
Waldviertel Tour im Sommer 2009
Durch private Umstände konnten wir heuer nochmals länger weg fahren. Ziel war Bärnkopf im Waldviertel. Bärnkopf ist die höchstgelegene Gemeinde im Waldviertel, 968 m Seehöhe ,378 Einwohner. Die kleine Holzfäller Siedlung liegt im Zentrum eines der größten Waldgebiete Österreichs. Auf diesem Hochplateau findet man unweit vom Dorf den naturbelassenen, wildromantischen Schlesingerteich, ein Badesee der einst zur Holzschwämme diente. Wandern, Schwammerlsuchen, Baden, Angeln im Sommer, Mountenbiken oder Langlaufen im Winter sind die Möglichkeiten Vorort. Viele ländliche Gastwirtschaften bieten kulinarisches zu moderaten Preisen. Unterhalb des Schlesingerteiches gibt es einen geschotterten Platz mit mehreren Grillstellen, Hütten, Frischwasserquelle. Mittlerweile hat auch dort mitten im Wald der Modernisierungsprozess stattgefunden. Es gibt einen Stromanschluss und 2 "echte" Toiletten. Von unserem Lagerplatz werden wir im späteren Verlauf einige Rollertouren in die nähere Umgebung (ca. 50km) unternehmen. Ysperklamm-Gutenbrunn - Stellplatz, Schmiedemuseum und Ruine in Arbesbach - Stellplatz Waldhausen.

1. Tag (Wohnmobil 162km) Nachdem wir von der Sonne Siziliens genug hatten, bot sich das kühle Waldviertel geradezu an. Mit von der Partie waren Freunde aus dem Österreichischen Campertreff, Sibylle&Robert (Planta) und Sonja&Franz (Perseus&Andromeda). Bei Melk an der Donau trafen wir uns und legten den restlichen Weg dann gemeinsam zurück. Bei herrlichem Wetter kamen wir dann am Nachmittag am Sclesingerteich an. Nur einige Zelte mit Mädels waren da, später kamen noch zwei Wohnmobile dazu. Wir errichteten eine Wagenburg am Bacher´l, gleich in der Nähe der Feuerstelle. Als wir fertig waren öffneten wir ein Bierchen und stießen auf ein paar schöne Tage in einer wunderschönen Gegend an. Der Trinkspruch lautete, "Es ist schön in Niederösterreich zu sein".

Stellplatz Bärnkopf - 2,50 € pro Person, Strom lt. Zähler,Tages Angelkarte 28 €, Untergrund Schotter, leichte Schräglage (Unterlegkeile nicht vergessen!), 2 Toiletten, Quelle mit frischen Wasser, Badestrand, Nahverorgung im Ort( ca. 15 Gehminuten) Anmeldung erforderlich! Kontakt: Herr Günter Kytka, Tel. 0664/5920158 od. 02874/8401 GPS N 48.384325 E 15.002401
Tagsüber unternahmen wir nahe Spaziergänge und gingen baden. Am Abend gesellten sich einige der Mädchen zu uns und spielten mit Gitarre und einer original steirischen Ziehharmonika auf. Die musikalische Darbietung lockte dann auch noch unsere WoMo Nachbarn an. Es wurde ein lustiger Abend der dann weit nach Mitternacht durch ein starkes Gewitter beendet wurde.


2. Tag (Roller 40km) Heute wollen wir Männer mit den Rollern durch den Wald zur Ysperklamm fahren. Mehr oder weniger schöne Forststraßen führten uns durch den wundervollen Wald. Wir besuchen "Klein Canada", leider ist dieser tolle Platz, mit idyllischem See und Sportbogenschule vor 14 Tagen in Konkurs gegangen was sehr schade! ist.



Franz hat hiermit auch seine Aufnahmeprüfung zur ÖCT Rollergang erfolgreich absolviert. Nach knapp 15km kamen wir wieder an den See, an welchen wir zu Beginn unserer Fahrt schon vorbei gefahren sind. Hmm, also irgendwie waren wir im Kreis gefahren, den Weg zur Klamm fanden wir zwar nicht, aber es war eine tolle und erlebnisreiche Fahrt.


