping Verboten" stehen,meinte der Grieche,"No Problem" ! Wir zogen uns die Badeklamotten an und stapften durch den heißen Sand zum 100m entfernten Meer. Klasklares,türkis schimmerndes Wasser und die Felsenkulisse, in einer Traumbucht waren wir hier gelandet.Die anstrengende Fahrt hat sich gelohnt!

Nach dem Baden erkunden wir dann die Weite des Strandes und maschieren bis zum Nachbarstrand PALTSI. In der Entfernung sehen wir dann auch noch den Strand von MELANI.Alle schön,aber "unserer" ist der schönste! Während die Evi´s Steine sammeln,klettern Poldi und ich auf den Felsformationen herum und plantschen im Wasser.Eva geniesst besonders den Blick auf das offene Meer!Ich erbickte dann noch einen Felsen,der die Form "Österreichs" hatte!


Zurück bei unserem "Stellplatz" lag ein Sack mit frischen Weintrauben auf unserem Tisch.Das kann nur der " Opa",wie wir den alten Griechen liebevoll getauft hatten gewesen sein! Wenig später stand er auch schon da und erkundigte sich ob uns seine Weintrauben gemundet haben.Wieder machte er Werbung für die kleine Einheimische Taverne neben seinem Grundstück.Wir versprachen selbstverständlich dort am Abend zu essen!Der Tag verging wie im Flug mit baden und faulenzen,herrliches Wetter bei 30° .Eine deutsche Touristin erzählte uns welches Glück wir haben.Wir achteten eigentlich gar nicht darauf,aber man sah weit draussen am Meer eine kleine Erhebung,das wäre der Berg Artos! Die Frau meinte,Sie fahre nun schon 20 Jahre hier her,hatte aber noch nie das Glück eine solche Fernsicht zu haben.

Am Abend gingen wir dann wie versprochen in die einheimische Taverne.Es gibt zwar ein Stück weiter oben eine Taverne mit einem deutschen Griechen,der wäre aber laut Opa ein Kapitalist! Der erste Eindruck war zwar nicht berauschend,aber oft ist die fieseste Spelunke ein Geheimtipp.So sollte es auch hier sein.Die Speissekarte war zwar üppig,aber es gab das meiste wegen der Nachsaison nicht mehr. Wir bestellten griechisches Bier,Kalamari Fritti und für mich einen Faschierten Braten mit Käse gefüllt.Alles ging eigentlich rasch und zu unserer Verwunderung,reichliche Portionen und sehr lecker!Zu Viert haben wir dann 30 Euro bezahlt! Auf dem Rückweg zum Strand holt uns dann der Opa zu sich in den Garten,er hatte gerade einen Albaner zum arbeiten,aber das schwere Becken für den euen Brunnen konnte er nicht auf die frisch betonierten Sockel heben.Kein Problem,konnten wir doch so unsere österreichischen Muskeln zeigem. Als Dank wurden wir dann gleich für den nächsten Tag zum Kaffee eingeladen.

Als wir zurückkamen,gehörte der ganze Strand uns alleine,keine Menschenseele war mehr da!Wir gingen nochmals baden uns duschten uns das Salz mit der Aussendusche ab.Es steht zwar eine Stranddusche unmittelbar neben uns,diese ist aber leider nicht angeschlossen.Während die anderen die sternenklare Nacht und dem rauschen der Brandung horchten,schrieb ich weiter an diesem Reisebericht.Bald darauf fielen mir die Augen zu und ich schlief friedlich ein.
7. Tag Xinovrisi Wir faulenzen den ganzen Tag auf unserem Traumstrand Potistika!
Gleich am Morgen kam eine Gruppe Reiter um mit Ihren Pferden im Meer zu baden! Es war herrlich die Reiter mit Ihren Tieren dabei zu beobachten und das vor dieser traumhaften Kulisse.Es war eine Gruppe Engländer die sich für diese Art Ihren Urlaub zu verbringen entschieden haben.Für mich gab dies eine wunderbare Kulisse zum Fotografieren ab.Ein italienischer Grieche war der Eigentümer des Reitstalles und zeigte seinen Gästen wie man auf ein Pferd im Wasser aufsitzt.


Kurz vor Mittag folgten wir dann der Einladung vom Opa und seiner Frau. Auch die Schwester der Hausherrin war anwesend.Die konnte ein wenig Deutsch,denn Sie hatte einige Jahre in Deutschland Hebamme gelernt,Ihren Beruf dann aber zu Hause in Griechenland ausgeübt. Wir brachten echten Eduscho Kaffee und Marmorkuchen mit. Im Gegenzug wurden wir mit griechischen Süßspeisen und türkischem Kaffee verwöhnt. Der Zuckergehalt der gelatineartigen Snacks war 100%. Natürlich konnten wir es uns nicht anmerken lassen,das diese Kost nicht die Unsere war und assen tapfer jeder ein Stück.Wir wurden dabei natürlich besonders beobachtet,ich denke man sah uns aber an,das das nicht unsere Sache war .Natürlich kosteten die Griechen unseren mitgebrachten Marmorkuchen! Zurück am Strand,gingen wir noch schnell baden,denn die Wolkendecke zog immer mehr zu und es schaute nach Regen aus.Dieser kam auch kurze Zeit später tatsächlich und es kühlte auf 18° ab.Der leichte Regen war aber nur von kurzer Dauer und schon 2 Stunden später scheinte wieder die Sonne. Nur über mehr als 20° kam die Temperatur heute Abend nicht mehr hinaus.Es war herrlich das wir hier einen Tag zum Faulenzen eingelegt hatten.
8. Tag Xinovrisi-Athen-Poseidon Tempel (522km 8 1/2 Std.)

7.30 Uhr Tagwache,die Brandung war enorm!Es hatte in der Nacht auf 14° abgekühlt was ein herrliches Schlafen möglich machte.In der Sonne war es aber angenehm warm.Während sich die Mädels um das Frühstück kümmerten,machten Poldi und ich Video/Fotoaufnahmn der geilen Wellen!

Vor der Abfahrt verabschiedeten uns noch von Opa und seiner Familie. Er hatte noch für jeden von uns eine Birne und genoss besonders die Busserl unserer Frauen! Adressen wurden ausgetauscht und ein Wiedersehen vereinbart.Um 9.10 Uhr starteten wir dann seit 2 Tagen erstmals wieder durch!Wurde auch schon Zeit,denn trotz Traumstrand war nun nach der Faulenzerei wieder Action angesagt!Die steile Auffahrt stellte kein Problem dar!Wir mussten ein Stücke die Strecke zurück die wir gekommen sind.Ein Wegweiser zeigte uns VOLOS 53km.Die Strasse wurde immer besser und breiter,seit langem konnte wir auch mal wieder den 5.Gang auspacken! In Malaki kurz vor VOLOS tanken wir an einer Shell,sowohl Diesel,Benzin für den Honda und für 3 Euro konnten wir auch unsere Frischwassertanks auffüllen.Zum Beweis das es sich um Trinkwasser handelte,trinkt der Tankwart einen Schluck vor uns! Kurz vor VOLOS sehen wir auch seit 3 Tagen wieder ein Wohnmobil.
Kurz vor 14.00 Uhr erreichen wir Athen.(Maut lächerliche 3,30Euro)Natürlich, wie soll es auch anders sein,fahren wir an der Ausfahrt MARKOPOULO vorbei uns sind kurz darauf mitten in Athen.Ein Horror,schlimmer als zur Hauptzeit in Wien!Hier hilft uns dann Poldis Navi wieder den Weg aus der Großstadt zu finden.Wir nehmen die Abfahrt MARCOPOULO,bezahlen wieder 2,70Euro Maut und düsen die Autobahn weiter zum südlichsten Festlandteil Griechenlands,zum Poseidon Tempel.Etwas ausserhalb Athens müssen wir wieder tanken.Dabei bemerken wir den leichten Brandgeruch.Im Hintergrund der Tankstelle sind die Berge abgebrannt.Der junge Tankwart erzählte uns in perfektem Englisch vom "Great Fire"! Aber Athen,mindestens 10km weg wäre niemals in Gefahr gewesen!Die Medien hätten da übertrieben!Während ich auf der Autobahn Schwung für eine Steigung holte,mein Tacho zeigte 140Km/h an,leuchtete plötzlich die Kontrollleuchte für den Turbolader auf!Als ich vom Gas ging erlosch das Lamperl wieder!Bei der nächsten Parkplatzmöglichkeit berieten wir das Problem,leider habe ich für meinen Fiat kein Fehlerdiagnosebuch und so konnten wir das Warnlämpchen nicht wirklich definieren.Ein Anruf zu Hause bei Harmut brachte auch keinen Erfolg.Unser Willi war zu diesem Zeitpunkt auch nicht erreichbar! Bei einem routinemässigen Blick unter das Auto ortete ich ein loses Kabel unterhalb des Motor! Kleine Vorgeschichte!Seit knapp 8 Jahren haben wir unseren Concord und seit 8 Jahren leuchtet auch während der Fahrt immer das Warnlicht der Ladekontrolle,mal stärker mal schwächer.HAbe auf diesen Umstand schon mehrmals in Werkstätten oder bei ARBÖ darauf hingewiesen, jedes mal der selbe Kommentar, "Lichtmaschine ladet,wird wohl irgendwo an einerVerbindung zwischen Motor und Bordbatterien ein Induktionsstromfehler vorliegen,das finden würde aber Unmengen an Zeit vernichten!" Nun Poldi hatte den Fehler nun in kurzer Zeit gefunden!*gg* Eine neue Steckverbindung war schnell montiert und seitdem erlischt die Ladekontollleuchte kurz nach starten des Motors!

