<%@LANGUAGE="JAVASCRIPT" CODEPAGE="65001"%> canada, Alaska

Liebe Camperfreunde!

Unsere Freunde Gitti&Gerhard, im Netz bekannt als Roadrunnerhardi (hat auch das ÖCT Treffen in Sinsheim&Speyer organisiert) haben schon viele, ich nenne es mal "exotische" Reisen mit Ihrem 4x4 Mercedes Sprinter Wohnmobil Ausbau Firma Dopfer gemacht. Diesmal dürfen wir die Beiden live nach Canada/Alaska begleiten. An dieser Stelle schon mal herzlichen Dank an Gerhard, der trotz der Strapazen immer wieder Zeit findet seinen Live Bericht zu schreiben. Natürlich gibt es auch wie von Gerhard gewohnt wunderbare Foto Aufnahmen dieser spannenden Reise durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Bilder zu dem Bericht könnt Ihr im Online Album finden!

Roadrunner´s on Tour in Alaska und Canada!

 

02.06.2010 01:22

Hallo Campingfreunde!


Nach 21 Stunden ohne Schlaf, 12 Stunden Flug (7000 km geflogen) sind wir gut in Halifax angekommen. Es regnet hier was heruntergeht und wenn man so mit den Leuten spricht, sagt ein jeder die Zeit der Tornados stehe vor der Türe. Also schöne Aussichten für unsere Unternehmungen. Wir wohnen im "Holliday Inn", dieses Hotel liegt gleich neben dem Flugplatz. Wunderschöne Zimmer, zwei Doppelbetten nebeneinander, damit man nach einem Streit nicht ausziehen muss. Alles vom Feinsten, Wylan frei ohne Passwort, was will man mehr.Morgen geht es nach dem Frühstück zur Spedition und anschließend zum Zoll. Werden uns wieder melden.


Viele Grüße aus Kanada

03.06.2010 00:47

Hallo aus Kanada !

Haben heute unser Womo übernommen. Der Zoll hat uns nicht gequält, Kontrolle des Fahrzeuges ist nicht durchgeführt worden. Am 03.06.2010 fahren wir los in Richtung Norden. Hot Spots gibt es in Kanada überall. Jedes Hotel, fast jedes Kaufhaus und natürlich jeder Campingplatz hat einen RV- Camp Übernachtung, zwei Personen und Fahrzeug € 25.--. Dieselpreis € 80 Cent (darum fahren alle "große Autos"). Übernachtung in einem günstigen Hotel kostet für zwei Personen € 134.- Frühstück inkludiert. Aber es gibt auch etwas das wesentlich teurer ist als bei uns, Eine Packung Zigaretten kostet im Kaufhaus "Wal Mart" € 8,80.--, da vergeht einem das Rauchen. Die Menschen sind in Kanada sehr freundlich und gehen auf einen zu. Besonders bewundern sie unser Womo. Es sind vorwiegend alte Leute, die alles Mögliche wissen wollen.  Eine gute Tat habe ich heute auch schon gemacht, ich habe einen jungen Schweitzer, der sich bei seinem Geländewagen ausgesperrt hatte, in 5 Minuten die Türe wieder geöffnet. Der Mercedes Schlüssel paßt auch bei Toyota, wie es das geben kann weiß ich nicht. Die Umstellung der Zeit steckt uns noch immer in den Knochen. Bei uns ist es jetzt 19.45 Uhr, in Österreich ist es nach Mitternacht. So möchte ich euch noch eine gute Nacht wünschen. Das Wetter ist wieder besser geworden.
lg Gerhard

05.06.2010 15:40

Hallo aus Kanada !
Sind nun schon über 1000 Kilometer Richtung Norden gefahren. Von Halifax bis Whitehorse sind es 7000 Kilometer. Kandada wird erst schön, wenn man den St.Lawrence River überquert hat. Fähre Fahrzeit 1,15 Stunden.Übernachtung beim Ort Tadoussac in den Sanddünen. Wylanverbindung schlecht, darum vorerst keine Bilder, (Hotel Parkplatz). Fahren heute (momentane Zeit 09.30 Uhr) auf der Straße 172 West, weiter hinauf, melden uns wieder. lg Gitti und Gerhard

07.06.2010 03:30

Hallo aus Kanada!

Sind heute in Malartic eingetroffen. Dieser Ort ist 2000 Kilometer von Halifex entfernt, Alaska kommt immer näher. Das Wetter war heute herrlich und wir hatten keine Probleme. Zu Mittag haben wir zu zweit eine Poularde verputzt, dazu gab es Krautsalat und frisches Baguette - Kosten im Kaufhaus € 8.--. Überall ist es billiger als in Österreich. Wir sind im französischen Teil von Kanada unterwegs und es gibt hier viele "echte" Indianer. Manche der französischen Kanadier können nicht Englisch, damit wird eine Verständigung sehr spannend. Die freien Internetverbindungen sind, wenn überhaupt vorhanden, sehr schlecht, Bilder können daher nicht übermittelt werden.  Fahren morgen Richtung "Thunder Bay" weiter, dass sind weitere 800 Kilometer. Viele Grüße an alle Campingfreunde im ÖCT

Gitti und Gerhard

12.06.2010 04:48

Hallo aus Kanada!