Oberhalb unseres Lagerplatzes fuhren wir dann weiter in die Ortschaft Bärnkopf. Von dort fuhren wir dann weiter nach Gutenbrunn (9km). Dort besuchen wir das vor kurzem eröffnete Freiluft Inhalatorium. Im Gradierwerk Gutenbrunn tropft über ein Bündel von Tannenreisig salzhaltiges Wasser. Dabei werden ätherische Öle frei, die eingeatmet werden. Damit wird die Luft innerhalb dieses Inhalatoriums mittelmeerähnlich und wirkt sich positiv bei Pollenallergikern und Asthmatikern aus. In dem Inhalatorium kann man sich bis zu einer Stunde lang aufhalten, um salzhaltige Luft einzuatmen. Der Effekt ist mit einem Aufenthalt am Meer vergleichbar. Die feinen Salzkristalle besitzen eine Sekret lösende Wirkung, die Schleimhäute schwellen ab. Die Bronchien werden erweitert, Sie können danach besser atmen. Auch Hauterkrankungen werden durch den Besuch einer Gradieranlage positiv beeinflusst. Das Gutenbrunner „Heilbründl“ wurde am 21. Juni 2009 eröffnet und ist nun für jedermann zugänglich. Die Benützung des Gradierwerkes ist kostenlos.

3.Tag (Roller 70km) Nach einem deftigen Frühstück trennten wir uns von unseren Frauen. Während Sibylle in den Wald zum Schwammerl suchen ging, unternahmen wir einen zweiten Anlauf zur Ysperklamm in der Marktgemeinde Yspertal. Die Ysperklamm im südwestlichen Waldviertel ist ein Naturdenkmal. Die Große Ysper durchfließt die Klamm auf einer Länge von 1,2 km, wobei sie knapp 300 Höhenmeter in Kaskaden überwindet. Diesmal aber auf asphaltierten Straßen, mit dabei Sonja am Sozius von Franz. Ausgangspunkt für unsere Tour durch die Ysperklamm ist der Parkplatz beim Gasthof Forellenhof im Ortsteil Yspertal - Pisching. Der blau bzw. rot markierte Weg führt von dort entlang der Fälle aufwärts, bis man die „Rote Reithbrücke" in der Mitte der Klamm erreicht. Wer den Ausflug abkürzen möchte, kann von hier aus bequem über eine Forststraße zurück zum Parkplatz wandern. Es geht über Holzstiegen immer entlang dem Wasser. Sonja war es zu mühsam und Sie setzte sich mit Franz auf einem Banker´l in die Sonja. Robert begleite mich noch ein Stück machte dann aber auch kehrt. In der Meinung die drei sitzen im Gastgarten des Forellenhofs kletterte ich den Druidenweg weiter hoch.

Für den oberen Teil der Klamm sind die schmale Schlucht, die vielen Aufstiegshilfen und die imposanten Wasserfälle charakteristisch. Der gut gesicherte, markierte Steig durch die Ysperklamm über Stufen, Holzstege, Brücken und Stiegen ist besonders reizvoll und familientauglich.
Um diese romantische Waldschlucht mit den vielen kleinen Wasserfällen rankt sich außerdem eine Vielzahl von Sagen. Man sollte sich zum Beispiel vor dem listigen Kobold in Acht nehmen, der hier sein Unwesen treibt. In mondhellen Nächten fährt er in einer von sechs Katzen gezogenen Kutsche, um der Riesenschlange, die am Eingang der Klamm einen Schatz bewachen soll, einen Besuch abzustatten. An heißen Tagen versteckt er den in der Ysper Badenden ihre Kleider oder erschreckt Wanderer am Ufer des Bachs, so dass diese ausrutschen und in den Fluten ertrinken. Es gibt aber glücklicherweise ein Gegenmittel, um den bösartigen Kobold zu überlisten: Brotbrösel ins Wasser streuen! *gg*




Streckenlänge: 2,4 km Gehzeit: 1 Stunde bergauf, etwa 40 min bergab Höchster Punkt: 820 m
Meine Nikon lief hier heiß, Unmengen an Motiven ließ die Zeit vergehen wie im Flug, ist ja egal meine Freunde sitzen eh im schattigen Gastgarten des Forellenhof *gg*. Hier möchte ich noch eine Auswahl meiner Nahaufnahmen zeigen. Alle Bilder würden diesen Bericht sprengen, daher könnt Ihr alle und weitere Bilder in meiner privaten Bildgalerie im Forum bewundern.



Als ich wieder am Ausgangspunkt zurück kam, saßen meine Freunde auf dem Picknickplatz vor dem Forellenhof, dieser hatte gerade heute Mittwoch Ruhetag. Wir setzten uns auf die Roller und düsten dieselbe Strecke über kleine, liebliche Ortschaften zurück. In Gutenbrunn kehrten wir dann noch zum Mittagessen ein. Für 6,50 € gab es verschiedene Menüs. Wir entschieden uns für Frittatensuppe und Schweinsbraten mit Waldviertlerknödel und gemischtem Salat. Dieses Gasthaus Marshall können wir nur wärmstens empfehlen.