Um 17.45 treffen wir bei dem Poseidon Tempel ein,je weiter wir in den Süden kamen,umso höher stiegen die Temperaturen,wir hatten mittlerweile 29°. Schon beim hochgehen zum Tempel fällt uns der Rauch auf einer vorgelagerten Insel auf.Kurz darauf kamen schon Wasserflugzeuge und ein Helikopter mit Wassersack ein.Wir konnten aus dieser Entfernung keine genaueren Beobachtungen machen.Also wendeten wir uns dem eigentlichen Grund für unsere Fahrt hier her zu,dem Besuch des POSEIDONTEMPELS.Hier soll es ja den schönsten Sonnenuntergang Griechenlands geben.Ganz solang konnte wir nicht warten,denn glaube ich doch einige gute Bilder mitgenommen zu haben.



Als nächstes müssen wir uns nach einem Schlafplatz umsehen. Nur wenige Kilometer hinauf in Richtung Korinth finden wir in der Ortschaft Panayía einen geeignetes Stellplatz direkt am Meer unterhalb einiger Appartement's! Einige Einheimische sind noch am Strand und lächeln uns freundlich zu.Es ist 19.15 Uhr als wir den Motor abstellten! GPS 37°40`52 N 23°56`30 O Während ich noch ein Bad im lauwarmen Meer genoss,begannen die Mädels einstweilen den Griller (Gas) anzuwerfen!Nach einem Campari Orange schmissen wir uns nach der langen Fahrt aber dan bald in die Heia!Kalinichta!

9. Tag Poseidon Tempel-Piräus-Kanal Korinth-Nea Epidaurus (Peloponnes)(224km 8 1/2Std.)

Abfahrt 9.30 Uhr.Nach einer ruhigen Nacht fahren wir weiter nach Piräus.Dort wollen wir den berühmten Hafen finden .Ankunft in PIRÄUS 10.30 Uhr.Von berühmt kann aber keine Rede sein.Auf der einen Seite ein Jachthafen mit Schifferl der obersten Preisklasse,auf der anderen Seite der ein Industriehafen mit Kränen und ein riesiger Fährhafen.Piräus selbst ist eine riesige Stadt in der wir uns natürlich wieder verfranzen!*gg* Aber Poldis Navi führte uns dann doch wieder durch abenteuerliche enge Gassen,mit nicht minder abenteuerlichen Wendemanöver aus der Großstadt heraus.


Beim verlassen der Stadt lautete das Motto,"Alles Markt" !Es war ja Sonntag und links und rechts der Strasse boten Händler aller Nationen Ihre Waren an. Besonders faszinierte mich das Lebendtierangebot.Sowas sieht man heutzutage nur mehr sehr selten.Bald darauf erreichten wir die Schnellstrasse in Richtung Korinthos,wir bezahlten für die Strecke 3,30 Euro Maut. Punkt 14.30 Uhr kamen wir am Kanal an und parkten unsere WoMos auf einem Schotterplatz ca. 100m von der Brücke entfernt.Wir alle waren ja schon hier,aber dieses Bauwerk erstaunt uns immer wieder.Was ich bei den Meteoreklöster leider vergessen hatte,holte wir hier nach! Auf der Brücke des Kanals entrollten wir den ÖCT Banner! Am Parkplatz starteten wir dann wieder den Honda un machten uns einen Nespresso,dazu,vorhin gekaufte Tortenstücke. Hier entschieden wir uns,doch nicht auf dem Festland weiter nach Delphi zu fahren,sondern den Rest unseres Urlaubes am Peloponnes zu verbringen.

Da Evi und Poldi das Epidaurus Theatre noch nicht kennen,fahren wir in diese Richtung.Bei Nea Epidaurus verlassen wir die Strasse nach recht Richtung Beach. 500m vor den beiden Campingplätzen geht rechts eine Schotterstrasse hinunter zu einem Strand. Nicht so schön,was wir in den letzten Tagen gesehen haben aber für eine Nacht allemal gut genug. Es ist bereits 18.00 Uhr. Hier treffen wir auch den ersten österreichischen WoMo Fahrer,das ältere Ehepaar kommt aus Krems. Natürlich wird gleich eine wenig gequatscht,wir erzählen vom Festland und die beiden von Ihrer bisher 2 wöchigen Peloponnestour. GPS 37°40`31N 23°9`1 O Ich bemerkte schon in Korinth das meine Bordbatterien trotz 200km fahren nicht voll werden.Hier am Strand testen wir dann eiges.Lademessgrät haben wir leider keines dabei!So wie es aussieht gibt es 2 Möglichkeiten,entweder die Lichtmaschine ladet nicht mehr richtig,oder der 12V Teil des Kühlschrankes ist defekt und nimmt zuviel Strom auf.Aber dank Honda sollte das vorerst kein größeres Problem werden. Eine Sensation gibt es dann noch beim Abendessen.Heute gibt es Eiernockerl!Alle die Poldi näher kennen,wissen das er an einem Kindheitstrauma leidet und nur wenn er den Namen Eiernockerl hört,dreht es Ihm den Magen um!In Kpuvar hat er einmal seine köstlichen Gundlpalatschinken stehen lassen,nur weil ich dieses "schlimme" Wort gebraute!Heut,nach 30 Jahren wollte er es genau wissen und bestellte bei den Mädels Eiernockerl!Und,naja was soll ich sagen,nach dem ersten Bissen hatte er noch Gänsehaut,aber dann hat er doch ohne weitere Probleme 2 Teller verdrückt! Er ist geheilt!!! Am abend kamen dann noch 2 italienische Wohnmobile an.