Wir sind heute im Nord Battleford/Saskatchevan eingetroffen. Seit Halifax haben wir rund 4900 Kilometer zurückgelegt. So richtig schön wird Kanada erst wenn man den St. Lawrence River überquert hat. Dazu muss man die Fähre benützen. Die Überfahrt dauert 1,30 Stunden. Wenn man nach der Überquerung des St.Lawrence auf der Küstenstraße nach Norden fährt kommt man zum Ort Tadoussac. Dieser Ort war ab dem 17 Jh. der größte Pelzhandelsposten Kanadas. Hier steht die  älteste Kirche aus dem Jahre 1747 und ein Nachbau des Handelspostens. In Tadoussac haben wir in den Sanddünen wild übernachtet. Man kann in Kanada überall (auch in den Orten) ohne Probleme übernachten.  Kanada hat auch tausende von Seen, wo man überall sein Fahrzeug für eine Nacht abstellen kann. Kein Mensch regt sich darüber auf. Wenn man das Warnschild mit dem Elch auf der Straße sieht, sollte man es auch beachten. Die Elche, hier heißen sie Moose, überqueren ohne den fließenden Verkehr zu beachten die Straßen. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen. Am 08.06.2010 waren wir vor Thunder Bay in dem "Ouimet Canyon" der 300 Meter hoch ist. Morgen besichtigen wir das Hauptquartier der kanadischen Mountain Police (Fort Battleford).

15.06.2010 04:33

Hallo aus Kanada!

Am 12.06.2010 sind wir auf dem HWY43, von Edmonton kommend in Richtung Grande Prairie gefahren. Da wir wir am Abend keinen Stellplatz fanden und man auch sonst vom "Bandl" nicht abfahren konnte, haben wir uns auf einem Rastplatz aufgestellt. Ich mache so etwas nicht gerne, aber wenn es nicht anders geht, muss man halt eine Ausnahme machen. Links und rechts von mir standen zwei Vietnam - Veteranen, die "großkalibrig" bewaffnet waren und ich in der Mitte mit meinem Bärenspray und einem langen Küchenmesser. Na gut, unser Womo ist ja auch nicht so groß. Am 13.06.2010 haben wir schließlich nach 6000 Kilometer Dowson Creek erreicht. Hier beginnt der Alaska HWY und und hier befindet sich auch die Markierung mit der "0". Nach kurzer Suche haben wir auch das berühmte "Alaska Hotel gefunden" bzw. die Markierung in der Kreuzungsmitte von wo aus die Entfernungen in den Norden hinauf, gemessen werden. Als wir in der Mitte der Kreuzung standen, hielt eine Kanadierin plötzlich ihren Pkw an, stieg aus und fragte uns ob wir von ihr fotografiert werden möchten. So freundliche Leute gibt es nur in Kanada. Bevor wir am 14.06.2010 auf dem Alaska HWY weiterfuhren, mußten wir noch schnell einen "Waschtag" einlegen. Die Leute hier haben meist keine eigenen Waschmaschinen, sie gehen in die großen Waschsalons, wo man sich so nebenbei auch gleich einmal "duschen" kann. Der Waschgang dauert gerade mal 25 Minuten, nach der Tour, kann man die Wäsche "entsorgen". Beim Tanken habe ich diesen Truck (siehe Bildgalerie) gesehen. Man hat hier zwei Anhänger, das Gesamtgewicht des Fahrzeuges darf bis 65 000 Kilo gehen und die Motore der Kolosse haben so an die 500 PS. Wegen dem längeren Bremsweg haben sie vorne starke "Bullgitter" mit denen Elche, Pferde und sonstiges Getier spielend "auf die Seite" geräumt werden. Weiterfahrt auf dem Alaska HWY in Richtung Fort Nelson. Hier gibt es auch noch Holzbrücken aus dem Jahre 1942, die schon gewaltig wackeln. Zur Zeit stehen wir auf einem Parkplatz des Safeway in Fort St. John. Wo wir heute übernachten werden wissen wir noch nicht. Wir fahren auf jeden Fall noch ein Stück in Richtung Fort Nelson weiter.Hier liegen wir neun Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit zurück. Schöne Grüße, wir melden uns wieder! lg Gitti und Gerhard

20.06.2010 08:40

Hallo aus Kanada!

Nach 7300 Kilometer melden wir uns aus Whitehorse am Yukon. Es ist 21.30 und es ist tagehell, die Sonne scheint und die Wasserflugzeuge kreisen über uns.
Schnell noch zu den Temperaturen bei der Anfahrt.

04.06.2010 Edmunston, bedeckt, 11 Grad
09.06.2010 Winnipeg, Regen, 8 Grad tagsüber auf 16 Grad steigend
12.06.2010 Fort Battleford, sonnig 8 Grad tasgüber auf 22 Grad steigend
15.06.2010 Fort Nelson, sonnig, 15 Grad
17.06.2010 Watson Lake, sonnig, 22 Grad
19.06 2010 Whitehorse, sonnig 7 Grad tagsüber 19 Grad steigend
Die 19 Grad fühlen sich so an, wie wenn es bei uns 28 Grad hätte. Das dürfte am Breitengrad liegen.