Wir kamen gleichzeitig mit Sibylle zurück zu unserem Lagerplatz. Die Ausbeute an Eierschwammerl war nicht üppig aber genug das uns Robert köstliches Geschnetzeltes kredenzte. Als Dessert sorgte Sibylle für Omelette mit selbst gepflückten Heidelbeeren. "Mei geht´s uns guat!" Am Nachmittag kamen mit Adi&Helga dann noch weitere Camperfreunde aus dem ÖCT an und der Abend klang in gemütlicher Runde aus.
4.Tag (Roller 58 km) Die Morgensonne strahlt durch das Heki, ein wunderschöner und für Bärnkopf eher unüblicher warmer Tag kündigt sich an. Nach dem Frühstück starten wir die Roller. Unser heutiges Ziel ist der Stellplatz in Arbesbach. Wir benutzen dazu wieder die Hauptverkehrsstraßen. Saftige Wiesen und nette Ortschaften führen uns an unser Ziel.

Der Stellplatz Arbesbach ist seit 2008 im ADAC Stellplatzführer und bietet Ver/Entsorgung, Strom und einen kleinen Badeteich. Kosten: KEINE Also wir sind sofort von diesem idyllischem Platz begeistert. Der Stellplatz bietet alles was der Camper begehrt. Duschen, Toiletten, Stromanschluss, Wasserschlauch, Chemie WC Entsorgung und ein Grube für AbwasserFesttank. Das I-Tüpfelchen ist der kleine aber wunderschön gelegene Schwimmteich. Ich habe selten eine so gepflegte Anlage gesehen. Hier hat man ein Herz für Camper, das sieht man auf den ersten Blick.N 48,29.5074" O 14,57.3762"



Auch der Ort Arbesbach ist sehr nett und bietet alles was man braucht. Wir folgen dem Hinweisschild Museum Hammerschmiede. N 48,30.2926" O 14,58.0369" In der Hammerschmiede Kamp, dem Schmiedemuseum in Arbesbach bestaunen wir bei einer Führung ein funktionstüchtiges Hammerwerk! Drei Wasserräder, die bis zu 3,4 Meter Durchmesser haben, betreiben im Schmiedemuseum Arbesbach den Hammer und verschiedene andere Maschinen.


Über der ehemaligen Werkstatt befindet sich das Museum der Hammerschmiede. Dort bewundern wir Stücke alter Handwerkskunst aus früheren Epochen. Der Eintritt kostet pro Person 2€ od. Vorlage der Niederösterreich Card, Kinder 1€. Die Führung dauert ca. 45min und ist sehr lehrreich. Termine Apr-Okt 10:00-18:00 Stand: August 2009 - Meine Videos zu dieser Führung folgen noch!

Wieder zurück in Arbesbach wollten wir uns unbedingt noch die Ruine ansehen. Die Ruine Arbesbach wird als "Der Stockzahn des Waldviertels" betitelt. GPS N 48,29.651" O 14,57.638" Seit Jahrhunderten thront die - wegen ihres Aussehens so genannte Ruine über der Ortschaft Arbesbach. Der 25 Meter hohe, fünfeckige Bergfired stürzte schon vor über 500 Jahren teilweise ein, von da an wurde die Burg dem Verfall preisgegeben. Heute präsentiert sich die Ruine Arbesbach als Aussichtswarte. Als ich die 176 Stufen über den Granitfelsen den Bergfried erklommen hatte, bot sich mir ein atemberaubender Blick bis weit nach Böhmen. An Wochenenden stehen Mitglieder des Verschönerungsvereins Arbesbach zur Verfügung und beantworten gerne Fragen über das Waldviertel und über die Geschichte der Ruine Arbesbach. An den übrigen Tagen kann man sich den Schlüssel zum Aussichtsturm bei der Bäckerei Huber (Arbesbach 27) abholen und die Ruine auf eigene Faust erkunden.



Am Rückweg wollten wir noch einen Rundgang am Klausteich machen, was aus Zeitmangel aber heute nicht mehr möglich war. Denn unsere Freunde müssen heute die Heimreise antreten. Nur Adi&Helga bleiben noch bei uns. Den restlichen Tag wurde gebadet und gefaulenzt!
5.Tag (Roller 50 km) Heute morgen ist fischen angesagt. Schon im Morgengrauen legt Adi seine Köder aus. Bis wir kommen hat er schon einen schönen Karpfen im Setzkescher. Ich versuch eine Zeitlang auf Forellen, hatte aber kein Glück. Also rauf auf den Roller und ab nach Waldhausen (ca. 20km). Wunderschöne Landschaft und geile Kurven erwarten mich.