10. Tag Beach Nea Epidaurus-Epidaurus(grosse's&kleines)-Nafplio (69km )

Wieder eine ruhige Nacht,nur ich hatte wieder einmal meine leidigen Schlafstörungen.Es hatte schon um 8.00 Uhr früh 28°! Wir brechen gleich nach dem Frühstück auf,nicht ohne vorher noch ein Bad im Meer zu nehmen.Für eine Übernachtung ist dieser Platz ganz OK,aber für einen längeren Aufenthalt würde es uns hier nicht gefallen,da haben wir schön um vielfaches schöneres hinter uns und auch noch vor uns!Wir fahren wieder hoch zur Road und fahren richtung Epidaurus.In Epidaurus fahren wir in den Ort hinein.Achtung kann mitunter parkender Autos sehr eng werden!Im kleinen Hafen mit Geschäften fahren wir rechts ans andere Ende der Bucht (Wegweiser ANC.THEATRE).Wir parken unsere WoMo´s bei der Slipanlage.Von dort geht auch gleich der Weg (ca.5min.) zum kleinen Theater.Gleich neben dem Hinweisschild gibt es auch einen Wasserhahn mit Trinkwasser zum auffüllen unserer leeren Wassertanks.Nach einigen Minuten erreichen wir die Ausgrabungstätte.Es wird NOCH kein Eintritt verlangt. Archeologen waren hier eifrig am Werk.Vermessungen,Ausgrabungen und Restaurierungen konnten wir hier beobachten.


Man könnte hier auch noch einen bequemen Badeaufenthalt machen,(übernachten in der Vor/Nachsaison dürfte trotz Camping verboten Tafel kein Problem sein)wir aber wollen weiter zum großen Epidaurus.Wir waren zwar schon im Jahr2006 dort,aber Leopold&Evi wollten wir dieses antike Bauwerk nicht vorenthalten!Wir fahren wieder aus dem Ort nach oben und richten uns bei der Kreuzung nach Ligourio.Nach einer Stunde durch bergige Olivenhaine kommen wir am großen Parkplatz .Wir bezahlen 6 Euro p.Person Einritt und gehen rechts die Stiegen hinauf zum Theater aus dem 4.Jahrh. v. Chr. Auf seinen 55 Sitzreihen finden noch heute 15.000 Besucher Platz! Die Akustik ist so gigantisch,wenn man Cent Stücke auf dem Mittelpunkt fallen lässt hört man das hautnah in oberster Reihe noch!



Während die beiden Evi´s sich auch noch das Museum und weitere Ausgrabungen anschauten (ich kannte diese ausgiebig vom Vorjahr,siehe Bericht Peloponnes2006) holten wir Männer den ÖCT Banner vom WoMo und machten vor der Theaterkulisse einige schöne Werbebilder.Als die Fotosession beendet war kamen zwei Aufseher un machten Stunk.Wir mussten den Banner nochmals entrollen und die Aufschrift vorzeigen.War es deren Neugierde oder verboten,wir verstanden die Beiden nicht,auf jeden Fall waren sie sehr aufgeregt.Wir rollten unsere Transparent wieder ein und gaben Fersengeld! *gg* Hergegeben hätte ich ihn nicht,ich hätte unser heiliges Transparent mit meinem Leben verteidigt! Als wir zurück kamen,waren auch schon unsere Mädels da.Wir fuhren 25 km weiter nach Nafplio.Dort füllten wir unsere Lebensmittelvorräte bei einem Lidl auf.Danach besuchten wir das selbe Internetcafe wie schon im Vorjahr.Eigentlich wollte ich auch meine Mail's abrufen,aber natürlich hatte sich im Forum einiges getan und es gab viel nachzulesen.Auch administratorische Kleinigkeiten,wie das Freischalten neuer Mitglieder wurde erledigt.Die Burg kannten wir ebenfalls schon aus dem Vorjahr,also ging es gleich zum Strand der Nafplioaner.Auch hier hatten wir im Jahr 2006 eine Nacht verbracht. GPS 37°32`49 N 22°49´9 O Damals einiges los,waren wir diesmal die einzigen hier.Auch das Strandbuffet hatte im Gegensatz zu 2006 keine Gäste!Kaum standen unsere WoMo´s in Pose,war als nächstes ein Bad angesagt.Leider bläst ein Wind der es kühler machte als es eigentlich war.Danach gab mal wieder der Honda Gas .Einerseits sorgte er für die Ladung meiner Bordbatterien und anderseit sprudelte wieder köstlich Nespresso aus der Maschine. Am Abend gab es dann kaltes Buffet.Vor dem Schlafen gehen arebite ich weiter an diesem Bericht und Poldi zückt ebenfalls seinen Laptop und ergänzt seine Statistiken.

11. Tag -Nafplio-Kalamata (183km)

Abfahrt 10.00 Uhr.Wir verlassen NAFPLIO in Richtung Argos.Auf dieser Strecke kommt man auch an den Zyklopenmauern vorbei,aber der Weg führt auch in die antike Stätte nach MYKÄNE (siehe Bericht Peloponnes2006).Unterwegs sichte ich auch einen "Pipelife Transport",dieses Bild wird nach meinem Urlaub bei mir im Büro hängen,als Information für Ladegutsicherung!*gg* Argos geht es dann weiter Richtung Tripoli (56km).Wenn man nach oben ins Gebirge sieht,kann man schon sie Windräder erkennen,da müssen wir rauf. Ab KALAMAKI geht es dann schon in steilen Serpentinen den Berg hinauf.Bei km19,5 gibt es noch eine herrliche Aussicht auf Nafplion und den Argolischen Golf.

Ab Tripoli geht es dann für eine kurze Strecke (5km!) auf die Autobahn.Nach Sparti 59km,Kalamata89km.Am Ortsende MARKRYSI rechts abbiegen Richtung KALAMATA.Von hier weg sollten wir die schlimmsten Auswirkungen des Brandes erleben.60km,bis knapp vor Klamata nur verbrannte Wälder.Die Luft war stark beeinträchtigt,wir mussten die Fenster schliessen.


Bei meinen Fotoaufnahmen kam ein alter Grieche zu mir und erzählten mir mit trauriger und resoluter Stimme seine Erlebnisse.Mehrere Dorfbewohner waren hier im Feuer gestorben,darunter auch Kinder!Er war den Tränen Nahe und auch Eva und ich waren sehr deprimiert!Nach seinen Erzählungen setzte er sich wortlos ins Auto und fuhr zu seinem Haus.Auch dort standen zwei verbrannte Autos vor der Haustüre. Die Brände wüteten bis kurz vor Kalamata (ca.15km!). Endlich hatten wir dann diese makabren 60km verbranntem Allerlei hinter uns und sahen wieder das tiefblaue Meer.Unterwegs kaufte ich bei einem Strassenhändler noch 2,5kg frisches Spanferkel (25Euro).Nun mussten wir uns eine schöne Bucht suchen wo wir diese Leckerei verzehren konnten.Kurz vor dem Stadtkern Kalamatas fuhren wir rechts in Richtung Pedalini.In ANALIPSIS folgen wir einem Wegweiser zum "Paralia".Achtung!Im Dorf sehr eng,vorstehende Dächer und Balkone!Dort haben es sich schon 3 deutsche Dickschiffe und ein Steirer Campingbus gemütlich gemacht.GPS 37°0`20 N 21°58`21 O

Als erstes verzehren wir unsere Spanferkel und gleich danach ab über den schönen Sandstrand zum Meer.Im Wasser versuchen wir die Erlebnisse des heutigen Tages zu vergessen! Wasserhähne und Duschen sind leider trocken!Kilometerlanger Sandstrand für uns alleine.Das alte Ehepaar aus der Steiermark erzählt Poldi,das Sie schon während der Brände hier gestanden hatten.Zu dieser Zeit war der ganze Strand voller Zigeuner die aus den Bergen hier her geflohen waren.Die beiden weit über 80! waren zu dieser Zeit die einzigen Ausländer hier!Während ich ein Nickerchen machte kam auch ein Grazer Camper vorbei und erzählte,das er in Pilos mit schroffer Stimme von Polizisten verjagt wurde,auch eine Verhaftung soll Ihm angedroht worden sein.Auch von einer Kärntner Familie mit Kindern soll in Pilos mit 140 Euro Strafe pro Person gedroht worden sein,sollten sie nicht weiterfahren,wusste der Grazer zu berichten.Er war stinksauer und fahre jetzt in die Mani weiter!
11. Tag - Kalamata(Analipsis)-Hafen von Pilos-Ochsenbauchbucht-Bucht von Romanos (76km)

In der Nacht hat es heftig geregnet und dadurch etwas abgekühlt,es ist wolkig bei 21°.Gleich nach dem Frühstück fahren wir nach Pilos.Als wir oberhalb des Hafens ankommen,gibt es einen Platzregen.Wir warten aufgrund der glitschigen Strasse ab und nutzten die Pause für ein Fotoshooting mit Blick auf den Hafen und die vorgelagerten Fotofelsen.So schnell wie der Regen da gewesen ist,war er auch wieder weg.Binnen Minuten klarte es wieder auf und es wurde drückend heiss.Wir parkten unsere Autos am Ende der Hafenmauer und gingen in den Ort spazieren.Ich und Eva kauften sich eine Griechenlandkappe und für mich gab es noch eine "Diesel" Sonnenbrille. Internetcafe gibt es in Pilos keines,aber einen Vodafoneshop mit Internetzugang.