Das Fischen bis zum fort Nelson kann man vergessen. Die Flüsse führten Hochwasser und eine erdbraune Brühe kam herunter. Weiters sind die Gewässer nicht zugänglich, ohne Boot geht da nicht viel. Ich habe bis Whitehorse, auf unserer Strecke, keinen einzigen Fischer gesehen. Die meisten Touristen fahren zum Fischen an die Westküste. Hier in Whitehorse kommt der Lachs erst im Juli den Yukon herauf.Einen Bär-Peng haben wir erst in Whitehorse bekommen. Bärengas war bis zu unserem jetzigen Stand ausverkauft.

Nun zurück zu unserem letzten Bericht:

Meile 80 (Alaska HWY) Übernachtung nach Fort St.John auf einem Rastplatz neben dem HWY97.
Weiterfahrt nach Fort Nelson. Meile 226 haben wir rechts der Straße eine kleine katholische Holzkirche gefunden. Sie war abgesperrt und der Ausstieg durchgefault, also viele Gläubige dürften in dieser Region nicht mehr zur Kirche gehen.  Meile 265 gibt es einen schönen Stellplatz beim "Andy Bailey Lake", wo wir das erste mal mit Bären Kontakt hatten. Eine Bärenmutter war mit ihrem Jungbären unterwegs. Die Bärenfamilie war ungefähr 20 Meter von uns entfernt. So ganz wohl war uns bei der Sache nicht. Aber man gewöhnt sich daran, in Whitehorse laufen die Schwarzbären herum wie bei uns die Rehe. Ford Nelson ist ein völlig unbedeutender Ort, also kurz Tanken und dann sind wir weitergefahren. Bei Meile 373 erreichten wir den "Summit Pass" der eine Höhe von 1295 m hat. Weiterfahrt bis zum Testa River, wo wir direkt am Fluß übernachteten. Eigentlich ist es ein größerer Bach, wo wir einen schönen Stellplatz fanden. Mit einem Lagerfeuer ließen wir den Tag ausklingen.  Weiterfahrt zum "Toad River Tal", Meile 404, wo man einen herrlich Blick zum "Mt.St.George" hat. Dieser ist 2261 Meter hoch. Bei Meile 409, fängt der "Muncho Lake Prov. Park" an. Die Landschaft entlang des Sees ist einfach wunderschön. Hier sahen wir auch die ersten Bisons, die in der Nacht ebenfalls ein Problem sind, weil sie auf der Straße stehen. Wir haben einen Verkehrsunfall gesehen, wo ein Kanadier mit seinem Wagen einen Bison gerammt hat. Bison verendete, Wagen lag im Wald, Totalschaden. Meile 461 - Standort am "Prochniak Creek Bridge", Superstandort, hier habe ich gefischt, aber nichts gefangen. Meile 477 - "Liard River Hot Springs". An und für sich schön, es gibt hier einen Campground und drei Natur Thermalbecken. Im ersten Pool war das 52 Grad "warm", also ein echter "Eierkocher". Becken zwei und drei hatte immer noch 42 Grad, da kommt man ganz schön ins Schwitzen. Meile 495 - "Smith River Falls", dahin führt eine unbefestigte, schmale, zwei Limoter lange Piste. Für die Fotografen, Wasserfall liegt ab 09.00 Uhr in der Sonne. Super Stellplatz am Ende der Piste, Lagerfeuer und Entsorgung ist möglich. Meile 519 - "Whirl Pool Canyon - Rabits vom "Liat River", gewaltig. Zum Fotografieren hinaufgehen, aber nur wenn man von den Bären keine Angst hat. Meile 630 - Ort Watson Lake, an und für sich ebenfalls ein unbedeutender Ort, wenn hier nicht der "Schilderwald" wäre. Jeder (außer uns) der hier vorbei kommt, nagelt irgend ein Schild an die bereitgestellten Masten. Es sind auch ein paar originelle Schilder dabei. Meile 710 - Hier befindet sich die berühmte "Rancheria Lodge" wo man sehr gut essen kann. Entlang der Strecke gab es früher unzählige solcher Gasthäuser, sie werden jedoch immer weniger. Meile 776 - Wir kommen zur längsten Brücke des Alaska HWY, welche über den Fluß "Nisutlin Bay" nach dem Ort Teslin führt. Meile 881 - "Miles Cayon" kurz vor Whitehorse. Damit sehen wir zum ersten mal den Yukon. Über den Canyon führt eine Fußgängerbrücke und hier gehen die Bären gerne baden. Meile 887 - Whitehorse, die schöne Stadt am Yukon River. Aufnahmen vom "Overlook"

27.06.2010 08:40

Hallo aus Dowson City!