In Waldhausen habe ich den offiziellen Stellplatz schnell gefunden. Er liegt ebenfalls an einem schönen Badeteich. Einige Wohnmobile stehen da. Mit einer Dame aus Waidhofen komme ich ins Gespräch und Sie erzählt mir einiges Wissenswerte zu dem schönen Stellplatz hier. Ver/Entsorgung ist vorhanden, Strom gibt es aber keinen. Für 1€ bekommt man 10min Frischwasser (ca.100l), Entsorgung und Stellplatz sind kostenlos. Bei Badebetrieb kostet die Tageskarte 2 €, diese kommt Nachmittag ein junges Mädel vom Ort kassieren. Strandduschen und sehr saubere Toiletten sind ebenfalls vorhanden. Fischerkarten kosten pro Tag 20€. Mir gefällt dieser in wunderschöne Natur eingebettete Platz sehr gut! N 48,17.0503" O 14,57.517"

Zurück in Bärnkopf löschte ich meinen Durst im Gasthof Wackelstein mit einem Almdudler gespritzt. Dort traf ich auch Herrn Günter Kytka. Er erzählte mir dass es mit dem Sonnenschein morgen vorbei sein soll, erst Sonntag wird es wieder sommerlich. Zurück am Schlesingerteich konnte weder Adi noch Eva von Petris berichten, noch immer schwamm nur der eine Karpfen von heute morgen im Setzkescher. Ich kühlte meinen verschwitzten Körper dann im See und schreibe an diesem Bericht weiter! Am Abend gab es dann köstlichen Karpfen auf serbische Art. Es wurde zwar zunehmend bewölkter, trotzdem war es warm und wir konnten bis kurz vor Mitternacht im Freien sitzen.

6. Tag Heute Morgen war es da, das Schlechtwetter. Einmal wollen wir einen Aufenthalt im Waldviertel erleben wo es nicht regnet! *gg*. Adi&Helga wollen den Regen in der Nacht ausnutzen und auf Schwammerlsuche gehen, kommen aber bald patschnass und ohne "Beute" zurück. Da wir heute weiter fahren wollen, verlade ich erstmal den Roller und anderes Zubehör. Gerade rechtzeitig, denn kaum hatte ich die Plane des Hänger zu, kam ein Gewitter mit Blitzen und ohrenbetäubendem Donner.
7-8 Tag Diese beiden Tage waren einfach nur faulenzen und relaxen angesagt. Zwischendurch haben wir dann aber auch Schwammerl gesucht und auch gefunden. Die ersten Herrenpilze für heuer waren auch dabei. Gott sei Dank hatte ich Eva dabei, so kamen wir ohne uns zu verlaufen immer wieder gut am Lagerplatz zurück! *gg*
9. Tag ( WoMo 185km) Heute war es dann vorbei mit dem Einsiedlerdasein, wir beschlossen zurück in die Zivilisation zu fahren. Als nächster wäre der Besuch des neuen Stellplatzes in Ottenschlag am Programm gestanden. Aber es sollte anders kommen! Nach wenigen Metern passierte mir bei der Ausfahrt aus dem Wald ein fataler Fehler. Begonnen hat das Ganze, weil ein PKW knapp vor dem Schranken parkte und ich einen weiten Bogen machen mußte. Im Rückspiegel hatte ich den Schrankenbaum im Auge, den ca 30cm hohen Baumstumpf daneben hatte ich allerdings übersehen! Mit ca. 10km/h krachte ich mit der Fahrerseite dagegen. Dabei wurde die "Schürze" aufgerissen und der dahinterliegende Kasten wo der Abwassertank verstaut ist komplett zerstört. Die Waldvierteltour war mit diesem Malleur beendet. Wir fuhren zu unserem Sponsorpartener, der Firma Neugebauer. Da diese Firma früher die Vertretung von Concorde hatte, liegt meine ganze Hoffnung bei Thomas Neugebauer und unserem Flairisten das die Schürze noch wo aufgetrieben werden kann.

Es waren wunderbare Tage im Waldviertel, die leider mit einem Malleur endeten! Alle beschrieben Plätze kann ich nur wärmstens weiter empfehlen!
Es gibt einige Kopien aber nur ein Original - Den Österreichischen Campertreff auf www.evto.at
Unsere Plattform dient als virtueller Camping/Stellplatz wo Camper über Reisen, Technik aber auch Dies & Das "plaudern". Angemeldete Mitglieder haben Zugriff auf unsere ÖCT Stellplatzliste welche es als gedrucktes Exemplar gibt und demnächst als App für Abdroid und Iphone geben wird. Wir sind das einzige Forum mit eigener Clubanlage. Im realen Leben treffen wir uns zu ungezwungen Ausfahrten. Wenn auch Du Dich in einer Runde Gleichgesinnter wohl fühlst undkeine anonyme Plattform suchst, bist Du bei uns goldrichtig. Schau Dir doch einmal die Berichte über unsereTreffen&Ausfahrten an und mache Dir ein Bild über uns und unsere Mitglieder. Wir sind überzeugt, einmal dabei, für immer dabei! Bei uns herrscht kein Zwang, jeder kann seine Zeit einteilen wie er möchte. Wir freuen uns auf Deine Anmeldung! Registrieren...

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