Nach 1 Stunde verlasse wir Pilos wieder um in die Ochsenbauchbucht baden zu fahren.Diesmal finden wir die versteckte Bucht schneller als im Vorjahr.Diese erreicht man über das Zentrum von Petrochori (immer dem Wegweiser Voidokilia folgen!)Da dieses herrliche Fleckchen zum Naturschutzgebiet ernannt wurde,ist hier übernachten verboten (daran sollte man sich halten!)Obwohl diese schöne Bucht nur einen kleinen Teil zwischen Felsen zu Meer offen hat,waren die Wellen heute ganz anständig, was für eine Hetz sorgte!Auf den Aufstieg zur Höhle Nestors verzichtete ich heuer (Bilder von 2006).Als wir genug von der Plantscherei hatten,fuhren wir weiter in Richtung Matibucht.GPS 36°58`1 N 21°39`39 O


Gott sei Dank bogen wir in Romanos zu früh ab (Glifadaki Beach),sonst hätten wir dieses herrliche Flecken nicht gesehen.Ein wunderschöner Sandstrand mit rauher Brandung!Wir stellten unsere WoMos auf einer Klippe ab.Die Zufahrt war etwas problematisch,da einige Steine aus em Sandboden heraus ragten,aber mit ein wenig Vorsicht klappte alles gut.GPS 36°59`21 N 21°38`57 O Als erstes musste der Honda wieder 240V erzeugen,es war Nespressozeit! Danach schmissen wir uns in die bis zu 1m hohen Wellen.Unser deutscher Nachbar bekam vom Italiener einen frisch gefangenen Wolfsbarsch geschenkt,den er dann am Strand ausweidete.Einziges Negativ hier,im Hintergrund wird schon fleissig an einer Feriensiedlung gebaut,möglich das ein Freistehen hier schon 2008 nicht mehr möglich sein wir!Also geniessen wir das Jetzt!Wir plantschen in der Brandung und hatten eine Menge Spass.Auch Eva kamm mit frisch gewaschenen und gefönten Haaren dazu.Aber schon die zweite oder dritte Monsterwelle zerstörte Ihre Frisur (siehe Bild!) Aber Sie nahm es mit Humor und lachte nach der ersten Schrecksekunde schon wieder! *gg*



12. Tag - Bucht von Romanos-Mati Bucht - Vlassada Bucht - Kalo Nero Bucht - Agrili (das verrückte Schloss) - Arathopoli - Strand Elea (76km)

Heute war ich schon um halb Acht auf,es war windig aber schon seh warm. In der Nacht hatten wir einen Untermieter bekommen,ein Tausendfüßler macht es sich im WoMo gemütlich. Heute wollen wir mal einige Buchten an der Westküste mit ihren schönen Sandstränden abfahren. Die erste,gleich unweit von unserem Nachtplatzerl ist die Matibucht.Dort hat sich ein Schweizer Ehepaar gerade mit Ihrem Campingbus im tiefen Sand hoffnungslos eingegraben!Kurzentschlossen stellten wir einen Hilfstrupp zusammen.Der Schweizer war schon fix und foxi,so übernahm Poldi kurzerhand das Steuer.Mit vereinten Kräften machten wir dann doch das Unmögliche möglich,der VW Synchron war frei!Eigentlich wollten wir hier Wassertanken,aber der Hahn war trocken!Also weiter,wir tangelten Bucht um Bucht ab.In Arathopoli wollte ich mal wieder ins Internetcafe.Ich gaukelte den Frauen vor wir müssen einkaufen und da wäre ARETHOPOLI genau der richtige Ort!Leider wardas Internetcafe tagsüber geschlossen! Aber dafür gab uns ein netter Grieche seinen Wasserschlauch.Dafür konsumierten wir bei Ihm Getränke und gaben Ihm eine schöne Maut!

Im Ort AGRILI besuchten wir dann das Märchenschloss.Das verrückte Schloss erbaute ein Dr. Harry Fournier. Leider ist das Schloss derzeit wegen Renovierung nicht von Innen besichtigt werden.Dieses Bauwerk befindet sich gleich zu Ortsbeginn,die Zufahrt zwischen den Melonenfeldern.

Weiter auf der Suche nach einem schönem Platz für die nächste Nacht,fuhren wir mehrere Stichstrassen zum Meer hinunter,hinter jedem Wegweiser Beach oder Paralia könnte sich ein Tarumplatzerl verbergen.Wir fanden auch einige,aber verwöhnt wie wir inzwischen waren,passte keine der Buchten!*gg* Der Hauptgrund war,das wir aufgrund des Sandes nicht nahe genug an das Meer heranfahren konnten.Unterwegs kamen wir in einem kleinen Dorf vorbei.Hier streunten unter knorrigen Olivenbäumen Schafe herum.Als wir anhielten und ausstiegen,kamen diese gleich neugierig näher.Sowohl ich als auch Poldi machten mit dem größten der Tiere Bekanntschaft.Erst lies er sich streicheln und füttern,dann....3 Schritte zurück und Attacke.Voll mit gesenktem Haupt auf uns los.Auch ein Schlag von mir beeindruckte das Schaf nicht,nächster Anlauf.Arst als Poldi die Kung Fu Stellung einnahm (gestreckter Fuß nach vorne),zog sich das wild gewordene Schäfchen zurück und weidete wieder gemütlich und friedlich die Olivenbäume ab!War wieder eine Mords Gaudi kann ich nur sagen!*gg*

Die Bucht in Kali Nero hat uns für die Nacht nicht zugesagt,also suchten wir weiter,ein Plätzchen zum Schlafen zu finden.Aber auch der nächste Strand sagte uns nicht wirklich zu,deshal bogen wir links nach Norden in einen Schotterweg ein.Wir fahren in einen labyrinthartigen Pinienwald ein. Fast 5km fahren wir durch dieses wunderschöne Fleckchen Erde.Vereinzelt sehen wir Wohnmobile unter Schattigen Pinien stehen.Wir aber wollten näher ans Meer.Am Ende des Waldweges kann man bis fast an den Strand fahren.Kleine Taverne,Stranddusche und ein ebener Platz und Blick auf das offene Meer,Herz was will die Camperseele mehr!GPS 37°22`18 N 21°41`4 O . Die Wellen waren auch hier sehr hoch,trotzdem wagte ich in Bad.Als ich aus dem Wasser ging kam hinter mir eine Welle,die größer war als ich selbst.Sie erwischte mich im nur mehr knie tiefen Wasser und schleuderte mich am Grund an den Strand.Mann hatte dieses Ding eine Gewalt!Ergebnis,mein Knie war blutend zerschunden und brannte fürchterlich!Aber Eva verarztete mich dann und nach dem Duschen mit Süßwasser wurde der Wundschmerz schon deutlich besser. Am Abend konnten wir wieder einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten.Die kleine Taverne mit ihrem Palmenblätterdach,gab da natürlich einen romantischen Background!Gegen 23.00 Uhr griechischer Zeit hauten wir uns dann in die Federn.Poldi war schon früher in die Kiste gehüpft, denn heute konnte er sich nicht zwischen süßen Wein,Ouzo oder Bier entscheiden.Also nippte er einmal da und einmal dort! *gg*

13. Tag - Strand bei Elea
Heute schlafe ich erstmals etwas länger,es ist bereits 9.30 Uhr als ich aus den Federn krieche!Heute sind die Wellen erstmals weniger geworden,ich dachte schon wie im Vorjahr,das uns die unruhige See bis zum Ende unseres Urlaubes begleiten würde.Wir beschliessen hier am karibischen Sandstrand mit Blick auf das offene Meer noch einen Faulenzertag anzuhängen!Baden,sonnen,faulenzen.Alleine am Kilometerlangen Dünenstrand,ein Leben wie Robinson!Unsere Vierbeinigen Freunde,mittlerweile 7 Stück und ein Babyhund weichen uns nicht mehr von der Seite!Auch die Nacht verbrachten Sie um und unter unseren WoMo´s.Wenn sich irgendetwas auffälliges getan hat,haben alle sofort angeschlagen.Der Italiener,welcher gestern Abend noch angekommen ist,fuhr mit seinem WoMo heute Mittag wieder weiter.