Am 20.06.2010 haben wird Whitehorse verlassen. Gleich außerhalb der Stadt haben wir die Legende des "Yukon Quest", Frank Turner besucht. Er lebt hier mit seinen Huskys in einem Blockhaus.  Frank den seine Kollegen liebevoll "Grandma" nennen, ist 22 mal beim "härteste" Schlittenhunderennen der Welt dabei gewesen und hat den Yukon Quest 1995 in Bestzeit gewonnen.  Grandma heißt Frank deshalb, weil er sich wie kein Anderer um seine Tiere kümmert, Er sagte zu mir, "Bei mir bleibt ein jeder Hund bis zum seinem Lebensende". Wie er mir erzählte, kommen im Winter Menschen aus aller Welt zu ihm, um mit seinen Huskys/Schlitten durch die Wälder Kanadas zu fahren. "The winter ist the best" sagte Frank und lud uns gleichzeitig ein, im nächstes Jahr wieder zu kommen. Nach einem schönen Nachmittag nahmen wir schweren Herzens Abschied, am liebsten wären wir hier geblieben.  Weiterfahrt auf dem Klondike HWY (2) in Richtung Dawson City. Bei Kilometer 342 an der "Stewart Crossing" bogen wir auf den HWY11, dem "Silver Trail" ein. Wir fuhren über Mayo und Elsa, nach Keno der alten Silberstadt. In den 50iger Jahren lebten hier noch 3000 Menschen, heute sind es nur mehr 25 die hier geblieben sind. Keno ist eine Geisterstadt geworden. Das Hotel, die Kirche und die Blockhütten wurden alle um 1900 erbaut. Interessant ist es auch einmal in die Hütte eines Goldsuchers hineinzuschauen. Es gab damals keine Möbel und so hat man sich aus Kisten selbst Möbel angefertigt. Nur so konnte man den Winter (hier gibt es im Winter Temperaturen bis - 50 Grad), überstehen.  Heute gibt es hier ein kleines Museum und eine Snack-Bar, die nur geöffnet wird, wenn die Besitzerin dazu Lust hat. Ehrlich, so echt freut es die nicht mehr.  Hier in Keno gibt es wieder einige kleinere Minen. Mit dem Anstieg der Preise für Gold und Silber sind diese wieder rentabel geworden. Bild 2/3 Silbergestein und Goldnuggets.  Nachdem wir auf einem kostenlosen Camp direkt am Stewart River übernachtet haben, fuhren wir über eine "Offroadpiste" auf den 1693 m hohen Kenno Hill hinauf. Von hier aus hat man eine sehr gute Fernsicht und hier befindet sich auch die "Sign Post" wo die Richtung und Entfernungen der wichtigsten Städte der Welt angeführt sind. Es war die Nacht der Sonnenwende und am Berg haben wir eine Grupe getroffen. Beim Lagerfeuer wurde gesungen und getrunken, fragt mich nicht wie ich wieder vom Berg hinunterkam.  Nach der Nationalespeise der Kanadier, Riesenburger mit Pomes ging es wieder zurück zum Klondike HWY.  Bei Kilometer 480 nahmen wir dem Dempster HWY (5), in Angriff, eine mittelschwere Piste, die 736 km hinauf nach Inuvik führt. Ein Abenteuer der besonderen Art. Da Telefon geht nicht mehr, es fahren kaum Fahrzeuge und man ist in der Wildnis auf sich selbst gestellt. Dafür ziehen schöne Landschaften vorbei und es gibt Millionen von Gelsen die alle auf europäisches Blut stehen.  Am 23.06.2010 um 16.30 Uhr (MEZ 01.30 Uhr) überschritten wir den Polarkreis.  Es fing zu regnen an und das ganze artete in eine "Schlammschlacht" aus.  Mit der Fähre ging es über den Mc Mackanzie River und am 24.06.2010 um 11.30 Uhr (MEZ 20.30 Uhr) fuhren wir in Inuvik ein. In Inuvik leben vorwiegend "Inuit", so hat man auch die Kirchen in Igloo Form gebaut.  Bisher gefahrene Kilometer (25 Tage unterwegs) 9700 Kilometer. Soweit keine Probleme mit dem Fahrzeug. lg Gitti und Gerhard

28.06.2010 18:51

Hallo aus Dawson City!

Bei uns ist es jetzt 09.20 Uhr, bei euch 18.20 Uhr (ich hoffe die Zeit stimmt), damit muss ich guten Abend schreiben. In Dawson hat in der Nacht das Wetter umgeschlagen und es regnet was heruntergeht. So gibt es heute den Plan "B", wir werden uns das örtliche Museum ansehen. Das mit dem Internet ist hier auch so eine Sache. Die größeren RV Park haben zwar schon eine Drahtlosverbindung, aber die funktioniert eigentlich nur am Tage. Am Abend (gestern) waren 70 Fahrzeuge am Platz und da wird es eng. Wenn man einen Bericht schreibt, muss das sehr schnell gehen. Man hat oft nicht einmal mehr die Zeit das Geschriebene durchzulesen. Gestern habe ich während dem Schreiben gemerkt, dass es mit dem Internet immer schlechter wurde. Also alles im Schnellgang durchgezogen und abgesendet. Hätte ich noch 5 Minuten gewartet, wäre aus gewesen. Damit wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.

Für Toni - Firestone war die richtige Reifenwahl. Aber ich glaube, dass wir am Ende der Reise in Kanada neue Reifen kaufen müssen. Das Fahren auf den steinigen Pisten setzt den Pneus schon ordentlich zu.

Für Franz - Als Bücherfan möchte ich dir mitteilen, dass ich hier in der Stadt eine "Erstausgabe von Jack Londons Buch Wolfsblut" erstanden habe.
Kosten € 20.--, das Buch ist aus dem Jahre 1904, in englisch geschrieben und noch sehr gut beisammen.