13. Tag - Strand bei Elea - Kaiffa Grotte - Olympia - Manulada (136km)

2 Tage faulenzen reicht! Wir sind alle einer Meinung jetzt muss wieder ein bisschen Action her!Der Abschied von unseren 8! Hunden fällt uns allen schwer,besonders Evi&Poldi kämpften mit den Tränen Also reisen wir am vormittag weiter zu der Kaiffa Grotte.Ab Zacharo sehen wir wieder das Ausmass der Brände der letzten Wochen.Auch hier,kilometerlang verbrannte Erde.Aber der Küstenabschnitt ist verschont geblieben und man kann dort ohne Einbussen Urlaub machen.Wir aber,lenken ins Landesinnere nach Kaiffa,wollen schauen ob die Grotte verschont beblieben ist.Aber je näher wir unserem Ziel kamen,war klar,das auch hier das Feuer seinen Schaden hinterlassen haben muss!Das war dann auch so.Der Berg überhalb der Badeanstalt und auch gegenüber am See,alles verbrannt!Die Badeanstalt selbst wird schon wieder fleissig renoviert,bzw. neu gebaut.Die grosse Mauer rund herum zeigt,das es ein "wild" baden wie bisher für uns Camper aber auch die Griechen nicht mehr geben wird.

Nachdem ich mir die Bilder vom Vorjahr vorstellte und diese mit heuer verglich,war mir klar wieder ein schöner Fixpunkt viele Peloponnesurlauber weniger! Jetzt wollten wir es wissen,hatten ja die Medien noch vor 14 Tagen gemeldet,"OLYMPIA BRENNT". Also fuhren wir dieses uns schon vom Vorjahr bekannte Ziel an.Und tatsächlich hier haben die Medien weltweit NICHT übertrieben.Sowohl die Stadt Olympia als auch die antike Ausgrabungstätte,allen voran das Museum mit all seinen wertvollen Schätzen entging nur um Haaresbreite der Feuersbrunst!Auch der Parplatz wo wir standen war runderherum verbrannt.Die verschmolzenen Laternen zeigen noch jetzt die Hitze die hier geherrscht hat!Beim Museum kamen die Flammen bis auf einen Meter an das Gebäude heran!Inzwischen erinnern aber nur mehr die verbrannte Wiese,die verkohlten Bäume und Sträucher an die Katastrophe.Das Museum selbst erstrahlt mittlerweile wieder in strahlendem Weiss und ist für Besucher geöffnet! Überall waren Holzarbeiter am fällen der verbrannten Bäume.Das Freigelände ist inzwischen ebenfalls ungehindert begehbar und großteils vom Feuer verschont geblieben.Es war verdammt knapp,aber unsere Meinung fand einen Konsens.Hier wo wertvolle antike Güter geschützt werden mussten,kamen die Rettungsmannschaften rechtzeitig,da wo es um Bauerndörfer ging nicht.Aber so ist halt unsere Gesellschaft!


Trotzall den schrecklichen Bildern ist wie gesagt der Besuch von Olympia kein Problem!Natürlich hatten die Schlagzeilen aber viele Griechenlandurlauber umbuchen lassen und wir spüren wir schon überall auf unserer Tour das man auch hier froh über jeden Besucher ist.Es waren im Vergleich zum Vorjahr vielleicht 10% an Touristen am Gelände.


Nach der Hitzeschlacht,kam natürlich bei Allen wieder der Gedanke ans Baden auf. Da wir wussten das Bekannte aus dem Vorjahr in Manulada stehen,ging es auch dort hin.Der Strand war diesmal nicht vermüllt.Mit uns bildete sich hier eine richtige Österreichergruppe,denn auch ein Wohnmobil aus Ebreichsdorf war da.Erstmals gingen wir baden und dann wollten die beiden Evi´s die frisch gestrandete Wasserschildkröte suchen. Diese dürfte aber in der Zwischenzeit schon jemand mitgenommen haben!Manulada - GPS 38°3`39 N 21°19`41 O

In Varda gibt es ein neu eröffnetes Internetcafe.Der Besitzer ein Deutsch-Grieche stellte mir seinen privaten Laptop zur Verfügung,denn alle anderen Geräte waren von Einheimischen Jungs besetzt die lautstark gegeneinander DOOM oder ein ähnliches Egoshooterspiel spielten!Hier wollte ich wieder mal meine Mail's abrufen,aber der Einstieg ins Forum dauerte so lange,das sich dies wiede nicht ausging! *gg* Am Rückweg nahmen wir uns noch frische Pizza und Hähnchen vom Grill mit. Der Abend wurde dann sehr stürmisch und doch etwas kühl.
14. Tag - Manulada - Küste Kalogrias (26km)

Der Wind war zwar in der Früh vorbei,dennoch verwarfen wir den Gedanken noch einen weiteren Tag in Manulada zu bleiben.Wir beschlossen nun doch wie geplant auch bei der Heimfahrt in Igoumenitsa einzuschiffen.Als nächstes Ziel wurde eine Stippvisite auf der Insel Lekada vereinbart.Da ich mit der Arbeitan diesem Reisebericht etwas in Rückstand war,verzögerte sich die Abfahrt in Manulada.Wir kamen erst gegen 13.00 Uhr weg,also war eine Fahrt bis ans Festland heute nicht mehr sinnvoll.Es sollte der kürzeste Tagestrip auf unserer Tour werden. Wir verlassen Manulada richtung Norden.Bald bleibt uns aber keine Möglichkeit weiter an der Küste zu fahren,eine Sackgasse schickt uns auf die Old National Road. Wir bleiben bei einigen Baustoffhändler stehen,denn ich möchte ja unbedingt eines de kleinen Häuschen die überall in an Griechenlands Strassränder stehen kaufen.Aber nirgends bekomme ich die geeignete Größe.Dann versorgen wir uns noch mit Zigaretten und Sprit für den Honda.Wir verlassen die Strasse und folgen dem Wegweiser Methoni und Kalogria (13km).

Wir durchqueren ein Weideland und fahren kilometerlang durch einen wunderschönen Pinienwald.Waltraud Schulz hat diese mächtigen Bäume treffend mit "Riesenbroccoli" beschrieben.inks und rechts gibt es Picknickplätze,aber auch "Camping Verbotsschilder" !Wir halten,vorbei an einem See auf 2 Felsrücken zu. Bei einer Gabelung geht's rechts zum Hotel "Calogrie Beach" und links zum grossen Parkplatz oberhalb der Dünen.Wir fahren links und parken uns an dem Holzzaun direkt neben einem WoMo aus St.Pölten und einem aus Roseneheim ein.Als erstes geniessen wir natürlich nach der langen Fahrt (26km *gg*) ein Bad im Meer. Ein endlos langer,feinster Sandstrand erwartet uns.Es gibt 3 Tavernen und die noch in Betrieb sind aber kaum Kundschaft haben.Auch Strandduschen sind vorhanden.Ein Traumstrand den Ihr unbedingt besuchen solltet!GPS 38°9`22 N 21°22`4 O


Es gibt hier auch Pflanzen die unter Naturschutz stehen.Deren Namen ,konnte ich auf dem griechischen Hinweisschild leider nicht entziffern!Wenn das jemand weiss,wäre ich dankbar über eine Mail und ich würde das in diesem Bericht dann gerne aufnehmen.