Für Rainer - Alle schwämen von dem "Top of the world", weil das in den Reiseführern so drinnen steht. Aber diese gehören aus meiner Sicht alle vernichtet. Man hat vielfach falsche Angaben und auf die wirklich schönen "Fleckerl" kommt man gar nicht hin. Ich gebe dir jetzt schon recht, dass es eine langweilige Fahrt wird.
Im Inuvik Visitorcenter, da sieht man die Tiere die man in der Natur nicht so schnell sehen wird, leider! Hier haben wir auch eine kostenlose Urkunde bekommen, dass wir den Dempster HWY in seiner gesamten Länge befahren haben. Ich werde es so wie der Rainer machen und werde sie mir über den Schreibtisch hängen. Hier wird im Winter sehr viel nach Gas gebohrt. Das Bild in meinem Bilderalbum zeigt ein Bohrkopf. ca. einen halben Meter lang. Mit diesem Bohrkopf war man schon 4,5 Kilometer weit "drinnen" bis er kaputt ging. Kostet eine Kleinigkeit so ein Ding. So das war es für heute, nochmals einen schönen Abend, wir marschieren los.lg Gitti und Gerhard

01.07.2010 05:56

Hallo aus Alaska!
Sind gestern Abend in Alaska eingereist. sind über den Taylor HWY (5) nach "Eagle" gefahren. ES war eine schwierige Piste. Der Ort selbst hat nicht viel zu bieten. Sind heute nach "Chicken" zurückgefahren, Internet ist hier schlecht. Vieleicht geht es morgen besser und ich kann euch einige Bilder übermitteltn. Fahren am 01.07.2010 nach Tok weiter. Wir melden uns dann wieder mit dem Bericht von Dawson und der Fahrt auf dem "Top of the world". bzw. Chicken. Mit der Einreise in Alaska haben wir die Uhr wieder um eine Stunde zurückgestellt. Wir sind nun 10 Stunden hingter der MEZ-Sommerzeit.
Bei uns ist jetzt 20.00 Uhr und die Sonne scheint, Temperatur +16 Grad. lg Gitti und Gerhard

03.07.2010 03:24

Eintreffen in Dawson City am 26.06.2010 (Abend). Es war sonnig und wir "schwitzten" bei 17 Grad. Eine Grundreinigung unseres Womos war notwendig und auch ein Service/Motor war nötig. In der Nacht vom 27.06.2010 auf den 28.06.2010 schlug das Wetter um Es regnete in Strömen und so besuchten wir am Vormittag das örtliche Museum. Einst das Rathaus von Dawson City, ein Gebäude aus dem Jahre 1900, welches "restauriert" einen stattlichen Eindruck macht.

Dieses Museum nimmt sich besonders der indianischen Kultur an. Gerade die Indianer (First nation) waren ja jene Volksgruppe, denen das Eindringen der "weißen Nation" nur Unglück brachte. Zuerst brachte man ihnen Krankheiten, dann nahm man ihnen ihr Land und in der Folge ihre Kultur weg. Viel Wissen ging dabei verloren. So es ist im Grunde bis zum heutigen Tage geblieben, Schlechte Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus bestimmen ihr Leben.

Um 1890 fand man schließlich am Klondike River Gold. Tausende Glücksritter aus aller Welt strömenden in das Yukon Gebiet. Zuerst mussten sie die vorgeschriebene Tonne Lebensmittel über den Chilkoot Pass schleppen. Anschließend kämpften sie bis zum Yukon und in kleinen Booten ging es dann weiter bis nach Dawson. Wer dort angekommen war hatte es noch lange nicht geschafft. Man musste ja erst einen Claim bekommen. Im Jahre1900 waren ca. 40 000 Menschen in Dawson City. Fand jemand Gold, nahmen es ihm die Kaufleute oder diverse Damen wieder ab. Wenn jemand Geld hatte, konnte er sich in Dawson alles kaufen, von verzierten Lederjacke bis zur neuesten Mode aus New York, London oder Paris. Im heutigen Dawson stehen noch sehr viele Häuser aus der Goldrauschzeit. Teilweise hat man sie "restauriert" aber sehr viele warten noch auf die Instandsetzung. Goldsucher gibt es bis zum heutigen Tage. Rund um die Stadt werden die Berge abgetragen. Wir haben zum Goldwaschen den Claim 33 aufgesucht. Es ist eine mühevolle Arbeit, tagelang waschen und man findet nur einige kaum sichtbare Goldkörner. So haben wir nur zugeschaut, aber interessant ist es doch.

Am 29.06.2010 haben wir Dawson verlassen. Zuerst haben wir uns bei der Fähre angestellt (1 Stunde). Überfahrt 10 Minuten. Noch einen Blick zurück auf die sicherlich sehenswerte Stadt und wir fuhren auf dem "Top of the World" Richtung Alaska weiter. Bei der ersten Raststelle haben wir gekocht, es gab einen Heilbutt samt Beilage, ein kulinarischer Traum. Weiterfahrt bis zur Grenze und Einreise nach Alaska. Grenzübertritt ohne Probleme, Wagen wird geröntgt, freundliche "Customer", keine Fahrzeugkontrolle, unsere Würste hätten wir nicht verstecken müssen.


Nach rund 10 000 Kilometer hatten wir am 29.06.2010 um 16.00 Uhr, Alaska erreicht. Weiterfahrt bis zum Tayler HWY, wo wir Richtung Eagle abbogen. 100 km km teilweise schwere Piste, eine Fahrt die wir uns hätten sparen können. Im Mai 2009 wurde hier durch einen Eisstau am Yukon, der halbe Ort zerstört. Zur Zeit baut man gerade eine neue Siedlung auf. Am 30.06.2010 fuhren wieder bei strömenden Regen zurück. Weiterfahrt auf dem Taylor HWY zum Ort Chicken. Hier gibt es drei Häuser und eine Tankstelle. Besonders interessant ist die in er Mitte befindliche Bar, wo hunderte Kappen, Büstenhalter und Slips an der Decke hängen. Auch hier kann kam "Gold waschen", man schüttet einen halben Lastwagen Steine hin und lässt die Touristen arbeiten. Finden werden die da sicher
nichts.

Weiterfahrt auf dem Taylor HWY bis zum Alaska HWY. Fahren weiter bis zur Delta Junktion, dem Ende des Alaska HWY. Für heute möchte ich Schluss machen, das Internet bockt schon wieder und ich habe Angst, dass die ganze Arbeit umsonst war. Zur Zeit stehen wir in Fairbanks, wir haben 24 Grad. Wir Wünschen euch alles Gute, lg Gitti und Gerhard.

11.07.2010 08:58

Hallo aus Alaska!
Da wir heute wieder einmal eine sehr gute Internet Verbindung gefunden haben, möchte ich euch einen weiteren Bericht senden.
Vorerst zu Rainers Fragen:
Wir waren in Dawson City nicht in der Bar. Eine größere Gruppe aus Amerika war angekommen und wir hätten da sicher keinen Platz mehr gehabt.
Außerdem hatte ich, so wie du mir geraten hast, meine "Wurftechnik" verbessert. Anschließend den Tagesbericht geschrieben und sonst nur mehr "geruht". Die vielen Kilometer bzw.Besichtigungen "schlauchen" gewaltig und man ist ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste.
Zur Winschutzscheibe - wir haben in der Zwischenzeit schon acht Einschläge, die man nicht mehr reparieren kann. Zu Hause müssen wir die Scheibe wechseln lassen.
Zu den Moskitos. Ab Dawson City hatten wir kaum mehr welche. Es gibt hier Gebiete da gibt es keine Moskitos. Die meisten Moskitos waren nach Inuvik hinauf. Unsere bekannten Sprays wirken hier ca. eine Stunde, dann muss man sich wieder einreiben.
Nun zum Bericht:
Am 01.07.2010 gegen Abend sind wir in Fairbanks eingetroffen. Am nächsten Tage machten wir eine Stadtrundfahrt. Fairbanks hat an und für sich nicht sehr viel zu bieten. Es gibt bei der Universität ein Museum über die " Inuits ". Da wir diesbezüglich schon zwei Museen besucht haben, beschlossen wir da nicht hinzugehen. So gingen wir in den "Pioneer Park". Wie wir feststellten, ist dieser Park vorwiegend für Kinder ausgelegt, aber einige interessante Sachen gab es doch zu sehen. Am Eingang stand gleich ein Bagger, welcher einmals mit Dampf betrieben wurde. Fast nicht zu glauben, aber es ist so. Weiters eine Hochdruckspritze, wie sie auch heute noch beim "Goldwaschen" verwendet wird. Damit "zerbröselt" man ganze Berge. Weiters haben wir hier eine neue Spezies eines "Salomon Fisches"gefunden, ein "Ride Salomon". Diese Art wird auch der Rainer noch nicht kennen. Weiters sind wir im "Griffin Park" gewesen, wo das " Lend Lease Monument " steht. Es ist den Piloten des Zweiten Weltkrieges gewidmet. Das waren die eigentlichen Sehenswürdigkeiten von Fairbanks.

Am 03.07.2010 fuhren wir auf der "Chena Hot Springs Road" zu den gleichnamigen heißen Thermalquellen. Auf dem Wege dorthin, sahen wir unsere ersten "Grizzlys", die friedlich "frühstückten". In dem Gebiet wurde 2009 eine Wanderin durch Bären getötet. Ein Grund für uns Abstand zu halten. Das Thermalbad "Hot Springs" ist das Größte Alaskas und es wurde 1905 in Betrieb genommen. Es gibt hier auch ein Hotel und einen Campingplatz. Auch "Cabins" kann man sich mieten. Man kann sich hier auch ein Pferd ausleihen und die nähere Gegend erkunden.


Während unserer Anwesenheit wurde ein neuer "elektrischer Rennwagen" vorgestellt. Auch TV-Temas waren hier. Angeblich wird die Formel 1 in 10 Jahren mit solchen Fahrzeugen fahren ??????? Der Mann im Hintergrund dürfte ein "Spion" aus Japan gewesen sein. Am Abend ging es bei strömenden Regen wieder zurück nach Fairbanks. Weiterfahrt am 04.07.2010 auf dem Parks HWY3 nach "Nenana". In dieser Stadt findet jährlich die "Nenana Ice Classic" statt. Diese Veranstaltung wurde auch schon im ORF gezeigt. Man stellt das "Tripod" in die Mitte des zugefrorenen Tanana River und spannt ein Seil zum Glockenturm. Anschließend werden im ganzen Land Wetten auf den "präzisen" Zeitpunkt, an dem das Eis bricht abgeschlossen. Beim Eisbruch läutet die Glocke und jene Persone welche diesen Zeitpunkt erraten hat, teilt sich den Gewinn mit den Organisatoren. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich heute ein kleines Museum, wo mich eigentlich nur zwei Dinge echt interessierten. Eine Waschmaschine und eine Bärenfalle aus der "Goldrauschzeit".