15. Tag - Küste Kalogrias (Peloponnes) - Insel Lefkas (273km)

Heute habe ich eine fast schlaflose Nacht hinter mir.Keine Ahnung warum,aber ich denke es war mir zu warm (3.00 Uhr früh hatte es noch immer 22°!)!Oder war es die Angst morgen wieder einen Tag älter zu sein!? *gg* Zu meiner Müdigkeit kamen noch arge Kreuzschmerzen dazu,vielleicht eine Auswirkung meines heutigen 42. Geburtstages( mann bin ich schon alt!)*gg*. Einige Glückwunsch SMS trällerten schon ab dem frühen Morgen ein.Um 8.15 Uhr brachte dann unser St.Pöltner Nachbar frisches Brot aus der Ortschaft,es war noch warm,schmatz!
Es ist 5.15 Uhr, ich kann vor lauter Gelsenstichen nicht mehr schlafen,daher nutze ich gleich die Möglichkeit an meinem Bericht weiter zu arbeiten. Auch heute kamen wir wieder erste etwas später weg als geplant (12.45 Uhr),hatten wir doch nach den wenigen Kilometern der letzten Tage mal wieder eine längere Strecke vor uns,wir wollen auf die Insel Lefkas (Lefkada).Während der Fahrt bemerkten wir denAnstieg der Temperatur,ein Blick auf den Fernanzeiger bestätigte unser Gefühl.Es hatte 37° Aussen und 34 Innentemperatur! Um genau 13.30 Uhr verliessen wir über die neue Brücke unseren geliebten Peloponnes!Die Fahrt über die Brücke kostet nicht (oder nicht mehr) wie überall im Internet verbreitet knapp 17 Euro,sondern "nur" 10,90 Euro. Ok,ist nicht wenig und fast doppelt so teuer wie die kleine Fähre.Aber ein Erlebnis ist es allemal!Wir gönnten uns auf jeden Fall diese Fahrt.

Die nächsten 150km sind dann uninteressant und hässlich!Wir tanken wieder mal 45 Liter (km Stand 141.466),Dieselpreis 0,988Euro und frischten in Mesoloni noch unsere Vorräte auf. Trotz unschöner Landschaft steht eines fest,kaum über der Brücke wurde die Vegetation viel "grüner",aber auch der Strassenverkehr war nicht ohne,jede Menge LKW´s donnerten die Küstenstrasse auf und ab.Bei Rivio kommen wir an einem idyllisch aussehenden grossen See vorbei.Aus Zeitmangel können wir diesen aber nicht näher inspizieren,das Gewässer dürfte aber nicht genutzt werden,keine Häuser und Strassen. Ab Anfilohia fahren biegen wir in die E952 richtung Lefkada ein.Wir kommen auf unserem Weg in Vonits,einem quirrligen Ort vorbei. Hier findet man Supermarkt,Tankstellen und verschiedenste Geschäfte.Von hier aus sind es noch 20km bis Lefkada.

Gegen 16.00 Uhr fahren wir über eine Schwimmbrücke auf die Insel Lefkas (Lefkada) auf. Gleich zu Beginn kommt man in den gleichnamigen Hauptort der Insel,nach Lefkada.Da wir dieses Ziel eigentlich nicht auf unserem Tourenplan hatten,viel uns erstmals die Orientierung.Wir entschieden uns gleich im Hafengelände rechts zu fahren (die weniger abenteuerlustigen sollte nach links die schöne Strasse nehmen!).Unser Weg ,führte aber dann bald steil und eng den Berg nach oben.Wir kommen durch kleine Dörfer,wo unsere WoMo´s nur um Zentimeter durch passten! Da es bald dunkel wird,war es an der Zeit schnellstens einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden,am besten mit Meerzugang. Zu Beginn sah es eher nach einer Nacht hoch über dem Meer aus,aber dann windete sich die schmale Strasse doch wieder nach unten,nach AGIOS NIKITAS.

Ein Blick nach unten zeigte uns einen Stranbereich mit Tavernen.Dort angekommen begrüßte uns eine große Tafel mit "WELCOME". Ein WoMo mit Holländern und ein kleiner Campingbus mit einer Familie aus Deutschland waren auch erst vor kurzem da angekommen.Wir fragten den Tavernenbesitzer ob hier ein übernachten möglich sei,freundlich nickte er.Wir versprachen natürlich bei Ihm zu Essen.Als wir unsere Fahrzeuge in die Waage gestellt hatten,kam ein alter Grieche mit dem Moped an.Wenn wir hier übernachten wollen,dann kostet das 5 Euro.Nachdem er uns dann noch Frischwasser und Strom anbot,nahmen wir dieses Angebot halt ein "zweites" mal an! *gg* Auch Toiletten,Kaltdusche und einen Wasserhahn zum Auffüllen des Frischwassertanks sind vorhanden. Unser Tipp - Hier habt Ihr einen idealen Übernachtungsplatz für die erste Nacht auf der Insel Lefkas! GPS 38°48`12 N 20°37`51 O
Natürlich hielten wir trotzdem unser Versprechen und essen in der Taverne zu Abend. Das hätten wir aber wohl besser nicht getan! Ausser der Platz mit Meerblick gibt es hier nichts positives zu Erzählen. Sowohl Shrips als auch Kalamari kamen aus der Tiefkühltruhe vom Lidl und schmeckten auch so,lediglich mein Mousaka war zum Essen! Trotz dieser miesen Qualität bezahlten wir dann immerhin 60 Euro!
16. Tag Insel Lefkas - Von AGIOS NIKITAS bis PORTO KATSIKI (44km)

Wie schon erwähnt,konnte ich auch diese Nacht nicht besonders gut schlafen,es war mir zu warm und die Gelsenstiche juckten wie verrückt,also stand ich auf und schrieb an diesen Zeilen. Positiver Nebeneffekt,erstmals in diesem Urlaub werde ich früher wach sein als der Poldi! *gg* Und auf einen schönen Sonnenaufgang am offenen Meer kann ich mich auch freuen.Es ist jetzt 7.00 Uhr griechischer Zeit,hat bereits 20° und es ist wunderbare glatte See. Jetzt werde ich schwimmen gehen!Evi bereitete später ein leckeres Frühstück zu.Einziges Manko am Frühstückstisch waren die vielen lästigen Wespen.
Nachdem ausgiebigen Frühstück,hauten sich Poldi und ich noch in glasklare Meer.Vor der Abreise noch Ent/Versorgung und Verabschiedung von Vagelis.Ein netter Grieche der seinen Platz für Mobilisten als Stellplatz zur Verfügung stellt. Natürlich wurden Adressen getauscht und der kleine ÖCT Aufkleber überreicht
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STELLPLATZDATEN
AGIOS NIKITAS auf der Insel Lefkada
Betreiber: Vagelis Giannoulatos
Ausstattung: Sandstrand,Taverne,SnackBar,Wasseranschluss,Toiletten,Strom
Preis: 5 Euro p.Nacht (inkl.Personen)
Tel. +30 26450-97390 Fax +30 26450-97170
GPS-Koordinaten
38°48`12 N 20°37`51 O

Wir verlassen AGIOS NIKITAS um 11.30 Uhr. 2km nach dem Stellplatz gibt es einen Campingplatz, "Camping Kathisma". Den kann man aber getrost als die unterste Kategorie einstufen.Kein Strand,sondern weit weg vom Meer in einem Olivenhain.Wir verzichteten gerne auf eine nähere Erkundung.Wir folgen dem Wegweiser Kalamitsi.Es geht wieder steile Serpentinen auf schlechter Strasse nach oben.Wir wollen in die von Schulz beschriebene Kathisma Bucht.Es geht sehr,sehr steil auf schmalem Asphaltweg nach unten.Die tief hängenden Olivenbäume kratzen anständig an unserem WoMo Lack!Etwa auf halber Strecke kommen uns die deutsche Hymerbesatzung (vom Stellplatz in Agios Nikitas) mit dem Motorrad entgegen. Sie erzählten uns,es hätte keinen Sinn noch weiter nach unten zu fahren.Eng.steil und KEINE Wendemöglichkeit mehr. Wir nehmen den Rat an und kehren in einer Spitzkehre um. BITTE nicht nachfahren!!!

Als wir wieder heil oben ankamen fahren wir wieder steile Serpentinen hoch in Richtung Komili,ein Dorf mit verdammt engen Gassen.Aber auch dieses "Hinderniss" meistern wir ohne Schrammen am WoMo zu hinterlassen.Im Dorf XOPRATA gibt es etwa in der Mitte die letzte Möglichkeit vor einer Fahrt in eine der Buchten Wasser zu tanken,ein Brunnen steht in einer Rechtskurve dafür zur Verfügung.Wir kommen an einem Hinweisschild BEACH GIALOS 4km vorbei.Diese Bucht heben wir uns aber für ein andermal auf. Jetzt wollen wir zu der Traumbucht in KATSIKI mit dem LEFKADISCHEN FELSEN. Bei einer Gabelung stehen wieder Richtungschilder,nach links geht es nach AKROTIRIO nach rechts nach PORTO KATSIKI. Wir fahren nach rechts.Es geht 5km mehr oder weniger steil bergab.Schon die ersten Blicke hinunter zum Lefkadischen Felsen und die Buchten sind wieder ein Mundoffen Erlebnis!!!

Wir rollen noch ein Stück weiter nach unten bis wir an einen Parkplatz oberhalb der Traumbucht ankommen.Als wir aussteigen und in die ca. 70m unter uns liegende Bucht schauen,meinen wir das wir hier im Paradies gelandet sind!!!Eine Fahrt hierher darf man sich NICHT entgehen lassen!!!Wir parken unsere WoMo´s unmittelbar neben dem Zugang zum LEFKANISCHEN FELSEN ein.Ich beginne sofort mit Fotoaufnahmen,meine Kamera läuft heiss! Als erstes erkunde ich den LEFKANISCHEN FELSEN,auf den man über Stiegen gelangt. Meine Augen wissen gar nicht mehr in welche Richtung sie blicken sollen! MEGATITTENGEIL !!!!! GPS 38°36`10 N 20°32`56 O


Nachdem ich die Fotoaufnahmen vorläufig beendet habe,schmissen wir uns in die Badeklamotten und steigen die 101 Stufen hinunter zum Meer.Das Wasser ist glasklar und trotzdem stellenweise milchig,Grund dafür die Kalkfelsen.Ich schnorchel mit Poldi die Steilküste entlang.Auch die Höhlen erforschen wir dann im Beisein unserer Frauen.Man braucht nicht in die Südsee reisen,dieser paradiesische Traumstrand liegt in Griechenland! Laut Einheimischen besuchen diesen Traumstrand in der Hauptsaison 3000! Leute täglich!Mit dem WoMo kommt man zu dieser Zeit nicht hierher,da die Autos die Strasse bis fast nach oben verparken.Die Polizei sperrt die Abfahrt dann für WoMo´s. Wir steigen später die Stiegen wieder nach oben und besuchen die Tavernen.In einer geniessen wir bei herrlichen Blick auf das offene Meer Eiscafe,in einer anderen schmackhaftes Gyros.Am Abend stellen wir dann noch unsere WoMo´s etwas weiter nach vorne,um morgen eine ungehinderte Weiterfahrt zu gewährleisten.Erst sieht es schlimm aus,vom Meer ziehen schwarze Wolken auf.Aber es kommt wie so oft hier im Süden,NICHTS! Alles verzieht sich so schnell wie es da war!Später parkt sich noch ein griechisches Pärchen mit einem alten Mercedesbus neben uns ein!

Während wir genüsslich (Asti kostet bei Lidl 3,49Euro) einen süßen, griechischen Rotwein geniessen,schreibe ich an diesen Zeilen!*gg* Mit dieser Kulisse,sowohl,Blick als auch Geräuschkulisse schreibt es sich wie einst Hemingway in Havanna!Die Nacht über sind wir nur 7 Personen hier unten,ich hoffe heute schlafe ich besser!

17. Tag Insel Lefkas - Parga (153km)

Gegen 11.00 Uhr verlassen wir schweren Herzens "unsere" Paradiesbucht auf Lefkas (Porto Katsiki). Diesmal nehemn wir die Hauptstrasse am Kamm der Insel.Nachdem wir die Insel wieder über die Schwimmbrücke verlassen fahren wir nach einigen Kilometer links in Richtung AKTION - PREVEZA weiter. Bei PREVEZA bezahlen wir 5 Euro Maut für den 1600m langen Unterwassertunnel.Lohnende 5 Euro,wenn man bedenkt wieviele Kilometer man sich durch diesen Tunnel erspart.

Wir veralssen dann die E55 und folgen de Hinweisschild RIZA BEACH. Bei 10% Gefälle geht es dann hinunter zum Meer. Südliche VegetationBananstauden,Palmen und Zitronenbäume begleiten unseren Weg.Hier gibt es 2 Campingplätze,CORALI und ACROCIALI. Beide sind zum vergessen! Wir fahren dann rund 10km den Küstenbereich ab, hier findet man sehr gute Stellplätze am Meer(Sandstrände). Kurz überlegen wir einen Badestopp,dann entscheidet aber doch wieder die Uhr gegen uns.Wir fahren am Ende des Strandes eine steile Teerstrasse (teilweise 18-20%) hinauf und hoffen so wieder auf die E55 zu kommen. Plötzlich stehen wir vor einer Unterführung,links Einfahrt verboten,also unten durch.Achtung macht es nicht wie ich,da es gleich nach der Unterführung steil nach oben geht,nahm ich mit etwas mehr Gas Schwung.Dabei hatte ich aber dieGrube nicht gesehen,"na servas" das WoMo hat's g'scheit durchgebeutelt.Was mir Eva danach ins Ohr flüsterte möchte ich hier nicht sagen.Hier müsste man gleichscharf rechts weg und man ist nach wenigen Metern auf der E55!Gerade weiter gilt nur für Blinde,oder wenn Ihr den höchstgelegenen Bäcker in dieser Region besuchen wollt.Wir fahren immer steiler nach oben,beim besagten Bäcker links vorbei,bis die Strasse dann irgendwann im Nirvana endete.Hier fahren normalerweise nur mehr Traktoren! *gg* Später fragt Poldi dann beim Bäcker nach dem Richtigen Weg und dann fanden wir die Auffahrt auf die E55 gleich neben der Unterführung!
Danach fahren wir dann eine Zeitlang die E55,hatten wir doch vorerst genug von abenteuerlichen Bergfahrten!Aber plötzlich sah ich eine wunderschöne Bucht von oben,dort mussten wir hin!Da seit dem Bäckerbesuch in luftiger Höhe ausnahmsweise mal Poldi an der Spitze fuhr verpassten wir die Abzweigung nach Parga.Naja,wie auch anders,wusste er doch nichts von meinem Vorhaben! Ich erzählte Ihm per Funk von der schönen Bucht,die ich von oben gesehen hatte und schon machten wir bei der nächsten Möglichkeit kehrt!Ich übernahm wieder die Führung und bog bei der Gabelung nach Parga (10km)rechts ab. Schon nach 4km geht es scharf links (Achtung doppelte Sperrlinie!) steil nach unten(Wegweiser NAPANIA BEACH .Nach einigen Serpentinen kamen wir unten an.Naja,wir waren natürlich von Lefkadas Traumbucht verwöhnt,aber trotzdem,eine wunderschönes idyllisches Plätzchen. Türkises Wasser,grober Kiesel und eine Taverne. Der Platz könnte unter Umständen eng werden!(max 3 WoMo)GPS 39°16`47 N 20°27`57 O