Nach Nenana fuhren wir zum Denali-Nationalpark weiter. Da in Amerika am 04.07.2010 der Nationalfeiertag ist, war der Park voll ausgelastet und die beiden Camps gesperrt. Der höchste Berg Alaskas der Mound McKinley (6194m hoch) hatte sich in dichten Nebel "versteckt. So standen wir am Nenana-River-Caynon und konnten nicht in den Park hinein. Weiterfahrt zum "Denali State Park", wo wir am südlichsten Campground einen Platz fanden. Von hier aus kann man den höchsten Berg Alaskas genauso sehen, wie im Denali-National Park. Aber wie schon geschrieben, alles lag im dichten Nebel. Also Plan "B" Japaner fotografieren. Zwei japanische Damen wollten von ihren Männern in der "Nationaltracht", vor dem (unsichbaren) Mount McKinley fotografiert werden. Da habe ich gleich "mitgemacht".

Am anderen Morgen, sah man wenigstens die Alaska Range, der Mount McKinley war aber noch immer unsichtbar. Am 05.07.2010 Weiterfahrt nach "Talkeetna".
Dieser Ort ist bnei den Bergsteigern in der ganzen Welt bekannt. Alle Bergsteiger die den höchsten Berg Alaskas besteigen wollen, organisieren das von hier aus. Berühmter Treffpunkt ist das alte Roadhaus. Der Mount McKinley ist unter den Bergsteigern wegen seiner klimatisch extremen Temperatur gefürchtet. Es gibt am Gipfel Temperaturen bis zu minus 60 Grad wobei seit dem Jahre 1932, 152 Bergsteiger ums Leben gekommen sind. Unter anderem auch der Österreicher, Günther Schmid, der 1976 abstürzte. Neben dem Friedhof befindet sich auch der Flugplatz von Talkeetna. Wir wollten mit dem Flieger zum Mount McKinley fliegen, Was aber wetterbedingt nicht möglich war. Man wäre mit uns nur zur Alaska Range geflogen, aber die hatten wir am Morgen schon gesehen. Bild eines "Buschflugzeuges", kleine leichte Maschine mit großen Rädern. Man kann damit "überall" landen, die Piloten sind furchtlos und verwegen.

Weiterfahrt auf die "höchste Pass Straße Alaskas" den "Hatcher Pass" in Richtung Palmer. Er ist 1194 Meter hoch, ein echtes Erlebnis. Über eine "Gravelroad" geht es auch der anderen Seite wieder nach Palmer hinunter. Weiterfahrt am 06.07.2010 über den GlennHWY und den SterlingHWY Richtung Kenai Halbinsel/Homer. Auf der Fahrt schlug das Wetter wieder einmal um. Unser Ziel war der "Anchor River", wo ich am 07.07.2010 um 06.00 Uhr am Morgen, bei strömenden Regen meine ersten "großen" Fische fing.

Weiterfahrt nach Kenai City, wo sich eine "uralte" russisch orthodoxe Kirche befindet. Von dort blickt man auf den Vulkan "Redoubt" hinüber, welcher 1989 ausgebrochen ist. Von Kenai City ging es weiter nach Seward, wo wir zur Zeit auch noch stehen. Wir haben seit 24 Stunden Regen und können daher nicht zum Gletscher hinauf. So möchte wir uns heute noch mit einigen Bildern vom "Alaska Sea Live Center" in unserer Bildgalerie verabschieden.Bisher gefahrene Kilometer bisher 12500km.

02.08.2010 01:27

Hallo aus Kanada!
Alaska liegt hinter uns und wir befinden uns auf der Rückfahrt in den Südosten Kanadas. Rückfahrt ist gut, es liegen noch etwa 6000 km vor uns. Bisher gefahrene Kilometer 18300 km. Keine Probleme mit dem Fahrzeug, aber unsere Reifen werden immer weniger. In Prince George hätte ich nach neuen Reifen gefragt, aber man hat keine "C" Reifen, also fahren wir mit den alten weiter. Ein Reserverad haben wir noch, dann wird es aber eng. Zur Zeit stehen wir in der ehemaligen Olympiastadt (1988) "Calgary" und warten auf besseres Wetter. Nach einer Hitzewelle (32 Grad im Schatten) hat es wieder einmal geregnet. Das erste Bild ist für die Ida. So schaut ein Wolf aus, auch wenn er schon im Schaufenster eines Kaufhauses in Skagway liegt. Wir haben zwei Wölfe gesehen, welche die Straße überquert haben und anschließend in den Wald weitergelaufen sind. Es ging alles sehr schnell und wir konnten sie nicht fotografieren. Im Winter kommen sie bis in die Siedlungen. Menschen haben von ihnen aber nichts zu befürchten.