Hier wurden wir gleich von einem freundlichen Pärchen begrüsst.Vikerl,sein WoMo trägt ein Wiener Kennzeichen wies uns gleich die erst vor kurzem frei gewordenen Plätze oberhalb der Taverne zu. Nach erstem Small Talk,schmissen wir uns in die Badeklamotten und rein ins Meer. Nach dem Bad erst mal einen kühlen Kennlerndrink bei dem Wirt der Taverne. Stehen bleiben "NO PROBLEM" !Beim Abendessen stellten wir dann unsere Tische zusammen und verbrachten einen gemütlichen Abend. Der ÖCT wurde natürlich auch bei dieser Gelegenheit bekannt gemacht!
18. Tag Parga

Auch heute früh werde ich durch enorme Kreuzschmerzen schon um 5.30 Uhr wach. Es ist noch stockfinster,die Grillen zirpen bei 22°.Um diese Zeit ist auchder Honda zu laut,also starte ich mal wieder die gute,alte "Geschraubte" und mach mich an die Überarbeitung dieses Berichtes.Auch die Diesel und Nächtigungsstatistik bedarf einer Aktualisierung.Kurz nach 7.00 Uhr kommt auch der Poldi aus seinem WoMo undauch der Vikerl schaut schon aus dem Fenster. Das war für uns die letzte Nacht in einer schönen Bucht.Die folgende werden wir schon am NEW PORT (Hafen)in Igoumenitsa verbringen! :-((
Nach ausgiebigem Frühstück und noch einmal Baden verabschieden wir uns von Vikerl und seiner lieben Frau.Wir fahren die steile Piste wieder nach oben und kehren zurück zur E55 in Richtung Igoumenitsa. Igoumenitsa rückte gefährlich näher! Halt,das kann es doch nicht schon gewesen sein!Wir verlassen nach 18km die E55 und biegen links Richtung PERTIKA (12km)weg.In der Ortsmitte von PETIKA folgen wir dem Wegweiser SIVOTA.Dort soll es nach Erzählungen noch einen paradiesischen Traumstrand geben. Trotz mehrmaligen Lenkmanöver finden wir diesen aber leider nicht mehr. Blicke von oben zeigen etliche Strändemit türkisem Wasser,aber keiner davon hatte die vorgelagerte Insel.In SIVOTA kaufen wir dann noch beim Bäcker ein,natürlich dürfen auch die mit Schafkäse gefüllten Blätterteigtaschen nicht fehlen. Dann machen wir noch eine Hafenrundfahrt,aber wir finden auch heute wieder keine Post,wo wir unsere bereits zu Beginn des Urlaubes geschriebenen Ansichtkarten loswerden! Dann noch ein Stopp,beim örtlichen Fleischer.

Wir verlassen die Küste dann wieder steil nach oben und kehren auf die E55 zurück. Jetzt wird es dann zur traurigen Realität! Ein Blick auf den Monitor meines Navis zeigt es deutlich,Punkt 13.46 schließt sich der Kreis unserer Rundreise! Ausserhalb des Hafengeländes werden wir dann von einem Minnoan Büro zum nächsten geschickt.Mir wurde schon leicht schlecht,aber beim 4 klappte es dann,die Umbuchung vom Abfahrtshafen nach Patras hatte Herr Parianos zur volle Zufriedenheit erledigt.Die von Ihm genannten Code´s wurden von der freundlichen Schalterdame sofort akzeptiert! Unsere Patras Ticket's wurden dann eingezogen und wir bekamen neue mit Abfahrtshafen Igoumenitsa ausgestellt.Auch der Check In war somit schon 1 Tag davor getätigt.Jetzt beschlossen wir den Sanstrand in Drepano Beach anzufahren,jenen den wir auch zu Beginn unserer Reise als erstes angefahren sind.Diesmal stellten wir uns etwas weiter nach oben,dort kann man direkt am Wasser stehen. (Stranduschen sind vorhanden,aber auch Camping Verboten Hinweise überall!Wird wohl der Campingplatzbetreiber angestiftet haben! Wir verbringen hier die letzten schönen Stunden.Das Wasser ist angenehm warm,es ist sonnig und heiss,bei 28° im Schatten.
19.Tag Abreise
Nach einer ruhigen NAcht am Hafengelände von Igoumenits fahren wir um 9.22 Uhr auf das Schiff auf.Auch diesmal hatten wir Glück und hatten wieder ein freies Plätzchen für Stühle un Sessel neben unseren Autos. In albanischen Gewässern kamen wir in grössere Wellen.Das Schiff schaukelte ganz schön hin und her!
Zusammen gefasst,können wir auch heuer wieder sagen,es war einer der schönsten Urlaube welchen wir in unserem Bordbuch eintragen und ganz dick unterstreichen werden.Nach Sadrdinien war dies nach langer Paus wieder ein Versuch nicht Solo zu fahren,sondern im Team.Und da möchte ich Evi&Poldi herzlich für die gelungene Teamarbeit bedanken.Es ist sicherlich nicht leicht einen perfekten Reisepartner zu finden,aber mit diesen Beiden waren wir ein starkes Team.Ziele und Wünsche passten zu 100% überein und auch die Abenteuerstraecken,welche ich fuhr, taugte den Beiden gleichermassen gut wie uns!Ohne die Evi&Poldi wäre die Tour nicht ganz so schön gewesen!
Auch meiner Frau und Co-Pilotin möchte ich für die perfekte Navigation bedanken, Sie hat uns zu 100% immer dahin geführt,wo wir hinwollten! Ebenso war Sie den ganzen Urlaubes über,während der Fahrt als Stenographistin tätig,damit mir am Abend beim Schreiben dieses Berichtes kein Ortsname,Km Angaben oder sonstiges Erlebnis verloren ging. Auch um die Bilder die während der Fahrt entstanden,war Sie verantwortlich.Als Lohn für Ihre professionelle Arbeit musste Sie bei diversen Teilstrecken immer wieder Todesängste ausstehen! Danke nochmals für Deine Mühe mein Schatz und entschuldige für die hunderten Serpi´s,wie Du die Serpentinen immer liebevoll genannt hattest!
Nachsatz: Die Angaben in diesem Bericht sind wie immer ohne Gewähr. Unsere Übernachtungsplätze sind keine offiziellen Stellplätze (ausgenommen Agios Nikitas auf der Insel Lefkas und der Campingplatz Kastraki).Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes hatten wir nie Probleme mit der Polizei,obwohl diese auf einigen unserer Plätze Abends Kontrolle fuhren.Die Polizisten grüßten immer freundlich,auch wenn in unmitelbarer Nähe "Camping Verboten" Tafeln standen.*gg* Für mich ist Griechenland,eines der letzten WoMo freundlichen Länder,hier kann ich die Freiheit Campen noch so ausleben wie ich es mir vorstelle! Ich brauche keine Campingplatzmaschinerien wie in Finikounda, ich möchte die Freiheit pur und die haben wir ALLE 4 in Griechenland gefunden. An einigen Stellen haben wir aber schon bemerkt,das diese Freiheit auch in Griechenland früher oder später nur mehr eingeschränkt möglich sein wird!
Ich möchte an meinen Aufzeichnungen nichts verdienen,veröffentliche diesen Bericht nur um Gleichgesinnten und Camperfreunden bei der Entscheidung Ihrer Urlaubsplanung behilflich zu sein Diesen Bericht könnt Ihr Euch gerne für privat audrucken um die Tour nachzufahren! Aber jeglichen gewerblicher Gebrauch und Bilderklau werde ich ausnahmslos verfolgen!
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