Erinnern wir uns zurück, wir sind am 19.07.2010 am Abend (22.00 Uhr) mit der Fähre von Haines nach Skagway gefahren. Dauer der Überfahrt eine Stunde, man erspart sich damit viele Straßenkilometer. Kosten der Überfahrt $ 110.--. Als wir in den Hafen fuhren, war der Hafen leer. Obwohl verboten, übernachteten wir direkt im Hafen. Als wir am Morgen aus dem Fenster blickten, staunten wir nicht schlecht, 4 große Kreuzfahrtschiffe hatten in der Nach angelegt. Wir haben so geschlafen, dass wir nichts gehört haben. Die alte Goldstadt Skagway hat heute um die 850 Einwohner. Zur Zeit des Goldrausches, waren kamen hier tausende von Goldsuchern an, die in alles Richtungen weiterzogen. In der Nähe von Skagway hat man 1903 auch den größten Goldnugget Alaskas gefunden. Das gute Stück hatte ein Gewicht von 182 Ounces. Wenn die großen Schiffe hier anlegen, sind tausende Menschen unterwegs. In der Hauptstraße findet man vorwiegend die Juweliere, welche den "reichen" Touristen ihre Schmuckstücke anbieten. Das Gold ist hier fest in "indischer Hand".

Das älteste Haus von Skagway ist die Holzhütte, welche 1888 von Captain Moore, errichtet wurde. 1897 baute er für seine Familie das danebenstehende Haus, in welchen heute ein kleines Museum untergebracht ist. Dieser Captain Moore lebte bereits vor dem Goldrausch in Skagwy, zusammen mit den Tlingits Indianern, die auch in dem kleinen Museum das Hauptthema sind. Es gab in Nordamerika über 500 verschiedene Stämme, die alle eine unterschiedliche Sprache entwickelten. Im Jahre 1900 hat man die Einsenbahnlinie über den White Pass fertiggestellt. Die Bahnstrecke geht bis nach Whitehorse und war für die Stadt sehr wichtig. Am Beginn des Ortes steht eine alte Schneefräse, mit der man im Winter die Bahnstrecke auf den White Pass hinauf freilegte. Die Pass ist so steil, dass mehrere Lokomotiven vorgespannt werden mußten.

22.07.2010 Weiterfahrt von Whitehorse über den AlaskaHWY nach Watson Lake, wo wir in den CassiarHWY37 einbogen. Auf den Weg nach Hyder kamen wir bei der "Jade City" vorbei. Die großen Jade Steine werden hier zerschnitten und zu kleinen Kunstwerken verarbeitet. Das hat natürlich seinen Preis, das Hundesgespann kostete $ 2500.--, bei folgenden Schachbrett habe ich gar nicht mehr nach dem Preis gefragt.


Bevor man man Hyder erreicht, kommt noch am Bear Gletscher vorbei. Das Wetter hat in der Zwischenzeit wieder einmal umgeschlagen. Hyder selbst war für uns eine Entäuschung, die Fische die eigentlich schon mitte Juli hier sein sollten, waren immer noch nicht da. Kein mensch konnte uns sagen, wann sie kommen würden. Keine Fische und daher auch keine Bären. Der Ort selbst ist eine "Geisterstadt", zugenagelte Kirche, Häuser, keine Tankstelle und keine Touristen.
Es gibt noch eine "berühmte Bar", wo man in guten Zeiten die Wände mit Geldscheinen tapeziert hat. Auf der Rückfahrt am 25.07.2010, haben wir doch noch einen Schwarzbären gesehen. mangels an Fischen hat er "gegrast" und ich konnte ihn aus einer entfernung von ca. 5 Meter fotografieren.

Weiterfahrt auf dem CassiarHWY37 nach Kitwanga, wo wir in den Yellow HeadHWY 16 einbogen. Unser Ziel war die Indianerstadt "Ksan". Bevor wir den ort erreichten, mußten wir noch über die große Hängebrücke "Hagwilget" fahren, die den "Bulkley River" überspannt. Das besondere an dieser Brücke ist, dass sie keine normale Fahrbahn hat, man fährt über einen Gitterrost und blickt 88 Meter in die Tiefe. Die Aussicht auf den Fluß/Tal ist einfach grandios. In Ksan befindet sich ein Museum der "Gitxsan Indianer" und bzw. eine Totemsammlung. Die Darstellungen auf diesen Totems zeigt die Geschichte der Indianer. Im Museum selbst war das Fotografieren verboten, aber zwei Fotos konnte ich trotzdem machen. Übernachtung am daneben liegenden Campground, wo wir wieder einmal ein Lagerfeuer machen konnten. Vom Fluß Skenna River aus hat man eine sehr gute Sicht auf die "Babine Range".

26.07.2010 - Weiterfahrt auf dem Yellow HeadHWY16 bis Prince George. Einbiegen auf die 97 Süd, Weiterfahrt bis Quesnel. Weiter auf der Cariboo Wagon Road26 nach Barkerville. Hier hat eine Siedlung aus der Zeit des Goldrausches wieder authentisch aufgebaut. In der Blütezeit (1870) war Bakerville die größte Stadt westlich von Chicago und nördlich von San Francisco. Hier haben wir auch das "Colubien Ground Squirrl" gesehen. Der nachfolgende Vogel heißt "Stellarsjay". Mit den Bildern von Bakerville möchten wir uns für heute verabschieden. Wir wünschen euch einen schöne Woche
bis zum nächsten Bericht. lg Gitti und Gerhard

 

Bilder zu dem Bericht könnt Ihr im Online Album finden!

Weitere Berichte folgen sobald Gerhard wieder Internetzugang hat. Also immer wieder mal rein schauen lohnt sich!!!


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